Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 65 (16.8.1886)
- Date
- 1886-08-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Züiiiiftcfonm'r yhii ^cniftliltinho gewesen sin». Die Sache nüvb und) iiiieiessnnler buMmlj, »oj; in derfclu’H -*t 1111111101der „VliiüU'MtiilKii Korrespondenz" sich sollende „Aphorismen" gedruckt finden: Die Juden werden non dem Tage an ehrliche Menschen und nützliche Staatsbürger werden, wo c$ die „Wissenschaft" erreicht, da» die Kanen <Ziras fressen, die Kaninchen Mäuse saugen und die Tiger Milch geben. » * Aus den Todtenschädcln Derer, die in Talge jüdischer Ausbeutung und der durch jüdische Mißwirthschaft ailgcmciu entstandenen Noth zu Verzweiflung, Verbrechen und Selbstmord gelrieben wurden, könnten wir eine Pyramide austyürmen — imposanter als die Kriegs-Apotheose Wereschagiri's, — ein Monument jüdischen „Knltnrfleistes," vor dem die Urheber selbst erschrecken müßten. Wozu der Antisemitismus sonst noch gut ist, wird in solgendem. mitgcthcilt: „Der Antisemitismus ist ein vortrefflicher Hebel für die Erweckung und Stärkung des nationalen Bewußtseins, sowie überhaupt für die politische Erziehung nuferes Volkes. Der Judengegner, durch seine Antipathie gegen das fremde jüdische Element angefpornt, gelangt zunächst zu einer besseren Werthschätzuug des deutschen Wesens, zu einer bewußten Pflege deutscher Eigeuschafteu und zu einer .Kräftigung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Ferner aber veranlaßt ihn die Erkenntnis; der Judengefahr zu einer Vertiefung in wirthschaftliche, soziale und politische Probleme und.so zu einer gründlicheren politischen Entwickelung. Wir dürfen getrost behaupten, daß die besten Antisemiten zugleich die besten Patrioten und die besten Politiker sein werdcn." Wer nun noch glaubt, daß die Bewegung eine Schmach für Deutschland sei, der verdient eigentlich als ungläubiger Thomas heilig gesprochen zu werden. Hoffentlich werden nun die anderen 90 Prozent deutscher Neichsbürger ein Einsehen haben und vor allen Dingen — das ist die Hauptsache bei den Herren Luckhardt, Fritsch und Genopen — brav Geld schicken. Frankfurt a. M. Nachdem die in der Gencralvcrsammlimg der freien Vereinigung für die Jnterepen des orthodoxen Judemhums in den Vorstand gewählten Vereinsmirglicdcr inzwischen sämmrlich die Annah ine der auf sie gefallenen Wahl erklärt haben, besteht nunmehr der Vorstand aus den Herren: Ralwiner Hirsch Frantsnrt; Nubb. Dr. Vinci** buch Halbeislildl: Mufti». Bamverger Kislingen; Nab». Vulteiiwieser Mannheim; Rabl». Dr. bahn Fntda; Nabb. Tr. Earlehach-Lnbeck; N'avv. Dr. Deutsch- Straßlmrg: Nabb. Dr. Ehrnrann-Vaden: M. Fräit* sei.Frankfurt; Selig b'.oldichmidt-Franksnrt r Rechlsauwalt Dr. Hirsch-Frantfnrt; Theodor Hombnrger- Frankfurt: Rabb. Dr. Koress-Hanan; Nabv. Dr. Kahn-Wiesbaden,- Dr. Königshoser-Fnrth; Nabb. Dr. Lehmann-Mainz; H. Lehmann-Stettin; Nabb. Dr. Marx-Darmstadt; Georg Marx-Königsberg; Nabb. Tr. Plato-Köln; Benjamin Noos-Franksnrt; Emannel Schwarzschild-Frankfnrt; Rabb. S. Spider- Wien; Nabb. Dr. Schiffer-Earlsruhe; Nabb. Dr. Sänger-Bingen; — Nach 17. der von der Generalverfammlung angenommenen und inzwischen in Druck erschienenen Statuten hat der Vorstand aus seiner Mitte einen geschäftsführenden Ausschuß zu erwählen, tvelchem insbesondere die Berufung des Vercinstagcs und der Lorstandssihnngen, sowie die Ausführung der Beschlüsse derselben, die Correspoudenz, Beschlußfassung über zugewährende Subventionen bis zu einem vom Vorstande zu fixirendcu Maximum 2c. obliegt. — Der Vorstand erwählte hierzu die Herren: Rabbiner Hirsch; Moses Frankel; Selig Goldschmidt; Theod. Homburger; Rechtsanwalt Dr. Hirsch, Benjamin, Roos, Emannel Schwarzschild in Frankfurt a. M., welche somit den geschästssnhrcnden Ausschuß bilden. Die Wahl der Dclegirten erfolgt auf Vorschlag des Ausschusses durch den Vorstand, womit alsdann die Organisation der Vereinigung vollendet ist. — Afrika. Algier, im Juli. .-.LpQ bn -jirsn'. psn nsp Ty) pwi: (Und Gott wird dich zerstreuen unter alle Völker von eknenr Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Deuteron. E. 28, V. 64). Sollte einmal einer der geehrten Leser des „Israelit" eine Geschäfts- oder Erholungsrese nach der Wüste Sahara unternehmen und er dabei auch nach der Oase der Auled (c'ib') Mozab (Mözabsöhne) kommen, so möge er, falls er wünschen sollte, eine Synagoge daselbst zu besuchen, um seine Andacht in derselben zu verrichten, oder bei cinem Glanbensgenoycn daselbst zu Gaste zu sein, seine Schritte nach der Stadt Gar-Taja. lenken und er wird daselbst einermp rfrnp (heilige Gemeinde) vorfindeu, die zwar nicht zahlreich und auch nicht besonders wohlhabend, aber alt, sehr alt ist und die wahrscheinlich lange noch bevor der Islam nach Nordafrika vordrang, schon bestand und blühte.