Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 71-72 (8.9.1885)
- Date
- 1885-09-08
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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i ch Zweckes könnten mn'crc Glaubensgenossen in der Ferne, wesentlich crlctdjtcrn, indem sic die VeNricbcncn freundlich. anfnehtNen, und ihre - Unteibriu'guiig ::. a'} I; 1 Pdlf : J |t: :.;; d. C$1 t(|j ■ -!Ci n e ■" ■ M^ DßMM^WiMRriiArd^^WüMD $t, uÄcrWHi ’ >mb.c4 ist unglücklichen Verbannien cine'Heimath .M' sWsfM.iT ' ’;; : '-t'' ' Tiefe 'Woche-vcrschied di er ber (Hel), s^vnuncrziinivaüj, Bernhard Jasfo, einer der hochgearltteiften Bürger unserer Äadt. 'Leit dein Jahre I ht i Auar er >,»unterbrochen Borsitzender der Handelskanstner, seit langen Jahren gehörte er dem Äkidlvcrmdnelen- Eolleginin an, dessen Vorsteher erBeii einigen Iahrcn war; auch gehörte er der Tireelion des jüdischen ■ > Waisenhauses an. Zahlreiche Rachrüfe in de» hiesigen Zeitungen gaben der allgemeinen Theilnahnie ivegen.des Verlustes de» beredtesten Ausdruck und' sprachen sich in anerkennendster Weise über die reiche und enolgresche Thärigkeu des Hingeschiedenen ans. Tein Leichenbegängnis; >var eines der grostäriigsten; sainmlliche städtischen .Körperschaften, Vereine und Velnemiliefliei! der städtiiehen Schulanstalteil folgten dem Leichenmge: ailch der Sber-Präside.nr der Provinz Herr v. Günther, der, Lonsistorial-Präsident v. d. Elröben und diele andere hochgestellte Persönlichkeiten. An der Bahre sprach der Rabbiner der Arsi-evgWWitde-HeNMr,WlpchZ-.--e.e Z fF-s-z-s mitgetheilte Thatsache der Bildung eines EviiiltL'S für diejiibifii)eu Ansgewieienen-itt die Benierknng nicht nbenlnssig, das; es durchaus nicht genügt, dieselben mit Reisemilteln zu versehen, sondern das; dahin gestrebt werden ums;, ihnen die verlorene Heiu.iath zu ersehen. Mittel zur Unterstützung der Bedürftigen und bereits in ziemlicher Höhe vorhan- . den und werden bei dem Wohlthatigkeitssiun unserer Glanbensgeiivssen wohl noch eingehen, aber, wie erwähnt, gilt eS rjnnptsächlich denen, die weniger einer peenniären Unlerstntzung, als vielmehr des Ersatzes ihrer ohne Verschulden verlorenen Stellung bedürfe», möglichst zn Helsen. Von hier ans wird zimsp auch nach dieser Richtung hin viel gewirkt: es tvnrde sich indes; empfehlen, ja es ist dringend nothwendig, dass einflnstreiche Persönlichkeiten, i» erster Reihe Rabbiner und Gelneindevorstündc, dahin zu wirkeii suchen, schleunigst den Heiinathlosen Beschäftigung zu verschaffen. Es sind unter denselben die verschiedensten Bernfsärteii vertreten, Buchhalter^Lmtdlnngsgehilfetr; Lehrlinge, Handwerker, die fast durch - weg in ihrem Fache tüchtig lind brauchbar sind und sich bereits deutsches Wesen und kaufmännische Bildung angeeigiiet haben. In Anbetracht ihrer Rotblage würden die Betreffenden sich'gern bereit finden, voy einem definitiven Engagement sich einer Probe zeit zu unterziehen. Es wird dringend ersucht, nach dieser Richtung hin zu wirken; hier kann das biblische Gebot nprner w rechte Antvenduiig finden. Zur Erlatigung näherer' Auskunft wolle man sich gntigst an die EonnEinitglieder Herrn Rabbiner Dr. Feilchenfeld und Fabrikbesitzer Dr. Samuel Papilskh lvenden. Bemerkt ivird »och, das; das Eomitü sich n n r für solche verwendet, die im Besitze von Priina-Referen^en sind und für deren moralische Würdigkeit man einstehen : fanii.1 5:v\ -;; f.:; T;- ■ T s Rn m ä n i e n Bukarest. Ein offener Brief an Herrn De-, ineter Bratiänu. „Fläternitatea" antwortet in einem offenen Briefe an Herrn Demeter Bratianu ans die Erklärung, tvelche derselbe emläßlich des Schrittes abgegeben, welche» die jüdische Deputation bei Lord Salisbury gemacht heit. In dieser Erklärung hatte Herr Bratianu gesagt, er empfinde Mitleid mit allen Leidenden. Wenn dem so sei, ineint die „Fraternuaiea", so empfehle sie seinem Mitleid diejenigen, welche rnmänische Schulen besuchen, irm sich z» assiuiiliren, und daselbst von den Mitschülern geschlagen und von de»- Lehrern chieanirt werden: diejenigen, tvelche, trotzdem das; sie im Lande geboren, tveder Advocaten, »och Beamte, noch Professoren sein dürfe», diejenige», ivelche, trotzdem sie berufen werden, für das Land.ihr Blut zu ver- 'gicsjeii, nur bis zum <i»5rabc eineöSergeanten avaneiren dürfen; diejenigen, welche tilcht elniiial einen Pas; bekommen können, wenn sie nach dein Anslande gesnndheits- oder geschüftshalber reisen wollen; diejenigen, welche ein Handwerk erlernen wollen und denen .die Handwerkerschulen verschlossen bleiben; diejenigen, welche ans den Dörfern gejagt und wie - wilde Thiere gehetzt werden. Warum, fragt die „Fraternitäten", finde es Herr Bratiami für recht, daß die hiesigen Blätter, sich ihrer StamineSgenosseii in Ungarn aniiehmhr,' und finde es anderseits für unrecht, wenn eine jüdische Depntation-^u Oinsten der Juden entschreitet? Was tvürde Herr Bratianu davon denken, wenn die Ungarn die Rumänen in Siebenbürgen zwingen wollken, die Befchuldigungeiw welche gegen ihre Bedrücker von den rumänischen Blättern erhoben werden, für falsch zu erklären? Warum gestattet Herr Bratianu einem Eiurcu für die Rumänen, in Ungarn einzutreten,, und warum verbietet er einem Dulberg sich seiner Glaubensgenossen in Rumänien anzunehmen9,