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Der Israelit · 1886-07-08 · Heft 54 (8.7.1886) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 54 (8.7.1886)
Date
1886-07-08
Page
– (sequence 26)
Language
German
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hierdurch für die Feldarbeit vorbereitet; die grösseren unter den Kindern werden auch zu Hilfsleistungen bei leichteren Arbeiten in den Weinpflanznngen verwendet. — In jüngster Zeit kam ein Herr Pfirmeister, ein reicher Maun, der die Anpflanzung von Weinbergen, sowie die Weiubereitung durch langjährige Beschäftigung hiermit im Kaukasus besonders versteht, hierher und kaufte auf seinen Wunsch, unter Genehmigung des Philantropen, sowie der meisten Kolonisten einen. Theil des Bedens, auf dem er jetzt einen grossen Weinberg errichtet. Mögen alle die grossen Hoffnungen, die auf Jl'Sb pwX’“) gesetzt sind, durch des Allmächtigen Hilfe sich erfüllen und der Weinbau in Palästina Vielen zur Quelle reichen Lebensunterhaltes werden. -- In den anderen Kolonien, die nicht unter dem Schutze des grossen Philantropen stehen, sind noch nicht alle Widerwärtigkeiten und Hemmnisse gehoben; doch ist man der festen Zuversicht, dass nunmehr, wo sich der geschätzte Herr Hirsch von f?sncp*flp8' an die Spitze der „Zionsfreunde“ gestellt, auch diese Dinge in Ordnung kommen, da er bei seinem tiefen Verständnis! der Kolonisationsangelegenheiten und seiner Gerechtigkeitsliebe die Angelegenheiten der Kolonie mit Hilfe der von ihm dazu gewählten Mitglieder des Vereins sicher in aller Kürze zum Besten der Kolonisten leiten und gestalten wird. — *■ --T"-:—Hr-H- Aufruf des bblB in Jerusalem Ein Nothscbrei aus dem Munde von mehr j Kolel Pinsk. Wir bitten und flehen zu Euch, als fünfhundert Seelen, die dem Kolel Pin sk j Ihr Brüder und Schwestern, erbarmet Euch über angehören, dringt zu Euch, erbarmungs volle! diese grosse Gemeinde, über Eure Glaubensge- Brfider des Auslandes. Unser Jammer ist gross~jHossen. Es liegt in Eurer Hand, uns zu retten, unsere Noth unbeschreiblich, unser Elend entbevor wir gänzlich dem Verderben anheim fallen. setzlich. Seitdem, der Kolel Minsk sich, von - uns getrennt hat, nimmt der Kolel Pinsk immer mehr ab; unsere Einnahmen nehmen tagtäglich - ab, während die an unseren Kolel gemachten Ansprüche sich immer vergrössern. Trotzdem die „Chalukah.“ nur ein schwankendes Kohr ist, - findet der Arme in seiner Noth eine wenn auch nur” schwache Stütze an ihr; wenn, sie auch unseren Hunger und Durst nicht stillen kann, so wird doch die Miethe der engen und ärmlichen Wohnung durch dieselbe bestritten. Jetzt aber ist auch dieses Bohr geknickt, wir können nicht einmal die Wohnungsmiethe bezahlen, und wenn nicht schleunige Hilfe uns zu Theil wird, so müssen wir auf freiem Felde wohnen, in Erdhöhlen und Felsenklüften. Erbarmet Ecch über uns, Ihr Edlen in Israel; mehr als fünfhundert Seelen, darunter Greise nr d Greisinnen,Wittwen und Waisen, Torahgelehrte und Handwerker,. Alle stehen in Gefahr, auf die Strasse gesetzt zu werden. Noch ist die Wohnungsmiethe für das vergangene Jahr im Bückstande, der Hausbesitzer nimmt hiefur allen Hausrath an sieh (insofern. . von dem, was längst verpfändet wurde, noch -etwas erübrigt) und setzt uns auf die Strasse, dreimal wehe über uns Mitglieder. Hunger auf der einen Seite, Mangel an Wohnung auf der anderen Seite: wessen Herz kann sich hier verschliessen?! Mit unserem Herzblute schreiben wir diesen Aufruf. Gewiss finden wir Erhörung* und Hilfe, schnelle, schleunige Hilfe, bevor es, Gott bewahre, zu spät ist. (Folgen die Unterschriften.) Nachschrift der Redaction der -TVä-TT Schon oft haben wir zu Gunsten des armen, schwer gedrückten Kolel Pinsk an unsere mildthätigen Glaubensgenossen ans gewendet und auch jetzt erfüllen wir die traurige Aufgabe, den. Inhalt obigen Aufrufs vollauf bestätigen zu müssen. Die meisten Mitglieder dieses Kolel leben in erdrückender Armuth und können ihre Wohnungsmiethe nicht auf bringen. Wenn ihnen nicht schnelle and ausgiebige Hilfe zukommt, so giebt es keinen Ausweg; Viele werden mit Ende des Monats Ei ul aus ihren Wohnungen verjagt, Männer, Frauen und Kinder auf die Strasse gewiesen werden. Darum, gebet und sammelt, Ihr Alle, die Ihr ein Herz habet für Euere Brüder im hL Lande; des Höchsten Lohn

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