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Der Israelit · 1885-02-19 · Heft 14 (19.2.1885) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 14 (19.2.1885)
Date
1885-02-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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228 noch von den in diesem Vereine regelmäßig Vortragenden irgendwie gewünscht oder veranlaßt. Dr. I. He ine mann. Ans den Reichslandcu, 10. Febr. Durch Verordnung des Statthalters sind die von den Wählern des israelitischen EonsistorialbezirkS Unter-Elsaß vorgcnonnncncn Wahlen deS Isidor Nathan und des Prosper Bcrnard in Straßbnrg, sowie des Heinrich Eerf in Wcißcnburg zu weltlichen Mitgliedern des Konsistoriums bestätigt worden. Oester r. - U n g a r. Dr 0 n a r ch i e. Wien. Dem Iahrcs-Bericht der Wiener öffentlichen israelitischen Bcreir.s-VolkS-Schule „Talmud- Thora" für das Schuljahr 1884 entnehmen wir: Die ncncrbante Synagoge ans dem dem Vereine gehörigen Grunde wurde rechtzeitig fertig. Der einfache aber würdige und zweckmäßig angelegte Bau wurde nach den Plänen deS Herrn Architekten Jacob Modern hier in Anbetracht des wohlthätigcn Zweckes ohne jedes Entgeld unter dessen Leitung ansgeführt, wofür ihm der Vereinsvorstand'Namens deS Vereines den besten Dank votirt. llnsere Mittel haben nicht ausgereicht, um die geplante 5. klaffe ins Leben treten zu lassen: dagegen haben wir einen Abendkurs und eilt m men errichtet und eröffnet, in welchem für diejenigen Schüler, welche den ernsten Willen hegen, die in den bestehenden 4 blassen der Talmud-Thöra- Vercinsschnle gesammelten Kenntnisse in den hebräischen Fächern zu pflegen und zu erweitern, Gelegenheit gegeben ist, täglich Vorträge des Rabbiners Herrn I. B. Eohn unentgeltlich zu hören, wobei auch auf Gymnasiasten und Schüler anderer Mittelschulen Rücksicht genommen und wozu auch Jedermann der Zutritt gestattet ist. Die Leistungen unserer Vereinsschnle sind neuerdings als vorzügliche anerkannt worden. Nach solchen Erfolgen müssen wir uns schmerzcrfnllt fragen: „Woher kommt eS, daß man eine solche Schule so mangelhaft unterstützt? Wohin sollen wir kommen? Können wir mit so geringen BUtteln, wie sie uns geboten sind, vorwärts kommen?" Wir wissen, was wir leisten, aber wir wissen auch, waS noch zu thun ist und wie überaus wichtig — namentlich bei der heutigen Strömung — der Bestand und die Fortentwicklung unserer Schule ist. Wir müssen darauf Hinweisen und auf das Energischste betonen: „Wir lehren nicht allein die sämmtlichcn Disciplincn einer staatlich vorgeschriebenen 4classigen Volksschule, welche unter Aufsicht eines k. k. SchnlratheS steht, wir lehren auch die hebräischen Fächer in einer so ausgedehnten Weise, wie keine andere Schule in Wien; aber wir haben außerdem noch die Last der Erziehung auf unseren Schultern, wir mügen die Schüler schulfähig machen, damit sie in Gymnasien und Mittelschulen ausgenommen werden — und unsere Schüler werden aufgenommen. Wien erhält so schwer die eine Talmnd-Thora, und könnte wahrhaftig in jedem Bezirke mehrere ganz gut brauchen. Außer den jährlichen Subventionen empfingen wir von der israelitischen EnttuSgcmcindc. . . louo fl. dem Wiener Magistrat.500 „ ein Legat des scl. Herrn Isak Hübscher 200 „ und eine Spende der 1. österr. Sparcasse 50 „ Wien. Im Wiener Bezirk Alsengrund hat vorige Woche der Private Herr Ignaz Schwarz, körperlich und geistig vollkommen gesund, seinen 104. Geburtstag gefeiert. Budapest, im Februar. Gelegentlich der am 2. d. abgehaltcnen Sitzung des Ausschusses der Pcsthcr israelitischen ReligionSgemeinde wurden folgende wohlthätige Spenden angcmcldet: Frau Adolf Györgyci 200 fl., Herr Hermann Ncuwelt 200 fl., Herr Bcrthold Weiß 250 fl., Herr Alexander Svab hoo fl., Herr Moritz Weißmann zu Stipendienzweckcn öoo fl., Sammlung einer Gesellschaft zu demselben Zwecke 520 fl. 05 kr., Herr Michael Hirsch unentgeltliche Leistung der Pflastererarbeiten für daS Zinshaus deS Gemciude-PensionSinstituts; Herr Adolf TotiS und Frau 1000 fl. für den Ban eines neuen Spitals; eine Spitalbettstiftung auf den Namen weil. Minna Rosenfeld lOOO fl. Budapest, im Februar 1885. Ihre Majestäten der König und die Königin, spendeten dem Ofener Israel. Frauen-Berein 100 fl. Der Antiscmiten-Klub wird am 20. dsS. unter dem Titel: „Brüderlichkeit" und unter dem Motto: „Gleiches Recht für Alle" ein neues Blatt erscheinen lassen. Als Herausgeber zeichnet Reichstagsabgcordncter Göza Onozy, alSNedacteur wird ReichstagSabgcordneter Karl Szalay siguriren und überdies soll eS noch ein AnfsichtS-Komite geben. Letzteres dürfte ganz besonders von Nöthen fein!

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