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Der Israelit · 1886-01-07 · Heft 2 (7.1.1886) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 2 (7.1.1886)
Date
1886-01-07
Page
– (sequence 24)
Language
German
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dem ich die gemessene Weisung ertheilte, den Kolonisten nur für Gegenstände, die sie wirklich gekauft, Geld zu geben. Ich bann nicht leugnen, dass ich mich genöthigt fohlte, ein wenig nachsichtig zu urtheilen, wenn jeder Kolonist von der Unterstützungssumme für seine Nahrung höchstens 10 % ausgab; was durfte ich diesen Armen thun? Konnte ich ihre Noth mit an sehen? Barum liess ich, dem Drange meines Herzens folgend, jeden Kolonisten etwas für seine Nahrung ausgeben, und es ist möglich, dass sie von den gedachten Summen insgesammt 1000 Fr. aufgezehrt haben. Inzwischen drang ich in sie wegen der Vollmacht zum Häuserbau in iTTQ* Da sie mir erklärten, sie besässen eine vollgiltige Autorisation, gab ich, gestützt auf dieses Wort, dem Holzhändler und dem längst angenommenen Baumeister die Versicherung, dass ich ihnen Zahlung leisten würde, jenem für das Baumaterial, diesem für den Bau, sobald er denselben fertig gestellt hätte. Nachdem ich zur Eröffnung meines Thuns und Wirkens in mpniWB den Grund gelegt, begann ich zu erwägen, was für die Colonisten in rfrSSH TI2' geschehen könne. Die grosse Mühe, der ich mich auf meinen Reisen nach J er usalem und Hebron unterzog, die grosse Arbeit, die hier auf mir lastete, die Sinnverwirrung seitens der Hilfesuchenden, von denen Jeder glaubt, dass die „Zionsfreunde11 nur seinetwegen existiren — alle diese Dinge schwächten meine Kräfte in dem Grade, dass ich zweifelte, ob es mir noch möglich sein würde, weiter zu reisen und die von* den Israeliten aus Meseritz gegründete Kolonie zu besichtigen; ich beschloss also einstweilen, entgegen meinem sehnlichen Wunsche, Alles mit eigenen Angen zu schauen, die Kolonisten von BEBBaBE8ssaaaMBss0asaisÄcs£aBasüEetoä8iM& rfatSJVTO' mittels Depesche zu ersuchen, ans ihrer' Mitte zwei oder drei Männer auszuwählen und sie hierher zu senden, damit mir von ihnen Alles dargelegt würde. Es erschienen vor mir die Männer, Aber die ich Ihnen längst geschrieben. Ihre Worte erweckten in mir keineswegs ein FrohgefähL leb sah und hörte, dass sie nicht das Geringste besitzen, nicht Häuser, nicht einen Stall für Vieh und nicht Vieh für einen Stall, und bei alledem hatten sie noch keinen Kaufbrief Aber ihren Grund und Boden! Nachdem ich ihre Worte vernommen, achtete ich keiner Reisebeschwerde mehr und beschloss, mich nach Chaifa zu begeben; da es nicht möglich ist, von dort bis nbsön *7)2' auf einem Esel zn reiten, wollte ich es durchsetzen, dass der Verkäufer, Herr Jakob Chai, dorthin komme, um mit ihm den Kaufvertrag abzuschliessen. Sie wissen, verehrter Herr, aus meiner damaligen Mittheilüng Alles, was da Aber mich erging. 1 . :: Herr Chai kam nicht selbst, sondern schickte seinen Bruder, und dieser stammelte einige Worte, aus denen ich nichts Zuverlässiges entnehmen konnte, und da Herr Fines von Herrn Rabb. Dr. Hildesheimer bevollmächtigt war, auf seinen Namen Land zn kaufen, und der Stand der Dinge bei den Kolonisten auf *712' die Pflicht nahe legte, nicht den ganzen Boden auf die Namen derer, die jetzt dort wohnten, zu erwerben, weil ihre Meseritzer Genössen nicht ihre Einwilligung dazu gaben, so nahm ich Herrn Fines mit mir, um ihn von dort nach Safedzu schicken und die Angelegenheit wegen des Kaufbriefes zu erledigen. Was diesbezüglich in S&fed geschah, ist Ihnen wohlbekannt (Schluss folgt.) bruoki I)»vl4 hmiU Wulff ln lt»R<t«l>urff|

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