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Der Israelit · 1886-08-02 · Heft 61 (2.8.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 61 (2.8.1886)
Date
1886-08-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
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yM.-,, r,~-;• t io:n niemals ihre Zustimmung zu einem «Je* fetzesvorschlagc ert heilen werde, welcher eineu Eingriff in die Satzungen des Zudcnthnms bedeute. Aus dem badischen ^verlande. Anfangs Juli l. Z. wurde in Freiburg i. B. ein schönes Lchrerfesi gefeiert. Auf Anregung und unterm Vorsitze des Herrn StadlrabbinerS Dr. Lewin, den» zugleich die Verwaltung des Rabbinats-Bezirks Freiburg-Brcisach übertragen ist, wurde die erste Lsracl. Bezirkslchrcrkonsercnz abgehaltcu, und bctheiligten sich hieran außer dem Herrn Vorsitzenden und den israel. Hauptlchrcrn und Ncligioustehrern des Bezirks, der Herr Vorstand und einige Mitglieder des Syuagogenraths der Stadt Freiburg, und bethätigten letztere Herren dadurch, welch lebhaftes Jntereffe sie haben au der Hebung des Religionsunterrichtes. und wie sic sich berufen fühlen, mitzuwirkcn, den Sinn für das wahrhaft rclgiöse und göttliche in die Herzen unserer Zugend zu pflanzen. Nach der Eröffnung der Eonfereuz durch den Vorsitzenden Herrn Rabbiner Dr. Lewin, begrüßte zunächst Herr Vorsteher Dukas die Versammlung namens des Syuagogenraths. — Letzterer hatte bereitwillig das Sitzungszimmer dcgclbcn der Eonfereuz zur Verfügung gestellt. Als erster Gegenstand der Tagesordnung stand zur Abhandlung das Referat des Herrn Lehrers Klein in Emmendingeu, über die Schulausgabe der Pentateuchübersetzung von Dr. Sondheimer betreffs der angewandten Methode, und über deren Brauchbarkeit beim Unterricht. Aus Rücksicht des mir zur Verfügung gestellten Raurnes Ihres geschätzten Blattes, kann ich nicht die wirklich mit vielem Fleiß und Verständniß ausgcführte Lösung der Aufgabe zur Kenntuiß der welchen Leser bringen und müffen sich dieselben mit einem kurzen Auszug, und dem aus der Kritik hervorgegangencn Refumö des Vortrags begnügen. Sowohl von Seiten des Referenten, als der übrigen Eonfcrcuzmitglieder wurde lobend die der Sondheüncr'fchen Uebersetznng zu Grund gelegte Methode erwähnt. Als besonderer Mangel des Buches, aus welchem Grunde dasselbe nicht wohl den Schülern zum Gebrauch übergeben werden kann, wurde von allen Seiten die als Fußnoten beigegebencn Erklärungen erkannt; da dieselben die Autorität des Lehrers verletzen, und die Schüler verleiten, den Erläutcrongen des Lehrers weniger Aufmerksamkeit zu schenke»; ebenso wurde von verschiedener Seite hervmgchoben, daß der Kaufpreis des Buches zu hoch gegriffen, und wohl deßhalb der Elnführnng betreiben als Schnlbnch hindernd im Wege stehen dürfte. Im Anschlüsse an diese Besprechung beschloß die Eonfereuz die Uebersetznng der Tcphilloh und zwar zunächst jener Piecen aus derselben, welche durch Verordnung Gr. Oberraths der Israeliten an den badischen Schulen zu übersetzen sind, in die Hand zu nehmen, und so zu fördern, daß sämmtliche lchrplanmäßige Gcbctstücke der nächstjährigen Eonfereuz fertig vorgelegt werden können. Die Eonferenzmitglieder habe» deßhalb die Arbeit unter sich gelheilt, und wird die Uebersetznng der einzelnen Gebetstücke von Herrn Rabbiner Dr. Lewin, den Herrn Lehrern Sommer und Heidkngsfelb in Freiburg und Maier inJhringen bearbeitet. Als 2. Gegenstand war auf die Tagesordnung gesetzt: Die Handhabung der DiSciplin in der Religionsschule, worüber Herr Lehrer Heidingsfeld- Freiburg referirtc; und sich in einem lichtvollen Vortrage, über die Ursachen sprach, welche die Aufrechthaltung der Disciplm während des Religionsunterrichts namentlich da erschweren, wo Schüler verschiedener Lehranstalten den Religionsunterricht gemeinschaftlich erhalten; die Eonfereuz einigte sich dahin, daß beim Religionsunterricht körperliche Züchtigungen zur Aufrechthaltnng der DiSciplin am aller ungeeignetsten sei, daß vielmehr der Lehrer durch Mahnungen, Vorführen von Beispielen edler und frommer Schüler aus der jüdischen Geschichte auf das Gemüth der Schüler einzuwirken habe. Mit diesem Gegenstand war die Tagesordnung erschöpft, und erübrigte nur noch die Themate zur nächsten Eonfereuz zn bestimmen, und wurden auf die Tagesordnung gesetzt: 1) Vorlegung der Tephilo-Uebersetzung. 2) Die Behandlung der biblischen Geschichte. 3) Der Gesangunterricht in der Religionsschule; für den ersten Gegenstand wurde eine Commission gewählt, bestehend aus den Herren Rabbiner Dr. Lewin, Lehrer Klein in Heidingsfeld. Für den zweiten Gegenstand übernahm das Referat Herr Lehrer Weil-Eichsictten und für den dritten Gegenstand Herr Eantor Sommer-Freiburg. Später versammelten sich die Eonferenzmitglieder im Hotel Blum einem gemeinsamen Mittagstisch, an welchem auch Herr Vorsteher Dukas und der prakt. Arzt Dr. Weil theilnahmen. Bei dieser Gelegenheit wechselten Toaste mit rrv«n ab, und nur zu früh-mahnte der herannahende Abend zu Ausbruch und Trennung. Es war ein schönes Lehrcrscst und wird sich denen gei-

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