Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 54 (8.7.1886)
- Date
- 1886-07-08
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2449600-2449651--24605-2514415- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— .141 - Ooversbarf ft. W-rtft a. Kauer. M. Levy 5.50 M. Kauau. Frau H. »laiu, 5 M. Kaigerfoch. Durch Rabbiner Or. ). : Frau Jda Weil fl M. Drueuöurg. E. Herrman 2 M. äppenßeim. D. Feucht,vauger 8 M. INodaköen. Laz. Bloch 10 M. Schetnfeld. Lrlrrer M. Federleiu 2.50 M. Steyerberg. Frau Georgine 2acodsol)u 5 M jöafetfchweiker. Frau Ircob Kahu: rPn 5 M. Die Kolonisation Palästina^. —-:-- Aus den palästinensischen Kolonien.*) Dis Feldarbeit hat auf allen Kolonien längst begonnen, das Pflögen und die Aussaat der Gerste ist bereits beendet und nunmehr beginnt die Aussaat von, Weizen, die ungefähr drei Wochen dauern, wird. Die Kolonisten sind sämmtüch voll freudiger Erwartung, dass dies es Jahr ein gesegnetes und ertragreiches sein wird, da der Kegen, wenn auch sehr spät, so doch auf einmal in so reichlicher Weise gefallen ist, dass die Kolonisten, selbst wenn kein weiterer Regenfall eintritt, ohne Unterbrechung der Feldarbeit obliegen und die Zeit, die ihnen vor Beginn des Kegenfalles verloren gegangen, wieder einholen können. — In p'2^? pw*n wird sehr wenig ausgesäet, nur der Kolonist, der auf seinem Antheile einen für Weizen besonders geeigneten Boden hat, säet daselbst etwas Weizen aus; alles Uebrige wird zu Weinpflanzungen verwendet. Diese Kolonie , die früher .alle Hoffnung auf Beussirung fast aufgegeben hatte, wird fort und fort einträglicher und bedeutender; die Kolonisten setzen die grösste Hoffnnng auf die Zukunft, da gegenwärtig die Weinberge bereits sehr schön sind, sie bauen sich alle möglichen Luftschlösser und sind alle davon überzeugt, dass dereinst die ganze Diaspora nur den aus ihrer Kolonie gezogenen Wein trinken werde.— Der bekannte Philantrop hat für die Kolonie stets offene Hand, sodass derselben nichtsabgeht und ihr Vorsteher, Herr O ss a we tz kl, lebt nnd strebt nur für das Heilder beiden Kolonien, ]nps und?rjh pcm, die ihm unterstellt sind nnd der Kolonisten auf denselben, deren Angelegenheiten er mit Yerständniss nud liebevoller Hingabe leitet. " Auch der . *) Atis an JKauxtt unlieb verspätet. Vater des Letzteren,. Herr Rabbiner 8. B. Ossawetzki, verdient besonders erwähnt zu werden; derselbe widmet sich mit bestem Erfolge den religiösen Angelegenheiten der Kolonie. Einen erhebenden Eindruck gewährt der Besuch der Synagoge am Sabbath, wenn man bedenkt, wie an derselben Stelle, die noch vor drei Jahren eine öde, wüste Stätte war, mitten unter den Feldern, Weinbergen, Häusern von jüdischen Kolonisten die Synagoge sich befindet, in der eine verhältnissmässiggrosse Gememde,mehralsdreiMinjanim, lauter Feldarbeiter, den Gott Israels anflehen, dass Er dem Boden, den sie mit dem Schweisse ihres Antlitzes befruchten, seinen Segen zu wende. Der Gründer der Kolonie, Herr Hirsch Lewa n t i n, hat für die Synagoge zwei grosse und sehr schöne rn'JI '"12D und eine grosse, sehr werthvolle Krone gespendet; allsabkathlich nach Beendigung der TorahVorlesung erhebt sich die ganze Gemeinde nnd der Vorsteher der Kolonie spricht in gehobener Weise das Gebet für Sr. Majestät, den Sultan, alsdann einen "piw? *2 für den grossen Philautropen und für Herrn M. Erlanger. Auch an Wochentagen kommen die Kolonisten täglich vor Sounenanfg&ng in die Synagoge, sodass sie, wenn esfürsie Zeitistaufs Feld an ihre Arbeit zu gehen, ihr Gebet beendigthaben. Daselbst wird auch »TTTI T2*5n gepflegt; der Rabbiner, der genannte Vater des Vorstehers, lernt dort den ganzen Tag über und der Kinderlehrer unterrichtet zwanzig Kinder der Kolonisten. Vor kurzem hat der Gärtner, Herr Kublan, angefangen die Kinder etwas Gartenarbeit za lehren; es wird dadurch einerseits ihre Körperkraft gestärkt, andererseits werden sie