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Der Israelit · 1885-03-12 · Heft 20 (12.3.1885) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 20 (12.3.1885)
Date
1885-03-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
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339 und des Präliminares verglicht«, zeigen obige Ansgabsposten, daff die Subventionen von Jahr zu Jahr steigen, so das; dieselben beinahe die Grenze der Leistungsfähigkeit des FondeS erreicht haben. Päpn, im Adar. ($* gibt viele segensreiche Anstalten, die aber gerade dadurch, das; sic in weiteren Kreise» so wenig bekannt sind, nicht gebührend gewürdigt werden können. Mit dem Wesen und den Ginrichtnngcn einer solchen Anstalt möchte ich Sic heute bekannt machen und besonders die Art und Weise ihres Wirkens und Schaffens einzeln anSeinandersetzcn. Ich rede von der in hiesiger Stadt sich befindenden Diese wurde vor ungefähr neun Jahren von Herrn Oberrabb.Dr. B reue r '"i gegründet, allerdings mit einer geringen Anzahl von D'iirc, entwickelte sich aber von Jahr zu Jahr in auffallender Weise, sowohl durch die wachsende Zahl von Austen, als auch durch die gute Organisation im Innern, und so zählt jetzt die nznr ca. sechzig die in einem geräumigen, neu hergcrichtcten »rmen rrz den Dalmndvorttägcn des Oberrabbincrs beiwohnen. Wir können nun mit Recht die hiesige als eine der ersten in llngarn bezeichnen, die in jeder Beziehung als Muster einer Pflanzftätte der mm hingcstellt werden darf. Denn Herr Odcrrabbincr Dr. Breuer leitet den -'V'Z' mit einer gewissenhaften unermüdlichen Dhätigkcit, rvie man sie selten irgendwo findet. So ist gerade hier beim „lernen" eine (5'inrichtigung getroffen, die bei fast allen anderen rvc'v" schmerzlich vermisst wird; das „Lernen" geht näinlich hier von Grund ans langsam und klar stnseuweise vorwärts, so das; es auch jüngeren imrc, die noch wenig gelernt haben, möglich ist, leicht den -iz-'L» zu verstehen, und dadurch,^ das; beim selbst alle wcc einzeln anfgcschlagen werden, von selbst in kurzer Zeit einen schönen TiE^n ";*n zu erhalten. Dag!ich sind zwei wovon der Hauptschmr Bormittags, der Nebenschiur Nachmittags stattsindet. Hier trägt Herr Obcrrabbiner vor mit allen eristirenden darauf bezüglichen zrm.CE, und am Gnde einer jeden Woche findet das sogen. „Verhören" statt, bei dem jeder ttc das in der Woche Gelernte auswendig klar auscinandersetzen must. Im Hanptschiur lernte man in diesem Winter aus rvcirc und im Nebenschiur aus r?in mit dazugehörigem -it: und rrr: und in der vorigen Woche fand nach einer den z'-rnz gestatteten Irrst zur Wiederholung wie nach Beendigung eins jeden Semesters das sogen, „große Verhören" statt, das gewöhnlich zwei bis drei Tage dauert, und wo Alles im Laufe des Semesters Vorgclragenc auswendig verhört wird. Mil einer wahrhaft erstaunlichen Gewandtheit verstanden cs die c'Pirc bei dieser so umfangreichen Prüfung, von einem Punkte auf den andern verschlagen, die Fragen des Rabbiners zu beantworten. — Kein Wunder also, wenn für mp begeisterte Jünglinge aus fernen Ländern herbeiftrömcn, um zu den Füßen des Herrn Dr. Breuer den Durst ihrer Lcrnbegierde zu stillen. Gibt cs denn auch ein schöneres und fruchtbareres Gebiet im Studium als das der mm und dazu an einem Orte, wo dies in einer so ergiebigen Weise gehandhabt loirb? Was mm die Einrichtungen der rn'2" betrifft, so wird diese von dem Vereine „cmn:: nmn" unterhalten, der alle cmrc und noch viele hiesige P'P2 zu Mitgliedern hat. Freilich hat dieser Verein grosie Verpflichtungen; denn abgesehen von der Fürsorge für die nünr* selbst, ist es ganz besonders seine Aufgabe, Mittel anfzntreibcn, um den cr-inz, bic meistens sehr arm sind, für die nöthige Nahrung zu sorgen, damit sic, ohne zu darben, sich voll und ganz dem Studium der mip. hingeben können. Da aber die Anzahl der omrc sich stets vergrößert, und die Mittel des Vereins kaum ansrcichen, so richten wir an die Gönner und Freunde der mm das Gesuch, zur Erhaltung dieses Vereines und zur Grwciterniig der ,12*2" hie und da ein Schärsiein beizrltragen und so wenigstens durch Unterstützung der min sich ihren nirr zu erwerben. Mögen aber auch andrerseits diese Zeilen in den Herzen vieler Jünglinge das Verlangen wachrufen, solche Stätten anfznsnchen, um dort die Oncllc ihres Heiles zu finden, und sich durch das Studium der mip einen bleibenden Schatz zu erobcrn. David M a n n h e i m e r. Nichtige Lösungen sandten ein: :U'clit\ioitole(m’r und ^ovjaiigcr Schlesinger in Mergentheim. ,\'ul Soli 11 in Berlin, vohvcr Joseph Ctroiisr in Ziinber-ibock. reig in Treiben. Soiuor MoriN S'oldberg in ^nlniier;»ce. Vrhrer nnd (raiuor S. Mopersoh» in Rastott. rehrer nnb (ian ior i't. .Siirwin in .Soiienbach. Zsooc Roseinhal in stNonfe. Zellchcn t^an« in .b'oicnbnrg. «Gabriel 20orinser in ^eitloi'... Morin Lpiro in :>iiie,'»l>erg. A.'iltwe nnd Kopliocl i^oiibschonr in Laargcnuuib. Zeisl ^lrons nnb 2>eit tiolm in Sonnftoti. TiU'ib ^enediti in ^ai'ingcn. Vncile Metzger in >Ttras;lmrg. •.»Ilnanbcr ('o;u*cl in Mors. Vclircv M. Tnimaim in reche»ich. Am» Abele S'olbschniibl in To »noch. Zoseph vTumnel in -Znlpich. Vnbwig va^tuno in AUen. Aiicbcrila i'ncaä in r'r'eisweiler. reiner Morr Tvpenheiwcr in et. Zngberi. Z. V. l;viuo ans?l»i Ilcrdoni in Zulba. (Aouseniing solgt in nächster .Uiunmer.»

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