Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 20 (12.3.1885)
- Date
- 1885-03-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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- Odesa 1× ep/1000834
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lucldjci' über :»ofooo,yr. lostet, uürb bi« znm April feiner Bestimmung übergeben werden. (5 n g l a n d. London. Auch in diesem Jahre har die Inspektion der IcwS Free School durch den Schnlinfpector Page Rcnonf (wegen der großen Frequenz der Schule tvaren noch drei Hilfscraminatoren gegenwärtig» höchü befriedigende Resultate gehabt. Die Schule hat ihren alten Ruf bewahrt und gilt in ganz England'als Musteranstalt. R n ß l a n b. Petersburg. In seinen Vorlesungen „über die Rechte der Rationen" an der hiesigen Univcrsilni referirte der berühmte Professor A. D. Gradovzskn über die Lage der Inden in Rußland, wobei er zu dem Schlüsse kam, daß die Inden früher oder später zur Gmancipation gelangen müssen. Aehnlichcs ist in Rußland in neuerer Zeit schon oft von verschiedener Seite behauptet worden; leider werden diese Stimmen namentlich von den sogenannten besseren Ständen vergessen oder ignorirt; aberdarum ist unser Dank gegen den populären russischen Professor für seine toleranten Gesinnungen nicht minder groß. Odessa. Wegen eines Inden hat sich zwischen der russischen und türkischen Negierung ein kleiner diplomatischer Streit erhoben. Ter Dolmetscher des türkischen Generalkonsuls in Odessa, Herr Silbermann (Jude) hatte neulich in amtlicher Sache beim Odessaer Friedensrichter Straßeschko zu thnn. Dieser fragte Silbermann nach seiner Religion. „Ich bin Jude!" antwortete 2. unerschrocken, aber ziemlich überrascht wegen dieser Frage. „Dann nehmen Sic Ihren „Fez" (türkische Kopfbedeckung) ab!" schrie der Richter. Silbermann wollte der Aufforderung nicht entsprechen, indem er erklärte, daß er hier nicht als Jude, sondern als türkischer Beamter erscheine, worauf ihm der Richter drn Fez vom Kopfe reißen ließ. Der türkische Generalkonsul wandte sich an die türkische Gesandtschaft in Petersburg um Genngthnung für diese Beschimpfung eines türkischen Beamten. Derselbe war entschieden tut Rechte; denn die Türken nehmen ihre Kopfbedeckung vor Riemanden ab. P a l ä st i n a. Jcfath. Die hiesige jüdische Gemeinde ist vor .Kurzem in eine große Aufregung gerathen. Die engl. Missionsgcscllschasl in Jerusalem hat nach einander einzelne Missionäre dahin geschickt, uurdurch ähnliche Manipulationen, wie in der heil. Stadt, arme Judenseelen in ihren Retzen zu fangen. Hoffentlich werden die Vorstände der Gmeinde die nöthigen Schritte thnn, um jedes Unheil fcrnzuhalten. Amerika. Rew-Aork. An Stelle des verstorbenen Rabbiners Dr. Hübsch hat die „Achawath (5hesed - Gemeinde" den Oberrabb. Dr. Kohut in Groß-Wardein mit einem Gehalte von 5000 Dollar angestellt. M a r o c c o. Ans Veranlassung! des engl. Residenten hat die Regierung zwei Deligirte, den im ganzen Lande als Wucherer berüchtigten Mauren Bubekir Elgnanjaoni und einen Juden Ramens Corcos nach Demnat geschickt. Von Beiden ist kein unparteiisches Urtheil zu erwarten. Grstcrem hat der jndenfeindlichc Gouverneur von Dcmnat schon vor drei Monaten zwei werthvolle Sklaven geschenkt, damit er bei den Hofbeamten ein gutes Wort für ihn cinlegc. Letzterer ist 1872/7:5 von der Regierung aufs heftigste verfolgt und nur durch die energische Intervention der Anglo Icwish Affoc. vom Tode errettet worden. Zcharm Aeher. (G ine wahre Begeben hei t.) Mitgclhcilt von Otalhan Aeller. VI. ^iachdem die Beiden wiederum eine halbe Stunde durch den dichten Wald marschirr waren, blieb Feber stehen und ließ einen gellenden Pfiff erschallen, der ihm sofort ans unmittelbarer Nähe crwiedert wurde. Illach wenigen Minuten gelangten sic ans einen freien Platz, ans welchem ein Lager