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Der Israelit · 1886-04-19 · Heft 31-32 (19.4.1886) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 31-32 (19.4.1886)
Date
1886-04-19
Page
– (sequence 11)
Language
German
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sftncr Hnfga5c wird bcr Bereis durch söchcsL-! 13 abgehalren- Bereins-Abesde ccrc£t, unb zwar 1 c-isichr die Wege der Wffrcmchsft durch rcaelmL-. i si^e übgchaltcne Vorträge seitens der Lcreme-MiL-! chcdcr. Tiefe erstrecken sich euf cUt Gebiete der - S"mschaft, jedoch wird nur Vorliebe dir jüdnLe f i^'chichre Zerlegt. Aus letzterem Sebiere wurden i Ä vergangenen Semester 4 Dorrräge gebalten, s .Heber die Heldmkämpft der Makkabäer.* ,übcr s Lübdsrhai Zewi * ^Lbcr Süßkind tc-n Triurberg,* j kn jüb. Mmnesäirger, „iiBcr die römischer: Glcinfcr j Zcrime, Horaz, Cicero rs ihrem Kerhältniß zum j Indenchum* re. k Ten Borrrägen schloncn sich gewöhnlich lebhafte; Trbüttcn an. War dass der Wissenschaft der schul- - rige Tribut gezollt, so folgte gesellige, gemüthliche j llninrfjoltinis, als deren Glen;rnn!t eine vorzüglich I icdiisine Bercinszemmg zu nennen ist.! Laß der-Bereis der Würzburger füd. Stndcn-! :m-We!r Anklang gefunden, beweist der Umstund, I dch im Laufe des Semesters noch 6 Herren neu I dntreten, io daß die Gesammtzabl der'Mitglieder j Äßf 17 sich belief. Davon waren 13 Medistner, I 2 Juristen, 1 Theologe und I Naturforscher. Auch f düs Vcrhälmiß zu cndcrcn studentischen Eorporanoircu war rin sehr günstiges: der Verein war weit! r: rftrnr, wie zaghafte Gemüther anfangs bcfürchrercu, l bei dicfLN Anstoß zu erregen, vielmehr erhielt er, als er l Äc gedräirchlich, seine Gründung den a'ad.Kc.rpcrschafj :cn anzcigte, von dirftn GrarnlationsschrciLen, sl ß.! : i’om Corps Mocnania, von der Polonia ec. Auch i! bei einem Fackelzug zu Ehren des Hofrarhs Tr. Cch anz, wozu der Bereis vom Coinitö cingeladcn var, har er sich mir Ehren bctheiUgr und fein ciaemsIftrsikcorps gestellt. Ganz besonders günstig aber gestaltete sich das Pcrhälrrüß des Vereins zur jüd. Einwcbr-cr'Lüft Würzburgs. Er har in der kurzen Zerr seines Bemhcns es rasch verstanden, sich'beliebt bei ihr zu Aachen. Beweis hiervon.sind verschiedene Geschenke, die von Würzburger Herren und Damen dem Verein gemacht wurden, so 2 prachtvolle Fahnenbändcr, die von Würzburger Damen gestickt und dem Verein dcdizierr wurden. Die Fahne selbst ist ein Gc- 'chcnk des Vereins -'Mitgliedes Herrn l)r. mc.'L Raphael Hirsch aus Hannover. Zn die Vcrcins-Abcndc wurden sehr oft jüdische Ändcnlen, sowie auch Würzburger Bürger eiugcu'chrl; diesen hat es immer sehr gut im Vereine arsallen. Sehr aemürhUch gestalrere sich der Bereins- «ldcnd am Chauuka, an dem vom 1. Voftivendcn bcs Vereins ein Vertrag über die Heldeukänft'fe der Makkabäer gehalten wurde und es ist dies jedenfalls für jüdische Smdenren ehrenvoller, wie wenn sie in christlichen Vereisen die Weihnachtsfeier verherrlichen helftn. ~ Auch zu seiner Schlnßrcicr hatte der Bereis eine größere Anzahl Würzburger Herren ans den besten jüdischen Kreisen eisaeladcn, vm ihnen zu zeigen, wir es im Verein: zugehe. Der diesen Herren herrschte nur eine Stimme des Lobes mrd der Befried igurg über den genußreiches Lbend, den sie in Mfttcn des Bereins verlebt harren. Zn nächster Zeit wird der Verein seine Statuten drucken lassen, und werden wir nicht verfehlen, Ihnen, geehrter Herr RcdacLenr, ein Ercmplar zukommen zn lassen. So darf die ^siffemchaftlich - gesellige Bereinigung* mir Befriedigung auf das erste Semester ihres Bestehens zurückblicken. Tenn sie hat ihren Mitgliedern viele genußreiche Srnnden geschaffen, hat den Freund zuur Freunde g-bracht, hat cs auch au geistiger Anregung nicht fehlen Lassen. Wir wünschen dem Vereine min weiter frohes und dLLbeudes Gedeihen und können nicht uulhftr,'. alle Eltern, die ihre Söhne auf die Unwersirär scbickeu, auf diesen Verein aufmerksam zu machen. Wie oft macht es nicht religiösen Eltern drückende- Sorgen, dost ihre Söhne, wenn sie die Universitär beziehen, sebr oft Gelegenheit bekomme, der Aclig'isn der Väter Leu Rücken zu kehren. Diele <3$*-"- legenheit bietet sich aber rungeu Leuten nur durch den Umgang mit eurer Gesellschaft, die ihre südischW Mitglieder direcr oder indircer zwingt, ihre Religion zu verleugnen. Wenn jedoch jüdische Studenten in diesen Verein eiurreten so ftudeu sie mir liebevolle, treue Freunde, werden aber niemals veranlaßt, die Religion ihrer Värer zu übertreten, sondern nur durch den Umgang mir religiösen Freunder: in ihrer religiösen Ueberzeugung bestärkt. Zur weitem Auskunft über, den Verein erklären sich Herr Salomon Hirsch, cand. med. tu Hannover, Arrillerrcstraße, l. BorüZender des Vereins, sowie der Schriftführer des Vereins Herr cr-.uä. gur.^H-einrich Ebert in Fünh, endlich der Eassier denclbru, Herr ow-I. m«J. Gabriel Lanzer o n, Hamburg, während der Ferien gerne kereft, wir genannte Herren euch einstweilen -Vormerknsgen von neuen Mitgliedem aunehmen. Frankfurt a. M., l4. Avril. Dem diesjährigen Iabresbertchte über die israelitische R c! i g io n s fch n l e enrueh.'ncn wir, daß dieselbe im abzclaufrncn Schuljahre von 135 Knaben und 109 'Mädchen, ict Ganzen also von 244 Schülenk,

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