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Der Israelit · 1886-09-13 · Heft 73 (13.9.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 73 (13.9.1886)
Date
1886-09-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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I 2m:j iKflcii die Vlitsfiiljniuflcii wir Brann-Benthen. Terselbe bade die tmiu Wcfcmtkn volgcschlagcrie .'ja!)! der biblischen l^eschichter: für zu groß gestrudin, verlange aber selbst viel mehr. Redner ist der Ansicht, daß sich die zwei Unterstufen nicht vereinigen lassen; ein Norinallchrpla» sei für Religiousschulen überhaupt ungeeignet. Zander-Zabrze hält ein kürzeres Pensum für geeignet. Es taffe sich in den ersten Mei Schnljahrcu sehr wenig Vorträgen. Tintn er-Bunzlan hält gleichfalls ein geringeres Pensum für angczeigt. Die Binder sollen das Gelehrte verstehen: geeignete Bibelsprüche, die in dem Gedächtnisse leicht haften, sollten als wirksamste Beigabe dem Kinde cingeprächt werden. Dr. Selig mann-Breslau glaubt, die gegenwärtige Berathuug führe zu keinem Ziel. Es könne sich doch nur darum handeln, nach dem Prinzipien des vor 3 Jahren beschlossenen Normallehrplancs einen spezielle» Normallehrplan für 2 Lehrkräfte auszuarbeiteu. Man müsse den damals au§- gearbcitcten Norluallchrplan für Schulen mit 3 Lehrkräften zusammcnzichcn, ohne nochmals auf die Prinzipien des biblischcn Geschichtsunterrichtes und der anderen Untcrrichtsgegenstände znrückzugchen. Dr. Lraun-Pteß stimmt der Ansicht des Vorredners bei: die Grundzüge feien festgesetzt, die einzelnen Pläne müßten sich nach dem Haupt-Lehrplan richten. Uebrigeris fei cs, wie Redner aus eigener Erfahnmg wisse, gar nicht so schwer, 20 Geschichten im Jahre-durchztmehmen; natürlich müsse der Unterricht nach den Stufen verschieden sein. Die Frage, um die cs sich einzig handeln könne, sei, ob die Geschichten alle im ersten Jahre vorgetragcu und im zweiten ausführlicher wiederholt werden sollen, oder ob die erste Hälfte der Geschichten das Lehrpensum des einen, die zweite Hälfte das des anderen Jahres ausmachen solle. Tr. Ba dt-Breslau entscheidet sich für die conccntrische Methode des biblichen Geschichtsunter-! richtes. Dr. Jacobson-Schrimm empfindet es als Uebelstand bei dieser Methode, daß im 2. Jahre die in die unterste Abtheüung eiutretenden Kinder die Geschichten zuerst in ausführlicher Weise und im 2., eigentlich für das 1. Schuljahr bestimmten Jahre die allgemeine Ueberfichr hören. _ Dr. Braun-Pleß giebt zu, daß es sich bei Schulen mit 2 Lehrkräften nicht vermeiden lasse, daß alle 2 Jahre die neu cinrrerendeu Kinder den ausführlichen Unterricht zuerst erhalten. Das fei ein unvermeidlicher Uebelstand; ein verständiger Lehrer aber werde stets nässen, welche Ansordcriingcn er an die neu einlrelenden, und. welche an die schon i Jahr in der Klasse befindlichen Schüler z» richten habe. Dr. Ba dt Breslair theilt aus seiner (Erfahrung mit, daß er selbst in u Klassen biblischen Geschichtsnnterricht crtheile, in welchen Schüler von i verschiedenen Semestern vereinigt seien. tvr nehme daselbst in jedem Semester das ganze Pensum durch; in Bezug auf Anforderungen nehme er natürlich Rücksicht ans längere oder kürzere Anwesenheit der Schüler beinl Unterrichte. Nachdem zu der Sache uorf) die Herren Pctzal- Zabrze, D r. Selig m a n u - Breslau. D r. B a ß - f r e u u d - Taruowiv, D r. I a c o b f o h n - Schrimm und Dr. Brann-Pleß gesprochen, nahm die Versammlung einstimmig den Antrag des Herrn Dr. Braun an, im Normallehrplan für die Religionsschule mit 2 Lehrkräften beim biblischcn Geschichtsunterricht folgenden Passus einznhalte»: „Die zwei ersten Jahrgänge nehmen combinirt den im Normallehrplan für jedes Jahr angegebenen Lehrstoff in der Weise durch, daß im ersten Jahre die biblischcn Geschichten in ihren Hanptzügcn, im 2. Jahre dieselben ausführlich behandelt werden." (Schluß folgt.) Frankreich. Paris. Nach dem soeben ansgegcbcncn Berichte der „All. Jsr." über das zweite Semester 1885 und das erste Semester 1880 beträgt die Zahl der von ihr gegründeten und fubventionirtcn Schulen 48 und zwar 32 für Knaben und 16 für Mädchen. In den 24 Handwerkerschulen erhalten 421 Knaben und 154 Mädchen ihre Ausbildung. Es unterrichten an den Schulen der Alliance 231 Lehrer und 76 Lehrerinnen zusammen 5700 Schüler und 2434 Schülerinnen. Von den elfteren sind 2165 zahlende und 3530 nichtzahlende, von den letzteren 1033 zahlende und 1401 nichtzahlende. Tie Alliance leistete zu diesen Schulen einen Gesammlzuschuß von 151384 Fr.; an Schulgeld gingen 130711 Fr. ein und der Rest der Kosten, welche im Ganzen 503860 Fr. betrugen, wurde durch Private, Sammlungen und Geschenke bei festlichen Veranstaltungen aufgebracht. R u ß l a n d. Wilna. Der hiesige Generalgouverneur hat befohlen, daß die Inden nicht mehr die sogenannten Peoth <Haarlöckchen) und laugen Röcke tragen dürfen und eine Strafe von 150 Rudel daranfgesem. Dabei verfähn die Polizei mit außergewöhnlicher

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