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Der Israelit · 1886-02-25 · Heft 16 (25.2.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 16 (25.2.1886)
Date
1886-02-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Iimg irr ZuDM AbiLitzt, Ws der Prändem irr §erLd^DmdLisser IBdfe »gcmLnschLLr" feste. . 2&§ brrr. Slctr fesserü: „Eine Sutsrümive BerichüguNZ Lrs sksudalösm LorsEs würde ur-s diesmal rr-2- Lmmcner geDrseu sein, denn ie. Wir Hasen das Dementi drei Lege lcWg erwartet, leider LeraeLess. Es ist also richtig, unzweifelhaft richtig, daß der Präsident eines österreichischen Gerichtshofes die sacrvsancten Räume der Justiz zum Schauplatz seines anLisemirischeu Privatamusemeuts machte. Auf einen Hcp! Hep!-Rufer mehr oder weniger kommt es schließlich nicht mehr an, aber das Hep! Hcp! im Gerichtssaale hat denn doch eine andere Bedeutung als Lu der Kneipe und auf der Straße. Nicht allein well es von jener Stätte aus weit größeres Unhell anrichten kann, sondern weil cs dem glänzenden Ruf, dm geheiligten Traditionen des österreichischen Richtersrandes offen ins Gesicht schlägt." Budapest. In ihrer neuesten Nummer bringen „Katonai Lapok" nach den fir das Jahr 1884 erschicuencu officiellen militärischen statistischen Daren eine Zusammenstellung, welcher wir Folgendes entnehmen: Nach der Religion entfiel auf je 1000 Mann desGrundbuchstandes der gemeinsamen Armee: Rom. kathol. 695, griech. kathol. 108, griech.onent.68, evangel. Lusgsö. 39, Helvetisch 57, Ünitaricr 2, Israeliten 31, Israeliten gab es im Ganzen 27.342 Mann. Hinsichtlich der Religion ist eine stete Steigerung der Israeliten zu conftatiren. Im Jahre 1872 entfielen auf 1000 Mann nur 15, heute entfallen 31 Mann israel. Confeffion. Diese offickelle Bemerkung des Regierungsblattes, spricht beredter als alle die falschen Anklagen und böswilligen Verleumdungen unserer Feinde, daß wir uns der Blutsteuer zu entziehen suchen; eine solche Behauptung ist eine einfache Lüge, denn nach den oben angefürttu Daten ist es augenfällig ersichtlich, daß die Jsraeltten in der Armee das gleiche Verhältnis; den anderen Eonfeffionen gegenüber repräsentiren, zumal wir sowohl bei der Landwehr als auch bei den „Honveds" auch in diesem Berhältniffe vertreten sind. England. London, 2U Febr. Inmitten des geräuschvollen Lebens und Treibens unserer großen Weltstadt finden dennoch das Studium unsererhl. m*n fast in jedem Thclle der Metropolis eine Stätte M Pflege. Das tmsn rra' in Dukes-Place wird von dem verehrten und wohlbekannten'Nevd. Mr. Spiers, -"z pnn geleitet, der wöchentlich dreimal telmudische Vorträge halt. Im Westcnd trägt Herr Spiers ebenfalls allwöchentlich tnvä vor und im fhs&ea wurde eh? Hkrrs MM Lmy <SchM§§rrssPr drs HerW- Hirsch M FrunMrr) gegründet,. "rvoZA auch äs ■ TÄründLrörer' ULöK S. Seydler 'ssZrftM Durde. Dem löblichen BeLsprrle 'des Herrn Levy - sslZerth, . gründete Herr. Ludwig Msrustestr (am Fürth) einen Aeichen Talmud-Verein Ln St. John's Wood, der gestern Abend fernen ersten B'o auf ksr jdd feierte, bei welcher Gelegenheit unser verehrter delcgirter Oberradbmer, Herr Revd. Dr. Hermann Adler die Gesellschaft mit seinem Besuche beehrte und eine sehr belehrende nm-n hielt. Es waren noch mehrere Prediger und Talmudgelchrte anwesend, von denen wir nur der Kürze halber den sehr beliebten Revd. Mr. Berliner (Känzelredner der St. John's Wood- Synagogne) benennen. Auch in der City befinden sich, außer den zahlreichen polnischen nron noch manche deutsche Vereine für sirms-» pp, worunter besonders die von den Herren: B. Wechsler und Solomon Herz gegründete rrv.rt> QDp rran rühmlichst erwähnt zu werden verdient, indem dieselbe in beträchtlicher Zunahme begriffen und in Folge dessen ein größeres Lokal zu micthen genöthigt ist. Mesopotamien. Hara». pb btt rro zr^n *npa ycvm nnja runn t.s „Und nun mein Sohn, höre auf meine Stimme und mache Dich auf und flüchte Dich zu meinem Bruder Laban nach Haran." So sprach Rebekka zu ihrem Lieblingssobne Jakob, der sich auch sogleich bereit erklärte, den Rath der theuercn Mutter zu befolgen. Es war dies aber auch keine kleine Aufgabe für unfern Stammvater, von Berfeba, wo seine Eltern damals wohnten, zu Fuß nach Haran zu gehen. Die Entfernung zwischen diesen beiden Ortschaften bettagt in der Luftlinie neunzig, in der Wirklichkeit aber, wenn man die Route mißt, die Jakob eingeschlagen, ungefähr hundertundfünfzehn deutsche Meilen. Diese Sloute ist wahrscheinlich dieselbe, welche noch jetzt die von Palästina nach Nord- Mesopotamien ziehenden Karawanen eingeschlagen und welche tbeilweise auch die von Damascus nach Haran und Urfah (dheo ms) verkehrende türkische Post verfolgt. Jakob überschritt demnach nahe dem Tibenassee (mrj er) den Jordan, ging dann durch Galiläa nach Damascus,' von dort durch die Wüste nach Palmyra (unn) und Zajibeh, wendete sich dann dem Euphrath (vun) zn, überschritt denselben bei der Stadt Rakka und ging dann nach dem neun Meilen entfernten Haran.*) Da derselbe nun diese *) ANN«, der Red.: Nach der Tradition ist Jakob nicht direct nach Haran gereist, sondern hat sich zunächst nach dem t'chrhausr seine- Stammvaters <$btx begeben, woselbst er 14 Jahre

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