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Der Israelit · 1885-08-20 · Heft 66 (20.8.1885) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 66 (20.8.1885)
Date
1885-08-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1128 den Vers wörtlich wieder: xrvö3.anpn dndo.also ganz gleich dem was R. Elieser meint, daß nur bbn als ncbd zu betrachten sei, der T. Jeruschalmi aber, in welchem Nap. Sätze von R. Jonathan für möglich hält, vertritt als Schüler Hillels die recipirte' Ansicht, das; auch gegen den Schammaiten R. Elieser r>^ p &ran;on als nddd gilt und setzt hinzu: wryra ''ina &’5w (cs muß natürlich heißen). Jose ben Joescr bezieht sich nun auf die Targumstelle, wenn er sagt Nn’D3 mpm, und da er hier die Ansicht R. Eliesers acceptirt, wird er mit Recht auch in Beziehung auf diesen Satz vrw 'dv genannt. Nach diesen Proben sehen wir .mit Spannung den folgenden Lieferungen entgegen und wollen nur noch erwähnen, daß die Notizen Halberstams, welche auf die betreffenden Briefe Luzzatos, die hier in Betracht kommen, Hinweisen, wie auch die Stellen in den bereits erschienenen Schriften Nappoports, in denen sich Manches hier Vorkonnnende findet, notirt, für das vollständige Verständniß dieser Briefe sehr werthvoll find. Die Einleitung Harkavys wird am Schluffe der Lieferungen erscheinen. Zeitungsnachrichten, und Correspondeuzen. Deutschland. Pfungstadt, 17. August. Die Leser dieses geschätzten Blattes werden sich wohl einer Correspondenz erinnern, die sich eingehend mit der Eröffnungsfeier desSommersemesters am hiesigen isr.Lehr- und Erziehungsinstitut beschäftigte. Es war damals der Wunsch ausgesprochen, daß die Schule weiterbcstehe und wachse zum Heile und Segen des wahren Judenthums. Dieser Wünsch hat sich realisirt. Nicht nur die Schülerzahl früherer Jahrgänge ist bei weitem überschritten, sondern auch die Frequenz ist eine derartige geworden, daß sich die vorhandenen Räume ' bald als unzureichend erweisen werden. Und fragen ' wir nun, wie es Herrn Dr. Barnaß in der kurzen Zeit seiner Thätigkeit am Institut möglich war, das Vertrauen und die Zuneigung der Eltern und Schüler sich in diesem Maße;zu erwerben? Der Grund davon liegt vor allem in der Persönlichkeit des Herrn Dr. Barnaß, in der sich in seltenem Maße Begeisterung und ungeschminkte Frömmigkeit, Pflichttreue und Energie vereinigen. Um die große Zahl der Schüler in Ordnung zu halten, schuf Herr Dr. Barnaß das Institut zu einem familiären Organisnms um, in dem die Schüler gewisse Aemter verwalten, während er als oberster Leiter an der Spitze steht Wie erbauend wirkt z. B. ein Gottesdienst in der Instituts-Synagoge! Mit welcher Gewissenhaftigkeit und Andacht walten da die Jungen ihrer Aemter als ypin '3 und mip '3 pn. Wahrlich es dürften derartige Anstalten nur wenig bestehen! Berechtigt die Absolvirung der Schule einmal zum einjährigen Militärdienst, wozu alle Aussicht vorhanden ist, so wird der Erhaltung der Schule eine weitere feste Stütze geschaffen. 8. Berlin, 12. August. Der „Deutsch-Israel. Gemeindebund" hat den Zöglingen des Berliner Rabbiner-Seminars, der Hochschule und anderer Bildungsanstalten Preise ausgesetzt für eine fünfstündige Clausnrarbeit, welche ein Thema aus den Vorlesungen des letzten Semesters behandeln soll. Oberwesel, 17. August. Gestern Abend, als die Gemeinde sich znm rimv-Gebet in der Synagoge versamnielt hatte, ertönte plötzlich in der Nähe derselben Feuerlärm. Nach einer Stunde war unser Gotteshaus ein Raub der Flammen. So beklagenswerth das Unglück ist, so hatte dasselbe doch das Gute zur Folge, daß dadurch die Gemeinde aus ihrer religiösen Indifferenz aufgerüttelt wurde, und es steht sicher zu hoffen, daß es dem Vorsteher, Herrn Alexander Meyer, gelingen wird, binnen Kurzem einen Religionslehrer anzustellen, sowie die andern fehlenden religiösen Institutionen einzuführe». Cöln, 16. August. Von den Zöglingen des Cölner Lehrer-Seminars haben sich in diesem Jahre 11 zur Prüfung als Elementarlehrer gestellt und sämmtlich ihr Examen gut bestanden. Das Resultat ist um so beachtenswerther, als die Prüfungen an christlichen Staatsanstalten abgelegt werden und für Externe schon deßhalb schwieriger sind, als ihnen die gleichen Fragen und die gleichen Themas zur schriftlichen Behandlung vorgelegt werden, wie den mit dem Lehrgänge der betreffenden Anstalt ungleich vertrauteren internen Schülern. — Hamburg. Der kleine Rechenkünstler Philipp Roth ans Waag-Neustadt in Ungarn, welcher durch seine phänomenalen Leistungen in voriger Saison das hiesige Publicum in Staunen setzte, ist von seiner großen Gastspielreise in Skandinavien hierher zurückgekehrt. Selbstverständlich erntete er auch bei beit kühlen Nordländern heiße Erfolge und reich beladen mit Geld und Ehren steuert der große kleine Rechenkünstler seiner Heimath wieder zu. In Kopenhagen hatte Philipp Roth die Auszeichnung, zweimal zu einer Soiree bei dem Könige befohlen zu werden.

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