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Der Israelit · 1886-02-18 · Heft 14 (18.2.1886) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 14 (18.2.1886)
Date
1886-02-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Iraner in Halstrs, mit groger SRüjßrität güneMt worden, ^rr Ssser M berühmt darrch fein Werk vpr€ imk durch fein öewZLrrcs NednerLa- Inrt * S. H. KrsZLL, 3. Februar. Der aus demPrszesse Ritter bekannte, der Ermordung der Franctsea Mmch mitbeschuldigte MarceÄ Stochlinski ist gestorben. Frankreich. Paris. Die Erben der verstorbenen Herren Emil und Jsaac Percire haben Frankreich ein in Jerusalem unter dem Namen „Qdour—ei—Molonk" Gönigsgräber) bekanntes Denkmal geschenkt. Auf Veranlassung des berühmten Archeologeu Herrn de Saulcp, welcher diese Gräber als die der Könige von Judah hält, hatte sie Herr Jsaac Pcrire angekauft, und damit diese in ihrem jetzigen Zustande erhalten bleiben, hat die Percir'sche Familie dieselben der französischen Regierung übergeben. Paris. Seit vergangenen Montag zählt das Institut von Frankreich einen Israeliten mehr zu feinen Mitgliedern. Die Akademie der Wissenschaften hat Herrn Professor Gabriel Lippmann zu ihrem Mitgliede ernannt. Griechenland. Korfrr. Unser verehrter ObnTabbkner (Rabbiuo Maggiore) G. E. Levi ist von seiner zmn Besuche seiner Familie nach Italien unternommenen Reise wieder in Mitte seiner Heerde zurückgekchrt, die ihm einen herzlichen Empfang bereitete. Außer den Mitgliedern unseres Vorstandes hatten sich zur Begrüßung des allgemein beliebten Oberhirten auch der hiesige griechische Erzbischof, Monsignor Eustasias, der Kräscct, der commandircnde General, der italienische Consul und noch viele andere Notabikitäten eingesunden. Es zeigt dieses deutlich, daß zwischen den Conscssionen hier der vollste- Frieden herrscht, und daß die Juden Korfus eine sehr geachtete Stellung einnehmcu. — Angeblich seiner geschwächten Gesundheit wegen, die ihm nicht gestattet, sich noch länger der journalistischen Thätigkeit hinzugeben, hat unser Oberrabbincr den Entschluß gefaßt, die von ihm bisher hiit großem Eifer und auch manchen Opfern redigirte jüdisch-italienische Zeitschrift „Mosö" gänzlich entgehen zu lassen. Es ist dies cm fast unersetzlicher Verlust für die Juden Griechenlands, die im „MosS" ihr einziges religiöses Organ hatten. — Ihrem patriotischen Hcrzensdrange folgend, haben sich auch viele Jünglinge unserer Gemeinde in die Armee einreihen lassen, um so ihr Blut für das heißgeliebte Vaterland vergießen zu können. Ebenso hat auch der vom hiesigen griechischen Erzbischöfe erlassene Lufruf zur Spendung von Liebesgab«! ftir die Armee eine frcundLtze Luft nähme bei den Inden hier gesunden, die sich mm beeilen rr _nre2 tth ihr Schärffem in Baargeld oder in Emecten ans den Altar des Batcriandcs mederzulegen. R u ß I and. In einer Polemik mit der »Nowose Wremjä" über die Jndenftage läßt sich das offiziöse Organ des russischen auswärtigen Amtes, das »Journal de St. Petersburg" in sehr bcmerkcnswcrther Weise folgendermaßen vernehmen: Die »Rowoje Wremja" verliert bei ihren Beschuldigungen aus dem Auge, daß die Lage der Israeliten in unseren westlichen Provinzen in engem Zusammenhang mit den ihnen vorgeworfeneu Fehlern steht und, das; bei einer rationelleren Bertheilnng der jüdischen Bevölkerung, diese Fehler von selbst sich abschwächcu Werden. Da die Juden bei Eoncentrirung der jüdischen Elemente auf einzelne Provinzen nicht genügenden Brod-Erwerb. finden, so ist cs ganz natürlich, daß sie bei ihrem ausgesprochenen Hang zum Handel Alles versuchen, um sich einen, zudem noch kärglichen Gewinn zu sichern. Durch Jahrhunderte hindurch sind diese Gewohnheiten der zudem in kultureller Hinsicht niedrig stehenden jüdischen Bevölkerung der westlichen Provinzen gleichsam in Fleisch und Blut übergegangcn. Von dem Augenblick an, wo die Israeliten einen integrkrenden Thcil unserer Bevölkerung bilden'und rnsiischc Untcrtbancn sind, liegt's da etwa nicht im Interesse des Staates, dieselben aus ihrer Jsolirtheit.zu befreien, um einst für das ganze Reich daraus Vortheil erzielen zu können? Wenn einmal die Juden überall im Reiche frei sein und dieselben Rechte wie die übrigen Untcrthanen genießen werden, so wird diese intelligente und arbeitsame Race sich in Rußland ebenso nützlich machen wie sie zum Beispiel in Frankreich und England ist und wird sicherlich die ihr bei uns stets gemachten Vorwürfe zu Schande machen. Natürlich könnte ein solcher * Umschwung nur allmählich vor sich gehen. Die von der Elite der Provinz-Administratoren vorgcschlagencn Maßregeln zur Juden-Emanzipation in diesem Sinne sind daher, es möge der „Nowoje Wremja" gefallen oder nicht, weise und vernünftig. Jaltouschkow. Die Provinzregierung hatte vor einiger Zeit an die hiesigen Beamten die Ordre zugehen lassen, dafür zu sorgen, daß christliche Per-

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