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Der Israelit · 1886-01-07 · Heft 2 (7.1.1886) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 2 (7.1.1886)
Date
1886-01-07
Page
– (sequence 23)
Language
German
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- LL - M 4 ^sli!| i j' Liu^rW, und da es mir dringlich erschien, mit ihm Ober mpn Uns insbesondere und über die Kolonisation im Allgemeinen Rücksprache zu nehmen, er aber an diesem Orte nur einige Stunden verweilte und es mir nicht vergönnt war, mit ihm auf die Angelegenheiten tiefer einzugdien, so fand ich mich veranlasst, zu diesem Zwecke Herrn Dr. Adler nach Jeru salem nachzureisen. "Was ich mit ihm besprochen und bei ihm bewirkt, habe ich Ihnen seiner Zeit mitzutheilen mich beehrt Ala Ich wahrend meines Aufenthalts in Jerusalem die dortigen Glaubensgenossen ausforschte, überzeugte ich mich augenfällig, dass es unter ihnen nicht viele Kolonisations freunde giebt; und vielleicht dürfen wir ihnen das nicht verargen, weil schliesslich unsere Bruder in Jerusalem von dieser Bewegung immer nur geschädigt wurden, die ihnen bisher lediglich bedrängte Arme zufuhrtej dies war für unsere Brüder in Jerusalem um so mehr eine Bürde, als sie selbst vsrzweiflungsvoll mit der Armuth kämpfen, die bei ihnen längst heimisch geworden. So wandte ich mich denn an die als Zionsfreunde in Russland und als Kolonisationsförderer gerühmten Männer, deren nähere Bekanntschaft ich indess noch nicht gemacht hatte. Als ich hierauf nach Jaffa zurückkehrte, stellte sich mir offenbar die Nothwendigkeit heraus, vor Allem eine Versammlung zu berufen und hier einen Verein zu gründen, der mir mit Rathschlägen hinsichtlich einer gerechten Unterstützung an die Hand gehen sollte. Ohne Zweifel werden Sie* es selbstverständlich finden, dass ich zu der Versammlung nur mir rühmlich bekannte oder mit mir bereits in Unterhandlung getretene Mäntier berief, also die Herren: Dr. Herzberg, Valero, Nissim Bechar, Wittenberg, Pinesund Ben Jehuda; Hirsch, Mauel und Schmerling; von mpfl finQ die Herren: Gutmann und Fru inkin; von p^*? pWl die Herren: Lewantin, Ossawetzki und Lehrer Rüben. Die Herren: Bechar, Valero, Wittenberg, Hirsch und Mauel erschienen nicht, Jeder aus einem besonderen Grunde. Ich legte den Versammelten die Pläne der Zionsfreunde dar, welche sie in der Folgoseiit und jetzt ausziiführen gedächten, und was sie von der Wirksamkeit dos hier zu gründenden Vereins erhofften — und nun begannen wir gemeinschaftlich über die vorliegende Sache zu verhandeln. DIo meisten Mitglieder der Verstimm« - T. lang stimmten dafür den Verein io Jerusalem so gründen, obgleich er so dem Arbeitsfelde fern war; was vermochte ich indess der Mehrheit gegenüber, zumal die Wahl, wie Sie wissen, eine geheime war — mittelst Zettel vollzogen wurde. Jedoch erklärte ich deswegen damals zu Protokoll, dass ich während meines hiesigen Aufenthaltes in allen Fällen selbstständig vorgeh«» würde, in denen es mir angemessen erscheinen sollte. Herr Hirsch lehnte die auf ihn gefallene Wahl ab, ebenso Herr Valero. Herr Wittenberg antwortete mir nicht bestimmt, ob er die Wald annehmen wolle, er machte es von einer diesbezüglichen Ermächtigung aus Paris abhängig, und Herr Mauel war damals nicht in Jaffa, sondern zur Badekur in Tiberias. v. Da ich erwog, dass die Armen von mpfl fTHD nicht länger auf Hilfe warfen könnten, mit dem Häuserbau der Anfang gemacht, Rinder und Pferde, die jetzt wesentlich billiger wären, als später, wo gepflügt und gesäet würde, eingekauft werden müssten, so säumte ich nicht, das Erforderliche zu veranlassen. Nachdem j ich für diesen Zweck die Herren Pines und Gutmann, welche die Verhältnisse der Kolonisten in kannten, hinzugezogen hatte, hielten wir eine Sitzung und beschlossen, die Kolonisten vorläufig mit 10 000 Francs zu unterstützen, ausschliesslich der 7500 Fr., die ich von Herrn'Dr. Adler — lediglich aber für rusS. Kolonisten in JT'B — empfangen hatte; wir be* messen die Beihilfe nach den mehr oder weniger dringlichen Bedürfnissen der Einzelnen und nach den mir zur Verfügung gestellten Mitteln; und da diese, wie Ihnen bekannt, nicht bedeutend waren, so fand ich mich veranlasst, auch die auswärtigen Glaubensbrüder und Vereine def „Zions- ' freunde“ zur Beisteuer für die gemeinschaftliehe Kasse anzuregen, damit es mir möglich wäre, jedenfalls zur Besserung des Zustandes der Kolonie, mit deren Einrichtung wir uns beschäftigten, einen festen Grund zu legen; und so konnte ieh vor der Hand zu keinem Entschlüsse kommen, welche Massnahmen für die Kolonie fl*VM zu treffen seien. Pies Alles legte ich ln einem Rundsehrei« ben Ihnen und den.Vereinen dar. Zur Vcrthüilung der Beihilfe — die nicht zur Aufbewahrung, sondern lediglieh für die er* forderlichen Bedürfnisse der Kolonisten bestimmt war «- ersah iah Herrn Maierowitfj —W'HijgP ,!«>»»». > , I .. *** .^*^- .ha.,,idSl

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