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Der Israelit · 1886-05-06 · Heft 36 (6.5.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 36 (6.5.1886)
Date
1886-05-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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alle m itm Soiebsurlpra^ cm. Sk gdcr &= §M8 oi: d-Lr ^r-^rr-hcrmZ,- Lir in . fslgendcr Lrdmi:^ r^r sich §k§: ks die MN SchML^äW m inst» AiÄLrcchr, dmm' drr GwönröLmer von L^Lrsek:e,ZBsrWrA, ausdtzffm Brust heute. der rtaLienssHr Lkouerw-rdeu glänZLe, mit msserem Lokal-MLoiner Lcerß zur Seite, msxauf das ganze Constistormm folZrr. Whrcrck des Umzuges wurde mm Chore ein Psalm aögesungen. Nachdem mau die Sepharrm in die heilige Lade gestellt hatte, ergriff der Präsident unseres Cousistormms, Vidal-I^aguet, das Wort, nur den GememdeMitgliedern für ihre zur Ehre Sattes gebrachten Opfer zu Lanken, worauf er den Tempel für eröffnt erklärte. Nachher bestieg Oberrabömcr Weil die Kanzel und hielt die Fesrpredigt, in der er den Bers 'xz *-> nsp cm nt zum Ausgangspunkte nahm. Nach chm bestieg unser verehrter Rabbiner die Kauze!, der in feiner vortteWchen 5lede eine Parallele zwischen der Einweihung des Salomonischen Tempels .und unserer heutigen Feier zog. Der Chor rrug dann ein französisches Lied vor, worauf eine Geldsammluug für die Armen der Stadt, ohne Unterschied des Glaubens, veranstaltet wurde. Dieselbe ergab auf der Stelle 350 Francs. Abends darauf fand im Etablissement Sanier das Festessen statt. E n g l a n d. . Lorrdorr. Ter Jahresbericht der „Jew's Free School" weist eine Zahl von 3350. Schülern auf. An der Anstalt wirken 40 geprüfte Lehrer und eine größere Zahl von Hilfslehrern. Rußland. Petersburg. Die Commission Zur Berathung der Judenfrage soll den Vorschlag gemacht haben, nach und nach das Niederlassungsrecht der Juden im russischen Reiche zu erweitern. Wenn dieser Vorschlag genehmigt wird, werden die Juden mit der Zeit sich überall in Rußland ansässig machen können. T « r k ei. Sruyerra. Mit dem Herannahen des Osterfestes ist auch wieder die „Blntbeschuldigung" aufgctaucht. Ein jüdischer Hausirer, welcher in der Nähe von Smyrna verschiedene Waaren in einem Sacke trug, wurde von der griechischen Bevölkerung angefallen und mißhandelt, indem sie gleichzeitig ausfprengte, daß ein christliches Kiud seit mehreren Tage» abhanden gekonttncu sei. Der Besonnenheit des GeneralgonvcrnenrS ist es zu danken, daß feine wrirrre LusfHremrngm ftmtßLftmdNf haben. Die von ihm MüMschWrI ergsö das Nefvli£L,Mü gor Lein Lind öermtzt worden. A s i tu Ahirss. Tic Lage der Juden m unserem Khanate war, obgleich dasselbe doch - noch zu den mittelasiatischen Staaten gehört und obgleich dasselbe von den 'gleichen wilden 'Tartaren-Tadschik- und Usbegeuftämmen bewohnt wird, wie Bokhara und Khokand, dennoch wenigstens seit dem vergangenen halben Jahrhundert, eine befriedigende, wenn auch nicht eine glänzende, so daß wir wenigstens nicht täglich für unser Leben und das unserer Theuren zu fürchten hatten. Die Ursache davon mag darin zu suchen sein, daß unser Khanat schon seit den Tagen Peter's des Großen von einer russischen Invasion bedroht war und ließen sich daher unsere Emire schnell herbei, uns eine menschenwürdige Behandlung «»gedeihen zu lassen, damtt wir ja rnrkrt den gefürchteten Russen unser Leid klagen oder sie gar zu unserer Hilfe herbeirusen sollten: Auch der Umstand, daß das nördliche und westliche Gestade des Aralsees zu Rußland gehörte — seit 1873 gehört fast das ganze Gestade des genannten Sees mit Ausnahme des Deltas des Amu-Darja zum rnssischen Reiche und russische Kaufleute, mit denen wir geschäftliche Beziehungen unterhielten, daselbst wohnten, trug viel dazu bei, daß unsere Landesfürsten unser Leben und unser Vermögen besser und kräftiger schützten und uns ntn -on rtfun (dieses bittere Exil) nicht so schwer fühlen ließen. Wann unsere Vorfahren nach Khiwa gekommen sind, darüber besitzen wirkeine verläßliche Nachricht. Nach der türkischen Chronik des Mari Toghrul sollen irrdeß schon hnndertundachtzig Jahre vor der Hedschirah, also schon im vierten Jahrhundert nach der Zerstörung des zweiten Tempels, Juden am Aralsee und hier in Khiwa gewohnt habe». Jedenfalls ist unsere Gemeinde bedeutend älter als die von Bokhara, denn der Weg von Persien, von woher unsere Voreltern nach der Zerstörung Jerusalems kamen, nach Bokhara, führt durch unsere Stadt und daher hat sich hier gewiß schon früher eine jüdische Niederlassung befunden, als in der letztgenannten Stadt. In der jüdischen Chronik des Jufsus Jbn Zabag ’bnn rrnrv p vkns rpv n:ccn wird das Jahr v"'"v"o"3 x‘'b N":"p"r\ nv ’jt* n»a p-nrt? als Dasjenige bezeichnet, in dem die ersten Juden hierher nach Khiwa kamen, was also mit den Angaben Mari Toghrul's so ziemlich übercinstimmen würde. Die älteste unserer Synagogen zählt jedoch kaum noch über 4mr Jahre, was darin

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