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Der Israelit · 1886-09-13 · Heft 73 (13.9.1886) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 73 (13.9.1886)
Date
1886-09-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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I ■VIm 2ti)l)if[c fiiDrlc bei’ Möblier mul) bic Sorte '3)ii’[!nnu'ii’oi «ui: „Mag bei* Bohrer;u den Siuibcrii siehe,,. u»ic er wolle, in feinem /volle du es er bei der (<rzäh. lang der Mbl. t^eschichleu litif anweudeu, bntf liiilie ac iiörcii oiifum uufOuncu, das hieße bei, Mtfiilje« (Vi'utcit im Herzen bca .Sf inbt’3 ansloschen, fluflfltt ihn zu einer erwärmenden und belebenden Tvlammc anznsachen." Der Vortrag ries nach seiner Beendig,mg viele Danksagungen Seitens der Lehrer hervor. Es knüpfte sich alsbald eine lebhafte Debatte an denselben, von der nur zn bedauern ist, das; sie eines Zwischenfalles halber, früher als wünschenswerth war, abgebrochen wurde, so das; kein referatfähiges Ergebnis; aus derselben hervoraing. Abends s Uhr kamen die Vereinsnritglieder verabredctermasten in einer Gartenwirthschaft zirsanünen. Hier fanden sich auch zn Ehren des Vereines viele Herren und Damen aus der (sjeniciiibe ein. Es entwickelte sich bald ein, durch ernste und heitere Toaste gewürzter, recht gemüthlicher Verkehr, welcher die Gesellschaft bis zu später Nachtstunde zusannnenhielt. Am andern Morgen um i) Uhr waren die sämmtlkcheu Mitglieder wieder zur Sitzung erschienen. Mau hatte für diesen Morgen die Ankunft des bisherigen ersten Vorsitzenden, Herrn Dr. K r o »e r, Scminardircktor in Hannover, erwartet; statt dessen war aber bereits eine Postkarte angelaugt, welche dessen Nichterscheinen meldete. Die Versammlung bedauerte dieses sehr und beauftragte den stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Fackcnheim, dem Herrn Dr. firmier-von Vielem Bedauern schriftliche Mittbeilnng zn machen und demselben zugleich Tank für die bis jetzt im Interesse des Vereines entwickelte Thätigkeir abzustatten. Ta auch Herr Jacobs o h n aus Leipzig, welcher die Abhaltung eines Vortrages übernommen hatte, nicht gekommen war, so war das eigentliche Arbcitsmaterial erschöpft. Es wurde noch über die Untcrstütznngskaffe verhandelt und zur Abfassung, resp. zur Verbcssernng der'Statuten eine Commission ernannt. Ferner wurde beschlossen, das; in Zukunft die Jahresversammlungen des Vereines statt in zweien in ci'n e m Tage ihre Erledigung finden sotten. Darauf wurden die Neuwahlen vorgenommen und wurden zum ersten Vorsitzenden Herr Fackenh e i m - Mühlhausen, zum zweite n Vorsivenden Herr T r/ S alzer - Stadrlengsseld und zum S ch r i f i f ü h r c r Herr B a n m gart-Stadtrenasfcld gewählt, welche Herren die Wahl unter den üblichen Danksagungen amrahmen. Nachdem noch die üblichen Danksagungen Seitens des Vorsitzenden an die t'«rmei«br für die ftenndliche Ausnahme, weläie die Vercinsnlikgkicder bei derselben gesunden, Seitens des Herrn Salomon Stiebe! in, Namen der Gemeinde dafür, das; der Verein bereits zum Dritten,nale hier tage, ihre (Erledigung gesanden harten und als Versammlnngsort für'das nächste Jahr Gotha bestimmt worden war, brachte der Vorsitzende ein Lebehoch auf Sr. königliche Hoheit, den Großherzog von Sachsen- Weimar und ans Sr. Majestät, den deutschen Kaiser, ans, in lvelches die Versammlung mit Begeisterung einftimmte. Daraus wurde die Sitzung geschlossen. Die Mitglieder reisten am selbigen Tage noch ab. Ein Zuschuß zu den Reisekosten war vom Deutsch- Jsr.-Gemeindebnnde nicht bewilligt worden! Breslau. Dem Protokolle der achten ordentlichen General-Versammlung des Verein v isr. Lehrer in Schlesien und Posen entnehmen wir: Der Vorsitzende begrüßt die erschienenen Mitglieder und Gaste, worauf man zur Diskussion des Normallehrplanes der Religio,lsschule mit 2 Lehrkräften überging. Mefcrcnt war Herr Dr. Samuelfohn. Derselbe bedauert, außer Stande gewesen zn sein, der Einladung das ausgearbektete Referat gedruckt beizugeben, weil er sich erst in der letzten Zeit entschlossen habe, diese Diskussion auf die Tagesordnung zn setzen. Nach Darlegung der allgemeinen Grundzüge, nach welchen der Rormallehrplan ausgearbeitet fei, kam es sogleich beim ersten Punkt des speziellen Theils zu einer äußerst lebhaften Debatte, welche die ganze Abendsitzung anssnllte. Für die vereinigten zwei untersten Jahreskurse waren in dem Referate' etwa 40 biblische Geschichten als Pensum angesetzt, die nach Ansicht des Reserenteu im ersten Jahre in allgemeinen Gruudzngen, im zweiten Jahre ausführlicher gelehrt werden sollten. Brann-Beuthen meint, 40 Geschichten feien zn viel. Auch glaube er, daß nicht nur biblische Geschichten ans den 2 ersten Büchern Moses, sondern auch Erzählungen aus späteren Büchern, z. B. die Geschichte von David und Goliath, ferner Erzählungen ans der Mackabäerzeit für den ersten biblischen Geschichtsunterricht geeignet feien. Ans dem ganzen Gebiete sollten Geschichten, die sich dem Ge- ■mürhe und dem Gedächtnis des Kindes leicht einprägen, ansgewählt werden. Dr. Samuelsohn-Breslau erwidert, daß es Pflicht des Lehrers sei, vor jedem Feste das Kind mir dessen Entstehung bekannt zu machen. Tr. Daßfrcund-Tarnowitz wendet sich

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