Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 71 (6.9.1886)
- Date
- 1886-09-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Glauben an einen nbnnnHirih^cn Einflnß der Planeten ans das Menschengeschick. Solche Slcllen um* im Talmud, die bei obcisiächlicher Betrachtung den Gedanken anskommen lassen, als hätten einige iuilerer Weifen dem genannten OHunben eine, innm auch nur beschränkte Berechtigung zngebilligt, ln das rechte dickst zu stellen, ist Ausgabe der vorliegendert Untersuchung. Der Berf. vcrräth eine große Belesenheit auftalnrndischem Gebiete, und dies forvoh! wie auch eine glückliche Eombinationsgabe itlachen das Buch zu einem lehrreichen und höchst interessante». Wenn auch, wie cs ja bei solchen Untersuchungen immer der Fall ist, wo ein strcngwipenschaftlichcr Beweis zu erbringen nicht immer möglich sein wird, mancher Punkt dem Mritifer angreifbar erscheint, so wird man doch im Großen und Ganzen den Auseinandersetzungen des Vers, beipflichtcn. Nur das Wort hia mit ^2*0 in Einklang bringen zu wolle», dürfte vor der» Auge der Wissenschaft nicht staudhalteu. Es ist vom Stamm abznleitcn und hat, verwandt mit dem gleichlautenden arab. Stamme, die Bedeutung von „hcrabsteigcn", und ist dieses Wort als Bezeichnung für „Sternbild" ans der Vorstellung, daß die Sterne um die Erde kreisen, das Sternbild also „herabstcige'", entstanden. Nach dem Beweise seiner Gelehrsamkeit, den der Vers, im vorliegenden Buche ablegt, dürfen wir auch erwarten, daß ein neues Hebräisch geschriebenes Werk desselben über D'Yrr. yst, das sich eben unter der Presse befindet, recht intcrepant werden wird, namentlich dürfen wir ans den Theil desselben, in welchem der Vers, dunkle Stellen des Talmud und Mdrasch erklären wird, gespannt sein. Wir lenken also die Aufmerksamkeit des Publikums auf das vorliegende, das, ein günstiges Zeugnis; bereits seine dritte Auflage'erlebt hat, wie auf das bald zu erwartende neue Werk des Vers, und wünschen, daß das Publikum das Unternehmen des ebenso gelehrten wie bescheidenen Vers., der für seinen Unterhalt vorläufig einzig und allein auf seine literarische Thätigkeit angewiesen ist, kräftigst fördere. Zeitungsnachrichten und Correspondcnzerr. D e u t f ch l a n d. Mainz, 30. August. Sekt Jahren wurden in rcform., jüdischen Blättern und auch von Privaten vermeintliche Klagen über die „Ehalnka" der für Palästina gesammelten Gelder lautbar. Um diese ungerechtfertigten Klagen gründlich zu widerlegen und sie fernerhin nicht auskommen zu lagen, hat die Verwaltung dieser Gelder sich entschlossen, jedes halbe Jahr einen anssnhrlicheil Rechenschaftsbericht über Einnahmen und Ausgaben zu veröffentlichen. Bor uns liegt der halbjährige Bericht vorn 25. 7,2',-r bis 2.5, y’n dieses Jahres. In der Vorrede werden die Gründe anseinaiidergcsetzt, warum die Verwaltung einen kleinen Theil der Spenden für die Militärsiener und sonstige Abgaben an die Rcgicrnng verwendet: es wird hierdnrch der allgemeine Frieden der Gemeinden und der Schntz derselben wesentlich gefördert. Ebenso wird besprochen, warum man noch nicht zur Gründung eines Fonds geschritten. Tie Spenden sind namentlich in den letzten Jahren bedentcud geringer, während die Ansprüche an die Verwaltung durch die enorme Einwanderung immer größer werden, so daß sie, um diese zu bewältigen, sehr oft noch Geld borgen muß. Tief beklagt wird, daß Sammlungen von Spenden für einzelne Gemeinden und Private stattfindcn, wodurch '"n nro benachtheiligt wird. Hauptsächlich geschehe dieses von den amerikanischen Glaubensgenossen. Eingegangcn sind in dem obcnbezeichneten Zeitraum l 50,725 Piaster (5,l6 Piaster l Frank), vertheilt wurden 160088 Piaster, so das; also noch 9363 Piaster von der Verwaltung vorgeschosscn werden^ mußten. Im Uebrigen verweisen wir die JnLeregcntcn aus den Bericht selbst, der durch den Sekretär der Verwaltung, Herrn Joseph N i bl i n in Jerusalem, zu erhalten ist. Ocsterr. - Ungar. Monarchie. Wien. Den uns vorliegenden dreizehnten Jahresbericht der israelitischen Allianz zu. Wien entnehmen wir folgendes: Es sind uns aus dem russisch-jüdischen Exodus eine Anzahl von Waisen zur Erziehung und zur Heranbildung für einen Erwerb verblieben, wofür auch im abgelaufenen Jahre schwere Opfer, u. zw. unter zwei Rubriken, fl. 5814.06 und fl. 3012.07 in Anspruch genommen wurden. Wir find bemüht, um dieser so bedeutende Geldmittel unseres Budgets in Anspruch nehmenden Belastung snccesive nach Maßgabe der übernommenen Verpflichtungen zu entledigen. Tie traurigen Vorkommnisse in Rumänien und Deutschland haben Ansgewicscne auf unsere wcrkthätige Mithilfe angewiesen, die gleichfalls den ziemlich bedeutenden Betrag von fl. 2529.66 in Anspruch nahm. Einer bereits bestandenen Verpflichtung nachkommend, mußten wir dem Eonnte rupe in Amsterdam den auf uns eutsatlendcn Beitrag von Fcs. 2500 auszahlen. Auch konnten wir uns eines Bei-