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Der Israelit · 1886-02-18 · Heft 14 (18.2.1886) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 14 (18.2.1886)
Date
1886-02-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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fönen bei Juden in kein dienstliches Berhaltniß treten, und dastda, wo es schon geschehen ist. die sofortige Entladung zu vcravlaffcn sei. Die Lokalbchördcn Haben dm Befehl stricte ausgeführt. Tn r k r i. Konftantiuopel, 2. Februar.*) Heber den am Samstag hier statlgefundenen Ball der hiesigen demsch - jüdischen Gemeinde berichtet die amtliche „La Turquic" heute Folgendes: „Wie noch jedes Jahr seit seiner Gründung gab das Eomite der in der Jazidschistraße befindlichen deutsch-jüdischen Schule unter der Ilcberwachung und mit der Beihilfe der „Alliance Jsraelitc" auch diesen Samstag im Diuuizipalgarten der Pctirs-Champs zu Para einen Ball unter der hohen Patronage Sr. Excelleuz des Baron Ealice, österreichisch-ungarischen Botschafters. Die eigentliche Commission, die mit der Organisirung dieses Festes betraut war, hat sich, wie noch immer, vervielfältigt, um demselben nur allen wünschenswerthen Glanz zu geben, und Dank der Thätigkeit und dem Eifer des Herrn Roseuthal, ihres Präsidenten, kann man sägen, daß dieselbe vollkommen reussirt hat. Der glänzend erleuchtete Saal war geschmückt mit zahlreichen Teppichen, welche der Groshändler Soumahi grvßmürhigst dem Eomite zur Verfügung gestellt hat. Sehr bemerkt wurde unter diesen Teppichen, die einen großen Werth hatten, derjenige, welcher die Loge des Botschafters schmückte und der. die Namenschiffre 8. 0. (Baron Ealice) eiugestickt trug. Dessen Preis soll nicht weniger als hundert türkische Pfund betragen haben. Se. Excelleuz, BaronEalice, der unpäßlich war, ließ sich durch seine zwei Secretäre, den Grafen Göddel und Baron Eall, vertreten. In der Begleitung Beider befand sich die Baronin, deren Anmuth und Eleganz allgemeine Bewunderung erregten. Unter den zahlreichen distinguirteu Personen, die das Fest mit Ihrer Genenwart beehrt haben, wollen wir nennen: Se. Excellenz, den deutschen Botschafter, Baron Nadowicz, mit der Frau Botschafterin, die Tochter des schwedischen Gesandten, Frl. Ehrenhoff, den Grafen Szechenyi Pascha mit Familie, die Fa- /milieu Feruandez, Traub, Adler, Rosenthal, Barker, Seefelder, Ternau, Bey u. f. w. Die Toiletten der Damen, welche die Gallerien und die Logen füllten, waren die reichsten, die elegantesten. Im Saale sah man auch sonst eine große Anzahl von hübschen Eostümen, die von jungen und hübschen *) In Holge von Schneeverwehungen auf der Bahn Darna- Rustschuck ist die türkische Post um einige Tage spater ringekang«. Damen auf eine elegante Weise getragen wurden. Vom Beginne des Balles bis zu seinem Ende, das heißt, bis nach fünf Uhr Morgens, waren die Tänze sehr belebt, selbst nach der großen Ruhe; eine freie Fröhlichkeit ohne Beschränkung hat nicht ansgchZrr zu herrschen, sowohl im Tanzaale, wie in den Salm, die als Büffet, als Rauchcabinebe und als Restaurant dienten. Im Allgemeinen haben wir da ein charmantes Fest gesehen» ohne Lärm, ohne unangenehme Zufälle und dies Alles verdanÜ man den guten Vorsichtsmaßregeln, die bei dessen Organisirung getroffen worden sind, so wie auch der außerordentlichen Höflichkeit, mit der die Herren Comitömitglieder ihres Amtes gewaltet haben. Das Erträgniß des Festes, mir Inbegriff der Jux-Lotterie, wird vierhundert türkische Livres (achttausend Mary überschreiten. Es ist dies eine erfreuliche Spende für die deutsch-jüdische Schule und für die Kinder , die selbe besuchen, in einer Anzahl von 180—200. In diesem Institute werden Unterricht und die Hilfsmittel dazu gratis gespendet, und wie wir hören, wurden erst letzthin, achtundfünftig Knaben, Söhne von Arbeitern und Beamten, aus dem Sparpfennige der Schule bekleidet. Die ComitL-Mitglicder dürfen sich glücklich schätzen, da sie ihre Anstrengungen durch die ihnen gewährte Unterstützung des Publikums von Erfolg gekrönt sehen, und die Kinder wieder, welche von der Schule gespendeten Wohlthaten profitiren, müssen die Männer segnen, die sich ihrer Angelegenheit so eifrig widmen. Die Gesellschaft im Allgemeinen muß sie wieder loben wegen ihres Eifers und von diesem Lobe gebührt ein besonderer- Thei! Herrn Rosenthal, der sich so viel Mühe gegeben hat, um das Resultat zu erzielen, das dieses Fest, von dem wir soeben gesprochen haben, geliefert hat." ir machen unsre geehrten Leser auf die Annonce beä Herrn Wolpert in Schmalkalden aufmerksam. Briefkasten der Redaktion. Auf vielfache Anfragen die Mittheilung, daß die Volksausgabe der Pentateuch - Ucberseyung und - Erklärung von Herrn Rabbiner Hirsch noch nicht erschienen ist; sobald sie erscheint, wird sie in diesen Blättern angezeigt werden. Herrn Ph. Kerpel in Oedenburg: Sehen Sie gef. im tes iu*nn nach, und Sie werden die sieben rabbinischen Gebote genau so angegeben finden, wie sie in Nr. S des „Israelit" verzeichnet stehen. Briefkasten der Expedition. Herrn Ob—y in H—S 3 Mark erhalte,t.

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