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Der Israelit · 1886-02-04 · Heft 10 (4.2.1886) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 10 (4.2.1886)
Date
1886-02-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Ziegel verletzt« fuuf Sinder, vier leicht, ein« Suades NsmerS Landauer aber so schwer, daß an den« Aufkomm« gczwcifclt wird. Die morsche Mauer war durch das Schmelz« des Schnees ganz unterwasch«, und dies führte den Einsturz herb«. Die Behörde verfügte sofort die Sperrung der Schule, da das ganze Haus einzustürz« droh:. B 2 I 5 a r i e n. Sofia. Iu der amtlichen Zusammenstellung über die Nationalität und Konfession der Soldat«, welche im letzt« Kriege auf Seite der Bulgaren .kämpft«, heißt es: „dreihundert Juden, welche in Bulgarien ansässig sind, haben besonders tapfer gekämpft und Fürst Alexander nannte sie in seiner Ansprache: „Ihr tapse« Makkabäer!" Wir sind neugierig, ob der bulgarische Correspondent der „Köln. Ztg." seine diesbezüglichen entgegengesetzten Angaben Zurücknehmen wird. Babylonien. Hilleh <Babel) am Euphrat, nnw by nrsrö Exny by ns iroa 'u'22 m 1:2^ er' ton nncr tu irmr uiVxrer *2 irnrnm^n <?s tud iä rr» „An den Strömen Babels saß« wir und weinten, als wir an Zion dachten. Auf den Weid« daselbst hängt« wir unsere Harfen auf, denn dort forderten unsere Gefangcnführcr Worte des Gesanges, vonuns,.und.unsere Kettcnschließcr voller Lustigkeit: „O, singet doch etwas von Zions Gesang!" Noch heute finden sich zwei Stunden nördlich von hier am rechten User des Euphrats und hart an der Straße, die nach Syrien führt, ein langgestrecktes Wäldchen von Bachwcid«, welche in Folge der Nähe des Wassers stets grün sind und üppig gedeihen. Diese Weiden gehören somit zu jenen, unter den« einst die Leviten saßen und bitter weinten, als sie an Zion, an dessen Größe und Herrlichkeit, dacht«. Noch heute betrachten es die Frommm unserer Gemeinde als eine besondere nu», die zum Lulab Und dann auch die. am M naynn nöthigen Bachweiden aus dem bezeichnet« Wäldchen holen zu lassen, um so jene Weiden zu. benützen, an d«en einst die Tempelharfen hingen. Von diesem Weidenwäldchen aus erblickt auch der vom Norden, von Palästina kommende Reisende, 'zum ersten Male Hilleh, den traurigen Ileberrest. der weltberühmten und weltbeherrschenden Stadt Babel, der Residenz Nebuchadnezar's, des ersten Vernichters unseres politischen Daseins und des Zerstörers Jerusalems und des heiligen Tempels. Heute sind von Babel nur noch Ruinen und Trümmerhaufen vorhanden, die sich meilenweit ansdehnen und in der« Mitte nun Hilleh liegt. O, wie wahr hast du hellsehender Jcsaias gesprochen, als du verkündetest: 72s -22 .tw rw n*® r$x trp6s« rcsre2 crao msen raefcso mnj? „Und Babel , die Zierde der Reiche Md der Skchm der Herrlichkeit der Chaldäer wird gleich« dem einst von Gott umgestürzt« Sodom und Gomorah." Aus der ehemaligen Millionenstadt ist mm ein Seines türkisches Landstädtchen mit 20,000 Emwohnem, unter denen sich 2,000 Juden befind«, gewordm. Letztere bewohn« hier «u eigmes Stadtviertel, das aus mehreren Gassen besteht, und das, der Ueberlieferung nach, auf demselben Grund und Boden lieg« soll, das einst ihr« Bäte«, als sie von Je«salem als Kriegsgefangenen hieher gebracht wurden, von Nebuchadnezar zur Ansiedelung darauf angcwies« ward. Unter diesem Könige mag mm das Judenviertcl Babels eine Ausdehnung von etlichen Strmden gehabt haben, denn viele Anzeichen sprechen dafür, daß sich dasselbe damals bis zu dem vier Stunden von hier entfernt« $>22 b-uo (babylohnischen Thurm), Birs Nimrud (Nimrud's Burg, so nenn« die Araber noch heute diesen Thurm) erstreckt, und damals dürste auch das Dorf Tschiflik, das fünf bis sechs Stunden von hier entfernt liegt und in denen sich das Grab von &p?rr (dem Propheten Ezechiel) befindet, noch zur Stadt Babel gehört und eine Vorstadt derselben gebildet haben. Nahe dieser Vorstadt dürfte sich auch der Friedhof der Juden befunden Hab«, und so kam cs, daß dieser Prophet, der doch unserer mündlichen Ueberlieferung nach irra lrrox rrnen, hier in der Stadt Babel selbst gestorben ist, so weit von derselben begraben wurde. In dem Judenviertel hier befinden fich zwei Synagogen, von denen die eine nom rre x’2jn bapvrr bu das Bethaus des Propheten Eze- \ chiel benannt wird, weil dieser Prophet in derselben seine Andacht verrichtet und zuweilen, besonders am Neujahrs- und Versöhnungstage, hier auch als Vorbetcrfungirt haben soll. Noch heute zeigt man in dieser Synagoge auf der rechten Seite vom p'« amprs (der heiligen Bundeslade) ein« Stein, auf dem dieser Prophet gestanden, und von dem aus er, da er ein Priester (jro) war, der Gemeinde seinen Segen gespendet haben soll, ^2 nnx-> ry nrx, Heil dem Auge, das dieses Alles mitangcschaut hat! Dieses Bethaus mag nun im. Laufe der seither vergangenen drei Jahrtausende mehrfach überbaut und renovirt worden sein, aber jedenfalls, dafür spricht auch dessen Unterbau, steht es noch auf demselben Platze, auf dem es einst von den i-22 'bn (Exilirtcn Babels) erbaut worden ist. Die jüdische Gemeinde von Hilleh ist im Kleinen das, was Bagdad im Groß« ist, eine bnro Dtti -ry (Mutterstadt Jsrael's,) denn ihre Chachamim, wenn

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