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Der Israelit · 1885-03-12 · Heft 20 (12.3.1885) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 20 (12.3.1885)
Date
1885-03-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Hussen, aber keine Polen und Inden gewählt werden dürfen, Andersgläubige aber ausznfcheidcu hätten. Tiefe Verfügung war durch Kaiserlichen NkaS sanktionirt worden. Nun besteht aber die Tircctio» und Administration des genannten Kiewer Instituts meistens ans römisch-katholischen Polen und einigen russischen Juden, die, wohlbemerkt, von der Kommimc Viiciu selbst gewählt worden sind, waS die Lache doppelt interessant macht. Diese Leute, gegen die auch nicht das Geringste vorliegt, sind nun einfach von ihrem Amte snipendirt worden, weil es dem Herrn General Drcutelen einmal so beliebte. Die Konsequenzen dieses Schrittes hatte der Herr jedoch nicht vorausgcahul; die finanziell sehr gewandten Herren, die man aus ihrem Amte entfernt hat, haben nämlich sofort eine Eoneurrenzgescllschaft gebildet und der Biewer Bank fast alle ihre Kunden abgenommen. Dt. Crone, 5. März. Vor einigen Tagen kam nach hier ein Svser, der sich hier Moritz Silberstein nannte, ebenso in Danzig, in Bereut unter dem Namen Pcrlmaun sein Wesen trieb, seiner Angabe nach ans Kadau bei Wilna (Rußland) stammt und seinen jetzigen Wohnsitz in Breslau haben will. Derselbe arbeitete hier mehrere Wochen, doch wurde mir von einem Lederhändlcr mitgetheilt, er habe dort ein Stück Rostleder gekauft und von anderer Seite wurde mir mitgetheilt, dast er auch bei einem anderen Ledcrhändler Rostledcr gekauft habe. Ter Sache näher tretend, wurde entdeckt, dast er zu Rostledcr verwandte. Ireitag Abend stellte ich ihn darüber zur Rede: er wollte es nicht zngeben, wich ans und verliest am Sabbat früh mit der Eisenbahn den Ort. Dieser Mensch zeigte hier ein Zeugnis; vom Rabbiner Dr. Werner ans Danzig vor. Rach eiugezogener Erkundigung hat jedoch Dr. Werner ihm kein Zeugnis; gegeben, sondern nur ein Schreiben an den Vorstand in Danzig, das; er unter seiner Aussicht mehrere d'>3d reparirl hat. In Danzig zeigte er unter anderen Zeugnissen auch ein solches von Ihnen geehrter Herr Dr., vor. *) Danzig hat er ebenfalls heimlich verlassen unter Mitnahme der Papiere seines WirtheS Brinkmann und verschwanden mit ihm z^vn.Silbergegenständt und verschiedene andere Gegenstände. Ta der Mann unter verschiedenen Namen reist, so ist sein Signalement: Mittlere Statur, Kahlkopf, bloS im Nacken etwas dunkel- *) '.Niemals habe ich einem reisenden ein -Zengnisr ge' gebe«: es >» also anch das eine grobe .Z-älschnng. T r. v c b m a n n. braunes Haar, kurzer röthlicher Bart und in seinem Wesen etwas Unstetes. ES ist wünschenswert!), dast der Manu festgenommen und der Behörde überliefert wird, da er feit Jahren derartige Betrügereien vornehmen soll, vor ca. 2 Jahren in Intrvschin. Alle Blätter, die ein Interesse für daS Indenlhum zeigen, müstten diese 'Warnung abdrnckcn. Nathan Werner. Aus dem ttnter-C-lsafr, 0. März. Sie sind, geehrter Herr Redactenr, ili den Leitartikeln der jüngsten Nummern des „Israelit" den Auslassungen des Herrn E. von Hartman», die von Unkenntnis; und ungerechten Beschuldigungen gegen daS Indenthnm zeugen, erfolgreich entgegengetreten. In den beiden ersten diesjährigen Rununern der „Gegenwart" hat E. v. H. einen Artikel: „Der Rückgang des DentschthnmS in Oesterreich" gebracht, der dem Autor auch gerade nicht zum Ruhme gereicht. — Ein „Dcutschböhme" überführt ihn in einem längeren Artikel der „Gartenlaube" Nr. 9 in schneidender Auseinandersetzung d e r ll n k e u n t n i st, u n d d a s; e r m i t d e n T h a t s a ch e n nicht i m E n t s e r ntesten vertrant sei. Sicherlich dürften diese Zeilen Ihren.freundlichen Lesern angenehm sein. W. Oestcrr.-Ungar. M onarchie. Wien. Ter Verein „Ehonen Dalim" versendet seinen Jahresbericht, welcher Einnahmen im Betrage von fl. 2094.3« aufweist. Es heißt in demselben: „Dieser zisfermästigc Ausweis, sowie die ausgeführten Leistungen in Krankheitsfällen in nnverziuSlichen Darlehen nub in Pensionen an nolhdürftige Vereinsmitglieder find wohl selbstredend und machen jedes weitläufige Geleitswort entbehrlich." Brünn, 3. März. Das Enratorinm des mähr. - jüdischen LandesmassafondeS versendet den Rechnungsabschluß des Fondetz pro l SS4, welcher der diesjährigen, am lo. März hier abznhaltenden Dclcgirtcn- Vcrsamm'nng vorgelegt werden wird. Hiernach erreichte der Iond am 31. Dezember eine Höhe von l.029.74 l fl. 04 kr. Nominale und erfuhr eine Vergrößerung um S7r> fl. 90 kr., obzwar -'»260 fl. 73 kr. alS uneinbringlich abgeschrieben wttrden. Der Aufwand weist folgende Ziffern ans: Schulsubventionen 12,»so fl. Gemekttdesubventionen 12,400 fl. Personalnuterstützungen 11,030 fl. Bildnngs- und HnmanitätSanstaltcn 2448 fl. LandeS- Rabbinat 420. Mit den Ziffern des Vorjahres »»!!»«, »>,W»wui.*'

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