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Der Israelit · 1885-11-02 · Heft 85 (2.11.1885) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 85 (2.11.1885)
Date
1885-11-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1458 t aus tf)iu geschöpft, (yr ist auch älter als Talmud Babli, deuu wälireud die übrigen Midraschim Stellen aus dem Talmud Babli ciliren, finden wir in Tanchuma I nur Mischna und Boraitha erwähnt, nirgends einen talmudifchen Spruch. Nach Ansicht Bubers wird sogar Tanchnma I im Talmud Babli, Kiduschin 83b msähnt, oder wenigstens auf ihn Bezug genommen, wo auch Raschi ganz richtig bemerkt, daß Hie dort ausgelaffeueu Worte, die aus Ehrerbietung vor unserem Lehrer Mosche nicht mitgctheilt werden, sich im Tanchuma befinden. Die Stelle findet sich auch wirklich im Tanchuma l, Paraschath Pekude 4. Von Jelamdenu-Tanchuma besitzen wir nur soviel, was Ialkut und Aruch daraus eitiren. Merkwürdigerweise finden sich alte Stellen, die sie ans dem 2. B. M. eitiren, in unserem Tauchama ll (d. 1. wie bemerkt, die alte Druckausgabe des Tanchuma). Daraus geht hervor, daß der Tauchumasammler der Druckausgabeu zu rrzv 'd den Jelmadcnu abschrieb. Nur zu bnp"> '? fehlten die Stellen aus dem Jelamdenu, die aber in der Mantuaner Ausgabe zugesetzt wurden. Ielamdeuu scheint aber auch bereits unseren Tanchuma I benutzt zu haben, wie aus den mehr als 200 Stellen, au denen Ialkut den Ielamdeuu citirt, hervorgeht. Tanchuma II ist ein compilatorisches Werk, in welchem sich bereits Nachträge aus der spätesten Zeit finden. Die Erklärungen zum l B. M. gehören ihm eigenthümlich au. Es sind ganze Deraschoth mit Eitaten aus Babli und Jelamdenu. Das 2. B. AI. ist ganz aus dem Jelamdenu. (S. oben.) Das 3. 4. u. 5. B. M. hat er ganz aus Tanchuma I entnommen mit vielen Zusätzen vermehrt. Er erwähnt Paraschoth Noach die beiden Jeschiboth Surah und Pumbedirha; er kennt bereits den Pirke di Rabbi Elieser und es finden sich darin Stücke aus dem Scheelthoth des R. Achai, was bereits R. Jesaia Berlin u. R. Hirsch Ehajoth bemerkten. Er kennt die Erklärung von nti hob rfrnp die Thoßafoth Akegilla Namens des Rabbenu Tam referiren. In ^p'i 's citirt er Sätze aus Maimonides tiwL'ri ferner ans rn>nni nuicNn 'd von R« Saadfa und ans dem rraifcn nran des Vachja den Josef. Alle diese Stücke hat der Herausgeber der Mantuaer Ausgabe hinzngefügt und mit den Worten vbn trsn }p;p bezeichnet, lieber die alten Stücke schreibt er die Worte: ''.i -pd. Der Vers, bringt nun als Beweis für seine Behauptung ein Verzeichnis aller Stellen, die Tanchuma II aus Tanchuma I entnommen, und die er nach seiner Weise erweitert und mit vielen Zusätzen aus Talmud Babli und Jeruschalmi ergänzt hat. Manchmal hat er ganze Abschnitte in sein Werk aufgenommeu, manchmal nur kleinere Auszüge gemacht, mir Ausnahme von dem 4. und 5. B. M. die er ans Tanchuma I ganz ausgenommen und nur mit Zusätzen vermehrt hat. Nachdem so in den ersten 4 Kapiteln dasVerhältuiß dieser drei Midraschim zu einander feftgcstellt worden ist, beginnt der Verf. das fünfte Kapitel mit einer lichtvollen, mit Fleiß und Berständniß gearbeirctcn Eharakteristik der Vortragsweise des Tanchuma I, welche im sechsten Kap. fortgesetzt wird. Es werden daselbst alle halachischen Fragen zusammengestellt, die in Tanchuma mit der Eingangsformel V2-! wb' beginnen. Solcher Anfragen hat Tanchuma I 61 während Tanchuma II deren 82 har. Es ist dies nächst der Mischna die älteste Sammlung von halachischen Aussprüchen. Das siebte und achte Kapitel bringt ein Register der Tannaun und Amoralm und ein Register aller in Tanchuma I vorkommenden Fremdwörter, beides in alphabetischer Ordnung und mit genauer Stellenangabe, wo der betreffende Name, resp. das betreffende Wort zu finden ist. Das uennre Kapitel zählt die Midraschim ans, denen unser Tanchuma als Quelle gedient hat, mit genauer Angabe der bezüglichen Stellen, und Kapitel zehn zählt die große Reihe nachtalmudischer Autoritäten auf, die unseren Tanchuma I zitiren. Die Reihe eröffnet der älteste nachlalmudische Autor, R. Achai, Verfasser der Scheelthoth und wird durch 54 Werke hinabgeführt bis zu R. Elia Misrachi, überall mit genauer Stellenangabe, wo und was sie zitiren. Es ist dies eine ftaunenswerthe Arbeit, die einen geradezu verblüffenden Eindruck macht, und die wohl nicht ohne fremde Beihilfe zu Stande gebracht werden konnte. Denn dieses Kapitel allein dürfte die Zeit eines Mannes auf lange hinaus in Anspruch nehmen. In den noch folgenden 10 Kap. werden die Handschriften, die dieser Ausgabe zu Grunde liegen, beschrieben und über die noch außer diesen existirendcn Handschriften Nachricht gegeben. Es werden ferner alle Druckausgabeu des Tanchuma II und die Zusätze, die N. Äsarja aus Fano, der Herausgeber der Mantuaner Ausgabe, zu dieser zngefügt hat, besprochen. Weiteres werden die Stellen aus Ialkut und Aruch nachgcwkesen, die dieselben aus Tanchuma I oder Jelamdenu zitiren; wobei auch gezeigt wird, wo die Jelamdenustellen aus dem 2. B. M. in unserem Tanchuma II zu finden sind, der sie eben dem Jelamdenu entnommen hat, dem der Tanchuma II kannte weder Ialkut noch Aruch. Das zwanzigste Kapitel beschließt die Einleitung

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