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Der Israelit · 1886-02-18 · Heft 14 (18.2.1886) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 14 (18.2.1886)
Date
1886-02-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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»ach ferner Mchr»»g sch»» gehäbt, »»fe vo» Tag Tage «chr habe». Z« eS »ichS, venu — was SsNschüÄ feer FrL ist — der L)rd»Z»de» feLferrch, dar: ne fich ihm Lvschlr-ssr», vv» der Lpostape gcrencr, L»drre veranlaß» Lar, vv» nur» ab rurt »och -zz3 j» er»cn s. L-eL ganze Kimal des Ordens, d. h. ferS- »enige, rsas in de» Sirnsgen von dem Präfidemea der» Benin» und Schloß der Bermhunge» vovgerrvge» wird, ift »ichrZ weiler als eine AusaMrncNseynrrg vo» =?ct, ift eine ErnsLarftmg, daß wir Juden Md, als Inden uns fühlen nnd bewähren, nnd das, was wir in dem Lande vorgcschrrcbea erhallen, im Leben bewähren sollen. Nirgends eine verschwommene Gefühlsduselei oder ein flacher Kosmopolililismus; sondern in Allem nnd Jedem echtes, rechtes jüdisches Empfinden. DaS Pasnerwott. d. h. das Grkennnngswon, ist ein p-ur, die Ansprache des Präsiden len au das önzuführende Mitglied beflebr fast ganz aus rrcc sc. Bedenken erregt vielleicht noch das »mystische Dunkel, das die Vereinigungen umgibt.'" Nun, die Logen — das ist ein Grundgesetz —.find keine geheimen Dcreinigungcn. Das Formelwesen beschränkt sich nur öiif die Erkennnngszcichen. Lcdcnkr man ober, daß jede Loge'die Pflicht hat. ein Mitglied des Lundes (es mag nun zu dieser oder zu einer andern Loge gehören), auf das Allerausgiebrgfle zu unterstützen, so find diese Erkennungszeichen nölhig. um Unfug und Betrug zu vermeiden. Im llcbrigen find diese Erkennurrgszcichen von sehr, sehr untergeordneter Bedeutung und machen das Wesen des Lundes durchaus nicht ans.'" Wir haben zu den beiden hier mitgcthcilten Aeußei'un.qen noch einige Bemerkungen hinzuzusügcn. Zn beni ersten derselben werden die Logen dafür verantwortlich gemacht, daß inAmcnka das jüdischreligiöse Leben so sehr gelitten hat. Dieser Vorwurf scheint zn weit zu gehen. In der That liegen die Ursachen ganz wo anders nnd sind in den Verhältnissen zu suchen, welche die Einwanderer in der neuen Welt vorfanden. Viele jüdische Auswanderer hatten schon in Europa das himmlische Joch abgeworfcn, andere cmancipirten sich schon auf der, in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts so langen und beschwerlichen Seereise von. den jüdischen Speisegcsctzcn, wieder andere ernährten sich drüben vom Hausirhandcl in Gegenden, in welchen sie viele Monate lang keinen Juden zu sehen Gelegenheit hatten; 'sic selbst vergaßen in Folge dessen die jüdisch-rittlcllen Gesetze. So waren die Begründer der meisten jüdischen Gemeinden in Anierika beschaffen. Auch die Rabbiner nnd Prediger und andere Gcmeindcbcamte, welche sich zur Auswanderung entschlossen, gehörten zumeist nicht der orthodoxen Richtung au. Es ist daher-nicht anzunchmcn, daß der in Rede stehende Orden in Amerika in jüdischreligiöser Beziehung irgcndlvie geschadet hat. Eine andere Frage aber ist cs, ob wir diese amerikanische Institution nach Europa importiren lassen sollen. Wenn unsere Alten wohlthätige Vereine gründeten, so waren sic ängstlich darauf bedacht, daß in diesen Wohlthätigkcits-Vcrcincn neben dem Gcmiluth Cheßed auch Thora und Aboda ihre Pflege fanden. Jede Berrdrgrmgsbrüderschast, jeder Kraukenpflegcverrin, jeder Brrem Kr Ausstattung von armen Brauten 2c. stellte zugleich einen Rabbi an, welcher in regelmäßiger Wiederkehr für die Verrmsmttglieder beehrende Vorträge halten mußte und verband damit zugleich gottesdienstliche Vereinigungen (arg® len rc.). Unsre Alten wurden dabei von dem richtigen Grundsätze geleitet, daß eine Vereinigung, lediglich zu wohlthätigen Zwecken, die Gefahr in sich berge, daß man die Pflichten des JudcnthumS ausschließlich in der Wohlthatigkeit finde. Wie groß wird erst diese Gefahr, wenn man sich mit von dem Rcligionsgesetze Abgefallenen verbrüdert. Der Verthcidiger der Loge hat, wie oben mitgetheilt, es getadelt, daß wir bei gesetzestreuea Juden so wenig Widerstandskraft voranssetzcn nnd deßhalb in dieser Verbrüderung eine Gefahr erblicken. Wir aber stehen in dieser Bcsorgniß auf dem Standpunkte unsrer Weisen, die da lehren: „Vertraue Dir nicht selbst bis zum Tage Deines Todes." Wir beten täglich zu Gott, daß Er vor Versuchung uns behüte. Wenn die Versuchung dennoch naht, so muß sic überwunden werden. Unverantwortlicher Leichtsinn wäre es, sich freiwillig der Versuchung auszusetzen. David, der Mann nach dem Herzen Gottes, hat die Versuchung hcrausgefordert, und hat hart und schwer dafür büßen müssen; Jochana», der Hohepriester, war dis'in sein spätes Grcisenalter ein frommer und heiliger Maim und wurde gegen das Ende seines Lebens von den Sadducäern verführt. Unsre geehrten Leser sehen, daß die angeregte Frage noch sehr der Erwägung bedarf. Schon werden in mehreren deutschen Städten Schritte gethan,. um daselbst B'nc-B'rith-Logcn zu gründen. Es ist zn wünschen/ daß über dlcseS wichtige Thema noch mehr sachkundige Männer sich ausspreche». Zeitungsnachrichten nnd Correfpondenzen. D e n t s ch (an b. Berlin, 14. Februar. Auch am letztvergangcncn 7. Adar, dem Todestage unseres großen Lehrers Moses, hielt Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer eine Gedächtnißrede auf die im verflossenen Jahre dahingcschicdcnen Edlen in Israel, die im Dienste ihres Glaubens gelebt und gewirkt, haben. Die Beth-Hamidrasch-Synagoge, woselbst ' in diesem Jahre die Tranerfeier stattfand, war. in allen ihren Theilcn von einem dichtgedrängten Pub- Iifum überfüllt. In Anknüpfung an das Wort der

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