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Der Israelit · 1886-02-15 · Heft 13 (15.2.1886) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 13 (15.2.1886)
Date
1886-02-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
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217 ncskr brr game PesteLench m der Schule gttHtt wertes WunLe, dsch der VmvlEühWZ bkh§ Wunsches ücßta groß? SLwieriLeiiM^ c&tfitgtn, Mangel m Zeit mh die ML der Massen la^sn drM Ziel nicht crreichks:^ Vir wüßten jsmgt&s» feine Schule, die beim bemn Willen rmd rrgsten Znterrfle für diesen Gegenstand dieses fertig brächte. Lor dreißig bis vierzig Jahren ging es, fetzt geht es nicht mehr, die Ansprüche an die Schul« sind zu sehrgewachsen. Doch wird rin gründlich« und rattonell« Unterricht, der dem Schüler in einer ihm verständlichen Uebersetzung einen größeren Theil des Pentateuchs übermittelt ,~ demselben einen so reichen Wörterschatz liefern, daß er im Stande sein wird, selbstständig die in der Schule nrcht dnrchgenommenen Abschnitte im Urtext mit Verständnis zu lesen. Für die Schule bleibt immer noch eine große Arbeit übrig, und die Arbeit wird besonders da immer eine schwierige bleibe», wo die Schule als Religionsschule sich für ihre Aufgabe mir einer verschwindend kleinen Zahl von Stunden begnügen muß. Wer hier Mittel zur Förderung der Arbeit bietet, der soll willkommen sein. Und so heißen wir auch den von Rabbiner Soudheimcr für den Schülgcbrauch bearbeiteten Pentateuch willkommen. Die Auswahl hält sich an der vom Bad. Großh. Obcrrath der Israeliten im Lehrplan getrogenen Auswahl-fügt aber noch Einiges hinzu: cs sind ausgenommen das 1. B. M. fast ganz, vorn 2. B. M. 24 Kapitel, vom 3. B- M. ungefähr 7 Kapitel, vom 4. B. 19 Kapitel und vom 5. B. M. 29 Kapital. Der Zusammenhang ist durch Inhaltsangabe aller Kapstel des ganzen Pentateuchs gewahrt und für den Privaiflciß find die Präparationen der nicht aufgenommencn Abschnitte sehr dienlich. Jede Seite ist in zwei Columnen gecheckt, von denen die eine den Text, die andere die Uebersetzung enthält, doch so durch den Druck vertheilt, daß übersichtlich und gut «kennbar die Uebersetzung den: Texte gegenübersteht und so die Vorthcile einer Interlinearübersetzung bietet. Der Vers, verwahrt sich in der Vorrede entschieden gegen die Unterstellung, als ob dieses Buch dazu dienen solle, km Lehrer die Arbeit adzunehmen und sie auf den Schüler zu wälzen, so daß dieser etwa dazu anzuhaltcn sei, nicht in der Schule Dnrchgenommcncs an der Hand dieser Ucbersetzung zu Hause zu üben und vorzubereiten, die Ucbersttznng soll nur dem Schüler für die Wiederholung des in der Schule bis zur Festigkeit Geübten eine Nachhülfe sein; die Wiederholung des Gelernten in der Schule darf nur aus einem Texte vorgenommen werden, bei dem sich keine Uebersetzung befindet. Wir möchten hierzu Vorschlägen, daß auch während des Unterrichtes selbst nur ein Text-vLm benutzt weide. Nst Text. mit LköersetzmZ in der Stunde ist ganz dazu eMZechan, die Lufrn«kfaMBt sspikmen, namentlich von dem, was der Lehr« noch erklärend einMfügeu hat; sicherlich aber werden die Kind« dadurch entwöhnt, stramm auf den Lehrer hinzuhören, und gerade diese Schülettugend zu üben, sollte in kein« Stunde außer Acht gelaffen . werden. Ein Anhang gibt das Wichtigste aus d« Elementar-und Formenlehre der hebr. Spracht. Für den Standpunkt, für welchen dies« Anhang berechnet ist, hat der Derf. zu viel gethan; hi« hätte alles außer den Paradigmen fottbleiben können, da sich die anderen Regeln und Bemerkungen noch best« sagen lassen und zwar gelegentlich, als sie hi«, aufgezählr, dem Verständnis dienen. Es soll Za keine Grammatik sein, wozu also die Regelaußftellung. Manches sticht geradezu gegen die übrige dürre Nebeneinanderstellung der Regeln sonderbar ab. Was sollen die Kinder mit den Erklärungen der Buchstaben alsursprünglicheBezeichnnngfürGegenftändemachen? Kann sich ein Kind denken, wieso n ein Rind ursprünglich bedeute oder p ein Auge? Was dem Kinde nicht klar werden kann — oder soll man mit ihm behufs der Klarstellung das phonizische und althebräische Alphabet durchnehmen? — Davon soll man auch nicht mit ihm sprechen. Daß die Segolatformen ursprünglich einsilbige Worte feien, gehört wohl in eine Grammatik, aber nicht hierher. Als Musterwort für die Conjugation des regelmäßigen Verb hat der Vcrf. nach dem Vorgänge Gesenius' gewählt; wir wissen wohl, daß dieses Wort grammatisch trefflich els Mnfterwort zu gebrauchen, daß bei'QL', was jüdische Grammatiker als Musterwort gewählt haben,' der b>zr\n mit seiner Lautversetzung störend ist; doch, war wohl ein gewisses Zartgefühl'die Ursache, daß man nicht zum bequemeren Watte gegriffen und mit der Wahl des hqv lieber etwas Mühe und Arbeit in den Kauf genommen hat. Dieses alte jüdische Zartgefühl auch bei so kleinen Anlässen wie hier bei unfern Kindern zu pflegen, dürste auch heute noch nicht überflüssig sein. Hoffentlich wird der Vcrf. bei einer neuen Auflage, die wir dem Buche, das in Religionsschulen segensreich wirken kann, schon bald wünschen, auf unsere kleinen Ausstellungen, besond«s auf die letzte, thunlichst Rücksicht nehmen, es wird demselben nicht zum Schaden gereichen. S

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