Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 22 (19.3.1885)
- Date
- 1885-03-19
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2449503-2449526--21872-2511468- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zur Erhebung von Geldern sind von der Versammlung durch Wahl die Herren: Dr. Pi naher, Finn und Wissotzki, und als Ersatzmann Herr Schalit ermächtigt worden. Ein Schreiben an Herrn Dr. Rülf-Memel, welches den Dank der Versammlung für das gesandte Manifest und eine Gratulation zu seinem 25jährigen Amts-Jubiläum enthält wird abgesandt. Vor Schluss der Versammlung hat sich die Meinung geltend gemacht, dass es von Vorthei wäre, wenn sich das C.-C. durch hervorragende Männer cooptirte, und wurde dabei namentlich Herr Prof. Grätz in Breslau, dessen Zustimmung vorliegt, in Aussicht genommen. Das prov. C.-O. hat einen dahin gehenden Beschluss gefasst. Einige Mitglieder des prov. 0 -0. erklärten bei dieser Gelegenheit, ev. zu Gunsten solcher Männer zurücktreten zu wollen. Schluss 4 */, Uhr. Nachtrag. Herr Rabbiner Mobile wer modifizirt seine Bedingung in Betreff der abgelieferten 1000 Rubel und macht die Rückzahlung derselben davon abhängig, dass die Beschlüsse hinsichtlich der zu sendenden Beiträge an die Colonien "mpn nn3» und "n^Sört HD\, bald ausgeführt werden. Dr. Pinsker macht die Mittheilung, dass die Notablen der Stadt Odessa sich an der Montefiore-Stiftung mit der Summe von 40 00 Rubel zu betheiligen ungebeten haben. Die Versammlung beschloss, durch Ernennung des Herrn Rabbiner Dr. Schwabbaeher zum Ehrenmitgliede ihrem Danke Ausdruck zu geben. V. g. u. 8. flohilewer. A. Zederbaum. L. KliwanskI L. Schalit Dr. med. B. Drüblnowicz. H. MIrkin. L Jaslnowskl, Rechtsanwalt. P. Rabbinowicz. S Friedländar Dr L. Pinsker. W. Wissotzky. Der See Kinereth ÖTD3), (das „galiläische Meer“)* Etwa 25 Meilen nördlich vom „todten Meere“ befindet sich ein zweiter See, dreimal kleiner als jener, da er nur 5 */2 Meilen lang und an der breitesten Stelle von Westen nach Osten nur 3 Meilen breit ist. Die Juden nennen ihn 'TttD D\,, auch '7VH33» (Numeri 34,11), (Josua 13,27 u. 13,3), weil er einigermassen die Gestalt einer Harfe C1T33) hat (die breite Seite nach Norden gekehrt). Zur Zeit der Makkabäer nannte man ihn D\,, Genesareth-See; bei den Arabern heisst er „Meer von Tiberias“, so auch im Midrasch Koheleth. Der Spiegel dieses Sees liegt 280 Ellen unter dem des mittelländischen Meeres; im südlichen Theile giebt es Stellen von 100 Ellen Tiefe. Dieser See ist sehr reich an Fischen der verschiedensten Art, sogar solchen, die sonst nur in den heissen Zonen Vorkommen. Früher befuhren daher zahlreiche Fischer den See, jetzt dagegen ist die Zahl der Fischer gering; Netze werden gar keine mehr ausgeworfen, nur einige Juden angeln am Ufer. Das Wasser ist trinkbar, obgleich es einen leichten Salzgeschmack hat, und angenehm zum Baden. Wasser aus diesem See, das über Nacht in einem irdenen Gefasse steht, ist am Morgen eiskalt. Der Boden am Ufer besteht aus Sand; beim Beginn des Frühlings spriesst ein prächtiges üppiges Grün aus ihm hervor, denn die in diesem Kreise herrschende Wärme, bedingt durch die tiefe Lage, bewirkt ein so üppiges Gras wie in der heissen Zone; doch dauert dies nicht lange. Die Berge, welche um diesen See herumliegen, sind nicht so hoch, wie diejenigen RTn „todten