Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 39-40 (18.5.1885)
- Date
- 1885-05-18
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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11. Eine Abänderung der Statuten kann durch eine 2/3 Majorität in der Geueral-Versammlung erfolgen. Anträge hierzu müssen spätestens 2 Monate vdr der General-Versammlung beim Vorstande schriftlich eingereicht werden. 12. Die Auflösung des Vereins kann nur erfolgen, wenn weder verwendbares Vermögen des Vereins vorhanden, noch Mitglieds- oder andere Beiträge demselben zufliessen. Ich bin freudig bereit, Gaben für den hochlöblichen Verein 'TT,, entgegenzunehmen und nach ihrem Bestimmungsorte weiter zu befördern. Dr. .A. S&lvendi. --— Ein würdiges Denkmal für fölontefiore im heiligen Lande.*) Von vielen Juden in allen Ländern Europas ist die Frage aufgeworfen worden: Wie können wir die Vollendung des hundertsten Lebensjahres Montefiore’s, dieses um das Judenthum so hochverdienten Mannes, am besten begehen. Einige englische Juden schlugen vor, in Ramsgate, dom Wohnorte Montefiore’s, ein Krankenhaus zu errichten, in dem eine Anzahl Kranker ohne Unterschied der Confession Aufnahme finden könnte. Diese Idee fand in den Augen Montefiore’s aber kein Gefallen, denn so gross auch die Liebe für die ganze Menschheit in seinem edlen Herzen ist, das Volk, dem er entstammt, und das Land seiner Väter nehmen in diesem Herzen doch die erste Stelle ein. — Nun wurde in Vorschlag gebracht, im heiligen Lande, auf dem Boden, auf dem er so viel Gutes geschaffen, ihm zu Ehren Wohnungen für arme Glaubensgenossen zu errichten. So wohlmeinend nun auch dieser Vorschlag sein mag, wir glauben, dass die Ausführung desselben immerhin kein vollständig würdiges Denkmal, kein sein Wesen, Wollen und Wünschen genau ausdrückendes Erinnerungszeichen wäre. Haben wir das Wollen und Streben des Sir Moses recht verstanden, so galt es allerdings seinem Volke, so galt es vorwiegend dem heiligen Lande, aber vor Allem erfüllt ihn die heisse Liebe zur rnin, zur heiligen Lehre und den Männern, die sich mit ihr beschäftigen. Gerade hierdurch unterschied und unterscheidet sich Montefiore von anderen Freunden des heiligen Landes, dass ihm die heilige Lehre über Alles ging und dass er die Rabbiner und Torahgelehrten stets unterstützt. Er liebte sein Volk, er liebte das heilige Land, er liebte die Torah, und demgemäss muss das Denkmal, das man ihm errichtet, derartig sein, dass diese dreifache Liebe darin zum Ausdruck kommt, und wir glauben, dass dies durch nichts besser geschehen kann, als durch die Gründung einer grossen Jeschibah zur Beförderung des Torah» Studiums in Jerusalem, die den Namen "NVV trüge. Nun wird Mancher entgegnen: Giebt es in Jerusalem vielleicht nicht Leute genug, die sich dem Torahstudlum widmen und haben wir dort nicht Jeschiboth in hinreichender Menge? Andere werden sagen: Giebt es in Jerusalem nicht schon „Müssiggänger“ genug? Ganz richtig; es giebt in „Jerusalem .TU viele Leute, die „lernen", es giebt auch Müssiggänger, es giebt auch aber keine na’ttP, wie wir sie im Auge haben: ein Lehr sitz für die Jugend, eine Anstalt, aus welcher gesetzeskundige Männer hervorgehen und als Rabbiner und Lehrer in Israel fungiren könnten. Es giebt Jeschiboth in *) Au« der "N'2