Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 26 (1.4.1886)
- Date
- 1886-04-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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rfc’sn piDs 72 -per p p:r.s *ok rtirbn ... , :pos vfro nn Aus diesen Ursachen sind die Wege, die nach Zion führen, noch immer verödet. Anch König David bezeichnet im 24. Psalm die Beseitigung der erwähnten vier Laster als nothwendig für die erhoffte Erlösung: „Wer darf hinaufziehcn auf den Berg des Ewigen, wer darf betreten Seine heilige Stätte? d-sd Derjenige, welcher die Habsucht beseitigt sifc "Qi und die Genußsucht aus seinem Herzen bannt nkj xb -re« iucr nicht eitlen Dingen, wie Stolz und Bequemlichkeit seine Seele weihet Ticnob yy&2 und nicht durch Haß und Zwietracht sich zu trügerischen Schwüren verleiten läßt. Er wird empfangen Segen vom Ewigen und gerechten Lohn vom Gotte Seines Heils!"' (Fortsetzung folgt.) Wittwen und Waisen nur etwa 400 Mitgliedern und Fonds 54,300 M., sowie 2 gtfeLige Vereine an. Nach der Generalversammlung fand ein Festmahl mit circa 170 Teilnehmern statt, welches vom Vorsitzenden, Herrn Landsberger, mit einen! feuengeu Toast auf den Kaiser eröffnet wurde. Bei Tafel sprach ferner Abgeordneter Ludwig Löwe, L, Auerbach, Tav. Hirschscld rc., und wurde die Stimmung durch diverse Vorträge, Tischlicder, sowie Erklärung der Speisekarte von Herrn Fcilchcnfcld, die mit Portraits des Vorstandes, des Gründers, sowie der GeseLschafts - Aerzte, Herren San. - Räche Dr. Unruhe und Hamburger, geschmückt war, eine recht gehobene. Eine Sammlung, die am Schluffe der Tafel staitfaud, ergab das bedeutende Resultat von 600 M., zu welchem noch ein Geschenk eines nicht genannt sein wollenden Mitglieder von 300O M. hinzukommt. Zeitrmgsuachrichte« nnd Correspondenzen. Deutschland. Berlin. Die Gesellschaft jüd. Handwerker und Künstler zu Berlin hielt am 25. März ihr 40jähriges Bestehen in den Festräumen der Gesellschaft der Freunde unter sehr zahlreicher Bethciligmig ab, in welcher der gestimmte Vorstand, bestehend ans den Herren: Herm. Landsberger, Moritz Mannheimer, 2. Auerbach, D. Feilchenfcld, M. Z. Bodensteiu, Jos. Frankel, M. Jacob, N. Zöget wieder gewählt wurden. Aus dem Jahresberichte ergibt sich, daß die Gesellschaft 327 Ehrenmitglieder, 275 ordentliche, 46 immerwährende und 3 Judelmitglreder zählte. Einnahmen und Ausgaben balanciren mit 7080 M. bei einem eisernen und Reserve- Fonds von 25.650 M. Außerdem besteht ein Jubel- Fonds mit 10,250 M., sowie Special - Stiftungen mit 7658 M. von N. Oppenheimer, M. I. Bodcnftcin, Herm. Landsberger, Jacob und Minna Israel. Nach erfolgtem Jahresbericht nahm der Vorsitzende, Herr Landsberger, Veranlassung, den Mitgliedern in anregenden und ergreifenden Worten mitzntheilcn, daß die Gesellschaft im Jahre 1846 auf Anregung des Herrn M. Halle mit 11 anderen ins Leben gerufen worden fei, von denen jedoch nur noch der Begründer am Leben ist. und hat es der Vorstand mit Einstimmung der Mitglieder für feine Pflicht gehalten. den! Jubilar als Anerkennung für fein stetes Jttlcreffe für d!c Gefetlichaft eine dahingehende prachtvoll nnsgestattetk Adresse zum Andenken zu überreichen. An obige Gesellschaft, welche Unter» stütznng in KrankheitssiMn ihren ordentlichen Mitgliedern gewahrt, schließt sich eine Hilssanstalt für Oesterr.-Ungar. Monarchie. - Wien. Dem Jahrcs-Bericht des Vereines zur Unterstützung armer kranker Israeliten in Wien (Siebente Venvaltungspcriodc) entnehmen wir: Die Thatsache, daß unser Verein seit seiner Gründung sich der ungctheilten Anerkennung und in allmäliger Weise auch der zunehmenden Unterstützung unserer Glaubensgenossen erfreut, 4m Vereine mit dem Umstande, daß die Hilfe desselben in sich stets mehrender Weise in Anspruch genommen wurde, brachte es mit sich, daß die Thätigkeit des Vereines von Jahr zu Jahr eine ausgedehntere wurde. Hinsichtlich des letzteren Punktes war dies auch im vergangenen Jahre der Fall. Wir könne» daher mit vielem Recht behaupten, daß unser Verein, der in der Fornr eines Wohlthätigkeitsvereines seine Thätigkeit begann, heute bereits ein ausgesprochenes Bedürfnis; unserer armen kranken Glaubensgenosse» geworden ist. Dieses Factunr gewinnt, abgesehen von früheren zahllosen Unterstützttngsfällen durch unseren Verein, neuerlich eine ebenso ehrende, als actuelle Bestätigung in einer Erklärung der mciftc» behandelnden Professoren des k. k. aHflcntchtcn Krankenhauses, worin dieselben die seitherige Thätigkeit des Vereines in anerkennenden Worten bestätigen. Diese Anerkennung der Wirksamkeit des Vereines von genannter Seite ist wohl der sprechendste Beweis, welche hohe mtb wichtige Aufgabe unser Verein sich gestellt hat nnd mögen daher unsere perehrlichen Gönner neuerdings die ileberzengnng gewintttn, rin ebenso hnnlanes, als Im Interesse des Jndenthrrmrs nnterstützttttgswürdiges Werk gefordert zu haben.