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Der Israelit · 1886-08-12 · Heft 64 (12.8.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 64 (12.8.1886)
Date
1886-08-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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■KftMwm.'tv«- 1100 ZeiiuugSnachrichteu und Correspondeuzen. D e u t s ch l a n d. - Mainz, 8. August. Der Telegraph bringt uns die Trauernachricht, von dem Ableben des Landesrabbiner Herrn Gedaljah Tiktin j?"j zu Breslau. Wir erwarten, daß uns ein ausführlicher Nekrolog zukommen wird. n"3'Vj"n Von der Tauber, 9. Aug. Die Gemeinde Ed elfrngen hat einen schweren Verlust erlitten, indem am 3. ds. dortselbst der Lehrer und Vorsänger Fröhlich, der 17 Jahre dort fungirt hat, nach kurzem Krankenlager seinem Wirkungskreise im 43. Lebensjahre, mit Hinterlassung einer Frau und fünf unmündiger Kinder, entrissen worden ist. Die Theiluahme. an diesem Trauerfalt war eine allgemeine und es ellten seine Kollegen von Nah und Fern zu dem am 4. stattgefundenen Leichenbegängnis herbei, dem sich der evangelische Ortsgeistliche mit dem Gemeinderath anschloß. Am Grabe in Uni cbelbach hob der Bez.-Nabb. von Mergentheim dieTüchttgkett, religiöseGewissenhaftigkeit und dieaufopfernde Bcrufstrcue des früh Vollendeten hervor; aber auch der Pfarrer von Edelfingen, als Lokal-Schulinspector, widmete dem wackeren Lehrer einen wohlwollenden Nachruf, was, wie dasCondolenzschreibendes Bezirks- Schulinspektors, des Dekans von Weikersheim, an die Wittwe als ein erfreuliches Zeugnis von Toleranz und wohlthuender Einttacht unter den Konfessionen verzeichnet zu werden verdient. Es steht zn erwarten, daß die Gemeinde in gleicher Würdigung der Verdienste ihres verstorbenen Lehrers und der ihm allseitig gewordenen Anerkennung, falsch angebrachte Sparsamkeit bei Seite setzend, die Stelle nicht auflosen, sondern Bedacht darauf nehmen werde, daß dieselbe durch eine ebenso gut geschulte Kraft wieder besetzt werde, wie sie sie in M. Fröhlich hatte, damit die Jugend in dessen Sinn und Geist Wetter gebildet werde. .jn» fn dj? rrrn *rabn ns* , Wildbad, 9. August. Bisher bestand hier m Wttdbald nichts, was den Badegästen ermöglichte. raelüru find, so fauden sich einige Herren veranlaßt, «um össeuüichen Gottesdienst zu veranstalten und wurde derselbe sehr fleißig besucht. Da es im Interesse des Bades selbst liegt, ein j. Lethaus zu besitzen, so begaben sich die Herren Bankier Seligmatttt.Hamburg, Fabr. D.ulzjinsky-K.tesv,' Ltt.'Ketsch- Gernsheim, C. Bablllann-Erailöheiitt. D. Renmeyer- Augsburg auf das Stadtschultheißenamt , um von städtischer Seite, gleich den anderen Religiousgerm.sfi'nschnstpn. rn rrfinf#f»i» Qu hi'r nosscnschasten, ein Lokal zu erhalten. Zn der Petenten großer Freude wurde von dieser Stelle vonr nächsten Jahre an ein bestimmter Betsaal bewilligt, und beschenkte nun HerrDul zjinsky aus K i ew die neu zuerstehende Wildbader Knrgemeinde mit einer Sefer Thora. Diese Scfer Thora ist gestern angekommen und da es heute ein Tag vor Tischa B'as keine Zeit ist, eine Festlichkeit abzuhalten, Io wurde die Sefer Thora heute Morgen mit einem Blnmenkranze verziert abgeholt, worauf Herr Dr. L u chholz aus Emden im prov. Bctlokal eine alle Zuhörer ergreifende Rede hielt, von dem Texte ausgehend, Thora ziwo lonu Moschch mouroscho Kehillas Jakob. So ist nun auch auf diesem Platze, wo sich Jährlich so viele Glaubensgenossen versammelu, mit Gottes Hilfe ein, laut Beschluß, orthodoxer Gottesdienst zu finden und hat sich ein konnte gebildet aus obigen 5 Herren, sowie der Herren Dr. Bnch- MMmden, W. Maucr-Stnttgarr, K. A. Ettlinger- Karlsrnhe, A. Salzer - Schweinsurr, welche das weitere Gedeihen, unter Vorsitz der beiden Nächstwohnenden, Herren Mayer, Stuttgart und Ettlingcr, Karlsruhe, dieses Gottesdienstes beaufsichtige» werden. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Trieft im August. Trotz der wegen der Cholera jetzt hier herrschenden allgemeinen Panik haben unsere beiden Kultusvorsteher, Enrico Salem und Jakob Ritter v. Eisner, die doch jeden Sommer einen Kurort zu besuchen pflegen, unsere Stadt und ihr Amt nicht verlassen, was selbstverständlich auch auf die Gemcindemitglieder sehr beruhigend einwirkt. — Auch von unserem Ghetto wird jetzt ein Theil demolirt und gedenkt unser Kultusvorstand ans dem so frei zu werdenden Platze eine Synagoge zu erbauen, die in diesem Stadtthcile noch fehlt. Möge mm der gute Wille hier auch zur That werden! . Rumänien. Bukarest. Im Senate richtete Herr Gherghel an das Ministerium eine Interpellation wegen der stetigen Abnahme der rumänischen und Zunahme der jüdischen Bevölkerung, namenrlich in der Moldau. In seiner Begründung gritr er insbesondere die jü-

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