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Der Israelit · 1885-03-19 · Heft 22 (19.3.1885) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 22 (19.3.1885)
Date
1885-03-19
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Aufruf. (Wiederholt aus No. 103). Ein Familienvater von sechs unmündigen Kiudern in einer kleinen israelitischen Gemeinde Thüringens ist seit einiger Zeit gänzlich erblindet. Derselbe hatte sich seither redlich ernährt und für die Unterhaltung seiner Familie gesorgt, doch jetzt ist es ihm ganz unmöglich, auch nur das Nothwendigste herbeizu* schafien. Edle Glaubensbrüder werden deshalb um schleunige Hilfe angerufen, um, wenn auch nur mit einem kleinen Scherflein, die Noth dieser unglücklichen Familie etwas lindern zu helfen, eingedenk des Spruches: (.rs .N"2 p» snS jno „Wer dem Armen giebt, hat keinen Mangel“. Die Angaben obigen Hilferufs für einen dürftigen, völlig erblindeten Mann, Vater von sechs Kindern in einem kleinen Orte meines Landrabbinats-Bezirkes bestätige vollinhaltlich, und hoffe ich, kein edles israelitisches Herz wird bei einein solchen Unglücke ohne active Theilnahme bleiben. Meiningen, im Deceinber 1884. Dr. Dessauer, herzoglicher Landrabbiner. Teil bin gern bereit, Gaben für die unglückliche Familie entgegenzunehmen und an dieselbe | weiter zu befördern. I 1)r. 1. SalveniH, -- Aus den Protokollen der Dsletjirlsn-Versammlung der "jvx vom 18.—23. Cheselrwan 5645 in Kattowitz 0.-8. abgelialfojn. (Schluss von JSTr. IO?.) Fünfter Verhandlungstag. (10. November 1884.) Die zweite Sitzung des provisorischen Central-Comitcs wird Nachmittag 1 ‘/2 Uhr von Herrn Dr. Pinsker eröffnet. Anwesend sind 11 Mitglieder. Von Herrn Dayches, welcher bereits abgereist, liegt eine schriftliche Erklärung vor, nach welcher Herr Mirkin für ihn zu stimmen berechtigt sein soll. Die Versammlung nimmt davon Kenntniss. Herrn P. Rabbinowitz wird für seine aufopfernde Thätigkeit gedankt und von der Stiftung ein monatliches Salair von einhundert Rubel bewilligt. Für die verflossenen Monate sollen ihm pro Monat fünfzig Rubel nachgezahlt werden. Herr Kliwansky hat an das Central-Comite zu Händen des Herrn Dr. Pinsker 300 Rubel abgeliefert, mit der Bedingung, dass diese Summe einen Theil der für die Colonie TTpn nna„ ausgeworfenen 10 000 Francs bilden soll. Herr Rabbiner Mohilewer hat 1000 Rubel abgeliefert mit der Bedingung der Rückzahlung, falls binnen vier Wochen die Warschauer und Rigaer Stellen ihre abzuliefernden Gelder an Herrn Bernstein in Warschau nicht werden ausgehändigt haben. Herr Wissotzki hat gleichfalls 5 00 Rubel an das Central-Comite bedingungslos abgeliefert. Zu Regie-Unkosten sind Herrn Dr. Pinsker 100 Rubel als höchste monatliche Ausgabe bis auf Weiteres bewilligt worden. Die bei den verschiedenen Vereinen vorräthigen Gelder sind binnen 14 Tagen an Herrn Bankier Bernstein abzuliefem.

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