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Der Israelit · 1886-04-29 · Heft 33-34 (29.4.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 33-34 (29.4.1886)
Date
1886-04-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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scheint c§, büH der Magistrat erlaubte, daß im CesLruD der Srsdt. gegenüber dem Steucramtc, rvM Master Holz cmweschichtet Wurden. Diese HsUumsscn trugen wesentlich dazu bei, daß die Katastrophe so furchtbar geworden ist. — Den ganzen gestrigen Nachmittag schneite cs in Stry und Umgebung heftig, wodurch die Lügender Armen, von Allem Eutbloßtcu noch schrecklicher wird. Zcitungssachrichterr trab Sorrefporrdevzev. Deutsch I a n d. W. Berlin. Das fünfzigjährige Jublläum der Firma HerrmannGerson, wurde am Somrtag den 18. d. M., Vorm. 11 Uhr, im Gcschästshause der Firma festlich begangen. Der jetzige Inhaber der Firma Herr Albert Ph. Meyer wurde bei seinem Eintritt iu das Lokal mit seiner Faunle, durch einen Sgngcrchor begrüßt, und nachdem cm Angestellter des Hauses die Festesseicr dadurch emleitete, daß er dem Schirmhcrrn deutschen Fleißes, dem Förderer der Kunst und Industrie, dem Later seines Volkes, dem Kaiser Wilhelm I., dem Siegreichen und Gerechten ein Hoch ausgebracht, in das die zahlreich erschienenen Großindustriellen und Freunde des Hauses begeistert cinstimmte», überreichten die Angestellten, die Lehrlinge, das Arbeitsperjonal, die Großindustrieillc der Verein junger Kauflcute u. s. w. u. s. w. in herzlichen Ansprachen, kostbar ausgesührte und eingebundene Adressen. Der Verein junger Kauffcute überreichte Herrn Meyer ein Ehrcndiplom, das denselben zum immerwährenden Mitgliede desselben, in Anbetracht seiner Fürsorge für das Wohlergehen junger Kauslcnte ernannte. — Ueberwältigt von den Eindrücken der Liebe und Verehrung trat der Jubilar, der am 50. Jahrestage des Bestehens der Firma auch auf seine 25jährige Wirksamkeit in derselben znrückblickte, vor dem Bilde des entschlafenen Herrmann Gerson, und feierte iu tief zu Herzen gehenden Worten die Verdienste des Dahingcschiedcnen (seines Schwiegervaters) um deutsche Industrie und bat dessen einzigen Hinterbliebenen Sohn hinfort Schulter an Schulter mit ihm als sein Socius, als den er ihn hiermit anfnchme, dem Hause zu weiterem Glanze und Ruhm zu verhelfen. Mit diesen» Socius erhielt die Firma einen „Herrmann Gerson" lvicdcrum in ihrer Mitte. Mit besonderer Dankbarkeit gedachte aber auch der Jubilar der außerordentlichen Förderung seines Hauses, die demselben durch die Gunst des deutsche» Kaiserhauses, spcciell durch Sc. Mas. den Kaiser und die Kaiserin geworden und brachte dieser» und dem Kaiserhause em mit Begeisterung von allen Anwesenden ausgcbrachtrs nochmaliges dreifaches Hoch ans. — Hernnann Gerson begründete am 18. April 1836 in einem Laden der K. Bauschule gemeinschaftlich mit Herrn Wald ein Weißwaarcu-Geschäft unter der Firma „Wald und Gerson". Im Jahre 1839 schied Herr Wald aus, und Herr Hemmmn Gerson firmirte von da an: „Hernuann Gerson." Er »rahm seinen Brudcr Benny Gerson als Thcilnehmer auf und erweiterte mit ihm den Wirkungskreis über alle Zweige der Mannsacturwaarcnbranche. Der Geschäftsbetrieb wurde auf 3 Läden ausgedehnt. König Friedrich Wilhelm IV. erkannte das Streben der Firma an und verlieh derselben dcn Hoflieferantentitel, der Herrmann Gerson auch bald von Regenten anderer Staaten zuerkannt wurde. Im Jahre 1849 bezog die Firnra dann ihr neues Heim, Werderschen Markt Nr. 5, welches nach Angabe Herrmann Gerson's gebaut wurde und welches noch heute eines der schönsten Geschäftshäuser Berlins und eine Zierde der Residenz bildet. Nach und nach nahm Herrmann Gerson seine Brüder Moritz, David, Julius, Louis und Wolf Gerson als Thcilnehmer in die Firma auf. In Paris gründete derselbe ein Zweiggeschäft unter der Firma „Gers o n F rö re s" unter Leitung seines Bruders David Gerson.-1860 zählt die Firma schon über 400 Angestellte in den eigenen Magazinen ohne die vielen Hunderte, welche außerhalb des Hauses für das Geschäft thätig waren. Am 1. Oktober 1860 trat der Schwiegersohn des Herrn Herrmann Gerson, der jetzige Inhaber des Hauses Herr Albert Ph. Meyer in die Firma ein. Dieser führte »nt Verein mit Louis Gerson die Teppich-, Möbelstoff- und Gardinen-. Abteilung des Hauses ein, die einen kolossalen Aufschwung durch die geniale Führung dieser Abtheilung nahm. Am 18. April 1861 feierte die Firma das 25jührige Jubiläum, doch schon am ^6. Dezember desselben Jahres rief den Chef ein plötzlicher Tod von den Seinen ab. Die Brüder schieden am l. Februar 1874 ans, nachdem sie sechs Monate vorher gemeinschaftlich mit den Herren Sigmund Levy und Leo Lev in noch die Firma: „Modebazar Gerson u. Cie." gegründet hatten. — Auch die Firma: „M o d c b a z a r G e r s o n u. C i e." deren alleinige Inhaber die Mitbegründer Commerzienrath Siegmund Levy und Leo Lcvin sind, gratulirtm und feierten das Haus: „Hcrrmann Gerson" durch »varm empfundene Worte und Ueberreichung einer kostbar ausgeführten Adresse. Am r. Iannar 1884 schied der letzte der Brüder Gcrsori'S Herr

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