Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 3 (11.1.1886)
- Date
- 1886-01-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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_w.-. - . ■r'ir.iimt, 5T ■ LMZZMU '"'•Min. iiiinTn'iih'i'rr 5^^a^K=gas?^CTiLi»- vnitanden, so hatte er sie lieber gar nicht änregen sollen. Auch uns könnte man einen ähnlichen Vorwurf machen. Es ist gewiß richtig, daß man Fragen nicht aufwersen soll, die man nicht befriedigend zu beantworten versteht. Mit der in Rede stehenden Frage verhalt es sich jedoch wesentlich anders. Sie muß jedem denkenden Menschen sich aufdrängen, ohne daß es dabei einer besonderen Anregung bedürfte, und gerade dcßhalb muß jeder Versuch, dieselbe zu beantworten und die der Lösung dieses großen Räthsels eutgegenstehenden Schwierigkeiten zu heben, freudig begrüßt werden. Auch wir haben über diesen Gegenstand seit frühester Jugend vielfach uachgedacht und im Laufe der Jahre im Talmud, Midrasch und anderen heiligen Schriften niauch erlci Aussprüche der Weisen gefunden, deren Zusammenstellung und Abwägung gegen einander zu einer, unserer Meinung nach, befriedigenden Beantwortung der große» Frage führt. Wir wollen zunächst einen sehr schwer verständlichen Ausspruch unsrer Weisen im Midrasch Tanchuma der Betrachtung unterziehen. Dort (nizns rpn) leien »ir: rfcyer nyera ,ncN wan -d w ara wu* '-1 me nttnsa paiyi asn» ra"pn bv top yczr ana^ nm na nV:y -,.cin aa •-» ,rnaiN um rc&r» -nsnst o^y bv uev v:tb hüd icn ,prm na rren nw» bv icsra ro^n naix nnw -p 71? aäinnnnrDart>yn’ ■vnyi 'at>iya -neyt> *rny ihn p»ts .*v^ nex?vii -»L2 rksy ne*.x -ry'bx '*1 r6r«n nenx rre rensa rr-nrv psn w ahyn pan v&b nax *cw na rriei na cn fm "’j^na wmsr.YTi ,rr^ icx . 's:na xm? : *ny7x nnvcn irox geh •vyb'H “nsn „Rabbi Acha im Namen des Rabbi Jose bar Ehanina sagte: Zur Zeit, da Moschch in den Him-, mel emporstieg, hörte er die Stimme des Heiligen, gelobt sei Er, wie Er sich beschäftigte mit dem Abschnitte von der rothcn Kuh, die Halachah, im Namen dessen, der sie sagt: Rabbi Elieser, mein Sohn, sagt, das Kalb (reny-rttay) einjährig, die Kuh, (nons r-nD) zweijährig. Da sprach Moschch vor Ihm: Herr der Welt, die Oberen und die Unteren Id.!)., die Wesen im Himrnel und auf Erden) gehören Dir, und Du sagst Halachah (religiöse Vorschrift) im Namen von Menschen? Und Er sprach: Eilt Frommer wird einst ansstchtn in meiner Welt, und er wird, zuerst beginnet! mit dem Abschnitte von der rothcn Knh: Rabbi Elieser sagt: das Kalb einjährig, die Knh zweijährig. Da sprach er vor Ihm: Herr der Welt, es möge Dein Wille sein, j daß er von mir abstannne. lind Wptt gewährte! ihm die Bitte, wie es heißt: Der Rntne des Einen! Elieser (2. V. M., E. lx, V. l), und der Name > jenes Einzigen (d. h. jenes Auserwählten, Vorzüglichen) Elieser.* Wir brauchen wohl auf das Schwerverstandliche dieses Ausspruches unserer Weisen nicht erst aufmerksam zu machen. Zunächst ist es auffallend, warum der allmächtige Gott, als er Semen Diener Moschch empfing, sich gerade mit dem Abschnitte von der rothcn Kuh beschäftigte, und wir Heilen die Verwunderung Moschchs, daß der allmächtige Gott die Halachah im Nauren eures Menschen ausgesprochen. Aber unverständlich erscheint die ihm gewordene Antwort; sie wiederholt anscheinend die Thatsache, ohne sie zu erklären. Noch unverständlicher ist es, daß unserem großen Lehrer Moschch diese Antwort genügte, daß er keine nähere Erklärung verlangte, sondern nur eine Bitte daran knüpfte, welche Gott ihm gnädig gewährte. Es find das eben annrn D’aan na*t Räthselworte, wie unsere Weisen sich deren oftmals bedienen, um das Nachdenken herauszufordern. Um sie zu verstehen, muffe» wir sie mit andern Aussprüchen im Talmud und Midrasch vergleichen, müssen in die Tiefen des Talmudmceres tauchen, um die kostbare Perle an das Licht zu fördern. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspoudenzea. Deut sch tan d. Berlin. Während die Säkularfeier zum Andenken an Moses Mendelssohn in allen Synagogen würdig begangen wurde, fand dieselbe in der Synagoge Bne Brith dadurch einen besonders feierlichen Ausdruck, gewissermaßen eine lebendige historische Nemiriscenz, daß der dortige Prediger, Herr Lion Wolfs in seiner Festrede erwähnte, daß sein Großvater, der im Hause Mendelssohns sreunschastlich verkehrte, der erste Jude in Preußen war, welcher, wahrscheinlich durch Vermittlung Mendelssohns, eine öffentliche Staatsstellung bekleidete. Der Erwähnte war der Polizciinspektor Lion Wolfs, ein Neffe des Stadtraths Daniel Jtzig, und befaß schon im Jahre 1792, wegen seiner Verdienste um das königliche Haus, ein General-Schutz-Privilegium. Der jüdische Armen - Polizeitnspektor wurde von dem Könige Friedrich Wilhelm H. als besondere Gnade und in Anrechnung seiner besonderen Verdienste die Münzpacht des Fürstent h n ms Oftsr 1 eslar, ds übergeben. Eine solche Steilung war wohl einträglich, aber auch öfters Anlaß znnt Ehilltt! haschcm, da man annahm, daß der „Münztnt»c" sich selbst ln erster Relhe bel t i i