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Der Israelit · 1886-01-18 · Heft 5 (18.1.1886) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 5 (18.1.1886)
Date
1886-01-18
Page
– (sequence 10)
Language
German
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lieber rasa “.nxa sterben, indem er sich erst am Anfänge seines Schaffens und Wirkens glaubte. In Wirklichkeit könne man ihm aber wie einst dem Köii’*ß ,rvp7r, eine m:n -sd beilegen und sagen 2"p .-na irrer ns rr. Vom Schmerze fast überwältigt ruft der folgende Redner, Herr Rabbiner Adler— Ditzingen: röii'psb- '^p bcimnc^ 'r rc?t*. — Ans zwei frischen Wunden, die ihm erst vor Kurzem der Heimgang zweier Schwager und Studiengenossen des Rabbi Teckel Bamberger in* Frankfmr nnd des Rabbiner Hirsch^in Burgpreppach geschlagen, blute ihm das Herz und nun siehe er betroffen an dem Sarge eines nicht weniger geliebten Freundes, von dem er sagend konnte '>-,ranx nrucs:. In gleiche Klage brach Herr Lehrer Unna—Würzburg ruit den Worten pn2r>rs vx ans und kennzcichncte den Verlust mit .der Bibelstellc n-tv je»-iNao spy*, der hauptsächlich im Kager der Frommen schwer empfunden werde, ähnlich wie die zurückgebliebenen Frommen in jer *wa, ein pnsr und eine npan. Dann sprachen noch Herr Dr. Tachauer- Würzburg und Herr Jos. Fromm-Frankfurt. den Trauerakt mit ergreifenden Worten beschließend. Roch Manchcrshätte dem thcureu Entschlafenen gerne den Schcidegrnß gewidmet, und dem allgemeinen Schmerze Ausdruck gegeben, wenn die Zeit nicht zu sehr vorgerückt und die rauhe Witterung den Schluß nicht geboten hätte. Er ist nun hcimgegangen zu den Fromme» -r o «vfr er ging seines Weges, deiner sich von Anfang an vorgezcichnet und auf dem ihm begegneten die Engel Gottes, die er geschaffen durch seine n'2'ü ß'Bßto; sie werden ihn hinbeglcitcn vor den göttlichen Thron, um sich zu erfreuen an der Herrlichkeit Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Möge es den bernfcnen Stellen gelingen, einen Manu an die entstandene ifücfc zu stellen, der in gleicher Weise es versteht, das begonnene Werk fortzusctzen, cs zu vervollkommnen und seiner Aufgabe entgegen zu führen! Scherweilcr. (Nuter-Elsaß), Januar. Unsere Gemeinde hat in der lebten Zeit herbe Verluste erlitten. Im Vaufc von 12 Tagen hat der nncrbittliche Tod in ein edles, echt jüdisches Familicnhans zweimal seinen Einzug gepalten und zwei edle Menschenleben. Herrn nndFran Ecrf Vloch, dahingerasit. . R, volle Jahre der ^icbe und Eintracht, der Treue und Hingebung hat dieses Ehepaar mitsammen verlebt nnd^eid nnd Frend gemeinsam gctheilt mth getragen. Als nun vor Kurzem die treue N'bcnsgesäbrtin, Frarr Sara Bloch durch den nn* ersorschlicheu Rathstbluß Gottes abberuseu ist worden in rin besseres Jenseits, da hat es den Gatten hiemedcu nicht länger gelitten, La hat sich seine Seele zur langjährigen Lebensbegleiterm mit unwiderstehlicher Sehnsucht hingezogen gefühlt und das Seelenband, das sie so viele Jahre innig umschlungen und das für kurze Zeit schmerzvoll durchschnitten worden, hat sie im Tode wieder vereinigt. Q'srvvn ttss »rv BTC21 errro ns'ym. Eine Reihe vou Jahren war Herr Ecrf Bloch, Vorsteher der hiesige» Gemeinde und des hiesigen Ortes für das rra cvrepn zu Schlettstadt, welche Ehrenämter er mit aufopfernder Hingebung und Selbstlosigkeit zur größte» Zufriedenheit verwaltete. Mehr als 3 Decennien fungirtc er zu den hohen Feiertagen unentgeltlich als Lorbeter der Gemeinde und aus der Innigkeit seines Gebetes war femeReligiösitätundHmgebungzu Gott so recht ersichüich. Um sich zu überzeugen, ob er auch ^np-nrn-rv sei, hat er in den letzten Jahren nur gegen schriftliche Aufforderung von Seilender Gemeinde vorgebetct. — Bei allen wohlthätigen Licbcswcrken hat das leider zu früh verstorbene Ehepaar an der Spitze gestanden und die Armen und Bedrängten, die Wittwen und Waisen haben ihre erste Zuflucht im Haufe Bloch gesucht und gefunden. Als vor etwa 5 Jahren viele unserer Glaubensgenoffen in Rußland verttieben wurden, verlangten. die Verblichenen bei dem Eomite in Königsberg eine Waise zu adoptiren, was auch gewährt wurde. Diesr Waise, ein Mädchen, ist bis auf den heutigen Tag im Hause der Familie Bloch und haben die Verblichene» nicht nur bei ihrer Lebzeit ill des Wortes schönster Bedeutung Elternstelle bei ihr vertreten, sonder» auch testamentarisch ihre Zukunft gesichert. — Den eigenen Kindern aber — von denen zwei Söhne in geachteter Stellung in Frankfurt am Main domicilireu, waren die Verblichenen die zärttichsten und fürsorglichsten Eltern, die kein Opfer gescheut, um ihnen sowohl eine echt jüdisch-religiöse, Manch zeitgemäße Bildung angeihen zu lassen, die fortwährend bestrebt waren, das Glück und Wohl derselben zu fördern. Den beredtsten Ausdruck aügemeiner Achtung und Werthschätzung bekundeten die bciderk Beerdigungen. War schon bei dem Begräbnisse der Frau Bloch eine seltene, innige Theilnabme bemerkbar, so hat sich diese bei dem des Herrn Bloch geradezu zu einer solch großartigen gestaltet, wie sie hier noch nicht stattgcsundcn. Außer allen jüdische» Bewohner« des Ortes haben noch au 40 nichtjüdische Bürger ossiciett am Leichenbegängnisse theiigeuomme». sDer erste derartige Falt im Städtchen.) Aus Frankfurt, Schlettstadt, Tambach re. kamen viele Freunde und

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