Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 15 (22.2.1886)
- Date
- 1886-02-22
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Hürtergrrmde finbStc selbst, der die Scene zeichnet. — Herr, Sie hüben jetzt erst Ihren rwenttiches Beruf geftmden; Sie werden ein Meister im Genre sein." Unheil entzückt unch."" „Verküufen Sir wir daZ Bild!" „„Gern."" „Was fordern Sie dafür?" „„Ich weiß nicht, was ich fordern soll."" „Mr. Allemand, bestimmen Sie den Preis; aber bedenken Sie, daß ich kein Freund von hohen Preisen bin; auch erlauben meine Mttel nicht, exorbitante Forderungen zu befriedigen." „„Mr. D.,"" sagte Alfred, „„gestatten Sie mir, daß ich Ihnen dieses Bild zum Andenken an diese n'.ir äußerst werthvolle Stunde verehre."" „Nein, junger Freund, der Preis wäre mir zu thcuer; ich wäre dann verpflicht^,: Sie zu protcgiren und zu empfehlen, und wer weiß, ob die Zukunft hält, was die Gegenwart zu versprechen scheint. Also Mr. Allemand, bestimmen Sie den Preis!" „„Ich meine,"" sagte der Gemäldehändler, „„daß 3000 Frs. ein wahrer Spottpreis für dieses Kleinod ist, daß aber Herr Mendel, in Anbetracht der Berühmtheit, die ihm durch den Ankauf von Seiten unsres Freundes D. sofort zu Theil wird, sich damit begnügen soll."" D. zog seine Brieftasche, zog drei Bankbillete ä 1000 Frs. hervor und überreichte sie Mendel. „Schicken Sie mir sogleich das Bild in meine Wohnung. Wie werden mich meine Freunde um diese Entdeckung beneiden! Adieu, meine Herren!" Er hüpfte davon. „Mr. Allemand," sagte Mendel, „gestatten Sie mir, Ihnen eins von diesen drei Billetcn als Provision anzubieten." „„Kein, mein junger Freund, das grßEr nicht. Ich bin ungemein erfreut, daß Alles so gekommen. Sir sollen scheu, Ihr GW ist und daß dem so ist, das ist mir Provision" §LLg. Aber eine Sitte habe ich an Sir. Bcharrrn Sir nicht nur in der Kunst, sonders auch irr rrltzwsrr Bezichung auf dem neuerdings von Ihnes emgrschlageuem Wege. Sie werden jetzt bald ein berühmter, ein gesuchter Meister sein. Mancherlei Verführungen, vor denen Sie bisher durch Durckelheit und Ärmuth gesichert waren, werden jetzt an Sie heranttetcn. Seren Sie auf Ihrer Hut!"" „Ich danke Ihnen für den guten Rach; ich werde chn befolgen. Doch brauchen Sie für wich nicht zu fürchten. Ich bin gefeit gegen jede Versuchung; ich liebe ein braves, fromme?, tugendhaftes Mädchen." „„Da gratulire ich Ihnen. Sie dürfen jetzt bald Hochzeit machen. Schon in wenigen Tagen werden Sie mit Bestellungen überhäuft werden. Da D. Ihr Bild gekauft hat und stolz auf fernen Erwerb ist, so werden alle Liebhaber und Sammler in ganz Paris nicht schlafen können, solange sie nicht Bilder von Ihnen besitzen. — Aber, noch Eins: übereilen Sie sich nicht, legen Sie sich nicht auf den Erwerb; Sie könnten sonst Ihr schönes Talent ruiniren."" „Sie haben Recht. Buch ich babe an Sie eine Bitte: Ich werde kein Bild verkaufen, ohne daß Sie zuvor den Preis bestimmt hätten, und dann, dürfen Sie die Provision nicht zurückweisen." „„Ich verspreche cs Ihnen-. Was soll mit Ihrem zerschnittenen Bilde geschehen? Sie könnten es leichtlich wieder ausbeffern."" „Nein, nein, es soll der Vernichtung auheimgegeben werden. Werfen Sie es in's Feuer." (Fortsetzung folgt.) .Der Israelit* erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oestcrreichische Banknoten laut CourS. — Directe Francszusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. Lsterr., für'S Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hauptblatt): Leitende Artikel: Machazith Haschekel. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen : Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. Burgpreppach. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Wien. Preßburg. Szilasch- Dolhasch. —Italien: Rom. — Frankreich: Paris. — England: London. — Rußland: Petersburg. Wilna. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Der Maler. — Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Worms. Berlin. Tuchel. — Rumänien: Bukarest. — Feuilleton: Ein Brief von Erömieup. — __ Verantwortliche Redaktion: Pr. Lehmann in Mainz. — Expedition große Bleich« Rr. 45. Druck und Verlag von Oscar Lehmann in Mainz. (Hierzu eine Beilage.)