Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 72 (9.9.1886)
- Date
- 1886-09-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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iLMi,'! tui‘3 cnoiiiifdjlc ,'jiel zu erreichen und traf zugleich l'ie uölhigcn Abnmchnngcn mit der is tuet i tischen llüiiu‘1 }iliit (Gemeinde) in )Hom imb Dank nun der ilntciHiiiMiifl dieser nnd der sch,in gesammelten 2pendcn darf es Iioffcn, das; sein Welt den Hafen erreichen werde, falls nicht von Seilen der anderen ilalienischcn Gemeinden nnd von unseren GlanbenSgenossen jene Hilfe ansbleiben sollte, die noch unerläßlich ist, um dem netten Institute ein festes jährliches Einkommen zu sichern und die Auslagen für de» Fortbestand des italienischen Rabbiner- Seminars zu decken. Da wir jedoch volles Vertrauen hegen, daß die fehlende Summe gedeckt lvcrdcn ivird nnd da tvir uns auch der Ueberzeugung hingebeu, das; die israelitischen Gemeinden und Privaten Italiens die noch fehlenden 4 biö 5000 Lire jährlicher Einnahmen aufbringcn werden, so wird das Seminar, das schon geeignete Jünger hat, und zusammenhängend mit den Beschlüssen, die in dem am 10. Mai 1882 zu Modena abgehaltencu Kongresse gesagt wurden, noch im Laufe dieses Jahres in Nom, wo die reichhaltigen und bedeutenden alten Bibliotheken und die anderen daselbst bestehenden wichtigen Studien, cs den Jünglingen ermöglichen werden, ihre Studien so zu vervollkommnen, um erleuchtete und würdige Rabbiner zu werden, so wie unsere Zeit sie. verlangt, eröffnet werden. Der Lauf der Studien wird in drei Jahre cingethcilt sein und die Schüler werden auf Grundlage einer Aufnahmsprüfung, wie sie in dem beiliegendem Programme vorgcschrrebcn ist,- inscripirt werden. Auch werden sich dieselben gleichzeitig an irgend einer llniversitäts-Facultät ciuschreibcn lassen können, nnd bevor sie den Grad eines Nabbino Maggiore (Oberrabbiners) erhalten lvcrdcn, müssen sie wenigstens die Universitäts-Liccnz in der philosophischen und literarischen Facultät erlangt haben. Nach dieser Darlegung hofft das unterfertigte Eomite, daß die jüdischen Gemeinden, ebenso auch die Privaten jährliche Beiträge leisten werden, zwar entweder für immer oder für einige Jahre oder wenigstens ein für allemal, so das; die noch fehlenden jährlichen Einnahmen von 4 bis 5000 Lire leicht werden aufgebracht werden können. Zur größeren Sicherheit des zwischen der hiesigen Gemeinde und dem gefertigten Eomire getroffenen vollständigen Uebcreinkonnnens, wird das gegenwärtige Rundschreiben auch vom Präsidenten des hiesigen EultusvorstandeS unterfertigt werden. Die einlangcndcn Geldspenden werden bei Herrn Baron Giuseppe Treves dei Donsili in Padua deponirr werden. Die Nutet fertigten wiederholen nochmals ihre innigste Bille lvegen. des (Gelingens ihrer erwünschten Absicht, denn nur durch Einigkeit der Borgesentcii und mit der llnlcrstnming Bll er kann das 21»- dinm unserer alten nnd neuen Schriften, das.immer der Ruhm nnd der Slot; unserer Vorfahren war, zu einein neuen Leben erstehen. Mit den Gefühle» der. vollsten Hochachtung: Der Präsident des Eomite'S: Obcrrabbiner Cavaliere Marco Mortara. Der Präsident der israelitischen Gemeinde Roms: Eommcndatore Samuele Alatri. — Der Licepräsideut und Schabmeister des Eomite's: Baron Giuseppe Treves dei Bonfili. — Ter Sccretär des Eomite'S: Eav. Michelanglo D r. R o m a n i n Ja cur. dl um änie n. Den im Distrkct Fnntchka wohnenden Inden wurde die Ordre zugestcllt, daß sie am 1. Oktober alle ihre Wohnsive tu den Dorfgemeinden verlassen müssen. Die historische Gesellschaft in Bukarest hat ein (So mite bestellt, welches die Inschriften ans den Grabsteinen der jüdischen Friedhöfe prüfen soll. Dasselbe hat bereits seine Arbeit begonnen und da» älteste von ihm entdeckte Datum ist das Jahr 5145. Die Juden wohnen also zum mindesten 200 Jahre in Rumänien nnd doch werden sic von der Regierung als Fremde betrachtet und - behandelt. E g Y P t e h. Alexandcricu, 15. August. Wie noch jedes Jahr, wenn unser geliebter LandcSfürst, der Zthedive Tcwfik Pascha, zum Sommeraufenthalte hieher kommt — die Sommermonate sind in Kairo zu heiß und pflegt daher der Khcdivc dieselben mit seiner Familie hier am Meercsnfer in seinem herrlichen am Gestade gelegene» Palast Ras Ettin (Feigencap D’ssrn nn) zu verbringe» — so hatten auch Heuer während des gegenwärtigen Anfcnkhaltes des Hofes hier viele unserer Gemeindemitglieder die Ehre, zu manchen Hoffestltchkeitcn geladen zu werden, was übrigens hier gar nichts Auffälliges ist, da die politische Stellung der Juden im ehemaligen Pharaonenlande nichts zu wünschen übrig laßt und sie in Allem nnd Jedem den Mohamedancru gleichgestellt sind. Aber trotz ihrer guten politischen und Gott sei Dank auch socialen und materiellen Stellung werden dieselben doch nicht übermüthig, um dem ererbten heiligen Glauben untreu W