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Der Israelit · 1885-02-05 · Heft 10 (5.2.1885) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 10 (5.2.1885)
Date
1885-02-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1G& sind in aller er ft er Linie für viele Juden bestimmt, welche durch alle jene verleumderischen Pamphlete, die an sich zwar vollständig bedeutungslos sind, durch die ihnen von Autoritäten zu Theil gewordenen Beachtung aber als nicht ganz grundlos erscheinen können, ihre Hochachtung vor den jnd. Religiontzschriften verlieren konnten." Tie Schrift hat bereits bei ihrem ersten Erscheinen in christlichen Theologenkreksen ungetheiltes _ Aufsehen erregt. Wir sind fest überzeugt, daß dieselbe nicht nur für alte diejenigen unentbehrlich ist, welche jemals Gelegenheit haben, mit Christen über diese Dinge zn disentiren, sondern auch für jeden wahren Jehndi ein treuer Wegweiser sein wird, eine Quelle, aus der alle stets mit Freuden Belehrung schöpfen werden. Der Natne des Verfassers bürgt schon allein für die Gediegenheit des Inhaltes; der Preis der Schrift ist im Verhältnis; zu dem Umfange ei« äußerst wohlfeiler zu nennen, nnd wir können daher dieselbe Jedermann.nur dringend empfehlen. — Zeitungsnachrichten nnd Correspondenzen. Deutschland. Bamberg, 1. Februar. Schon wieder haben wir das Hinscheide» eines guten und nützlichen Lebens zu betrauern. Der Stifslehrer, Herr Seligiii a ii ii H c st lein weilt nicht mehr unter den Lebenden. Nach voranSgegangenem, kurzen Krankenlager schied er anS dem Diesseits im 71. Lebensjahre, um in dem Jenseits seinen reichen Lohn für seine ersprießliche Aussaat hienieden zn empfangen. Treu der mosaischen Lehre ergeben, bescheiden in seinem Umgänge, pflichterfüllt in seinem Berufe hat er in seinen testamentlichen Bestimmungen seine Vorsorge für die Armnth, ohne confessionellen Unterschied, sein Streben für Erhaltung und Fortpflanzung der hl. Thora bethätigt, sowie humanitäre Institute reich dotirt. Gott gebe ihm reichen Lohn. Wir wünschen, das; dieser Lehrstuhl für Talmud-Thora (ein eigenes Vermächtnis; von vor mehr als 70 Jahren) durch einen pflichteifrigen nnd tüchtigen Talmndisten baldigst wieder besetzt werde! Frankfurt a. M. Die Herren Ernst Mey und BernhardEdlich, Inhaber des Versandt-GeschäftS Mey n. Ed!ich in Leipzig versenden au ihre Kunden ein Circulär, in welchem sie erklären, das; sie sich zu der christlichen Religion bekennen und von christlichen Eltern abstammen und daß auch die sämmtlichen Angestellten ihrer verschiedenen Etablissements in Plagwitz, Leipzig, Berlin, Hamburg, Zürich, London nnd Paris, gegen 1000 Personen, Christen sind. Man kann es diesen Herren gewiß nicht verdenken, wenn sie sich auf ihr christliches Religionsbekenntnist und ihre christliche Abstammung berufen. Wenn dieselben aber erklären, daß all ihre Angestellten Christen sind, wollen sie doch wohl damit sagen, daß sie principiell nur Bekenneril ihrer Religion Beschäftigung geben. Es wäre darum wohl interessant zu erfahren, ob sie auch Scrnpeln dagegen haben, das Geld jüdischer Kunden zu nehmen. Allerdings scheint, nach dem Umstande zu schließet!, daß sie ihre Preislisten an Juden ebensowohl, wie an Christen schicken, dies nicht der Fall zu sei». Jedenfalls dürfte es deshalb am Platze sein, daß man durch Veröffentlichung in den Zeitungen diesem höchst bezeichnenden Circulare die größtmögliche Verbreitung zu geben versucht. Aus Nassau. In Bezug aus den Wunsch aus Minden in Nr. 100 v. I. Ihres gesch. Blattes, daß andere Gemeinden Westfalens dem Beispiele Werthers folgen mögen, kann ich Ihnen mit wahrer Freude mittheilen, daß sich auch in unserer kleinen Nachbargemeinde Breidenbach ein ganz anderes Streben kundgibt, seitdem dieselben durch Vermittelung des Herrn Rabb. Dr. Munk einen Lehrer, Herrn Levisohn ans dem Seminar zu Eöln, erhalten hat. Das Streben dieses jungen Lehrers ist darauf gerichtet, den wahren Sinn echten Judenthnms in das Herz der Kleinen zu pflanzen, wie sich dieses besonders in der Schule bekundet. Aber auch die Herzen der Erwachsenen erfüllt er mit wahrer Begeisterung für unsere heil. Religion So findet mau jetzt wieder in der Schabbos-Chewre, die früher nur von wenigen Mitgliedern besucht wurde, die ganze Gemeinde vertreten, denn die Borträge des jungen Lehrers, in schlichten, einfachen, aber dem Sinne des Landmannes entsprechenden Worten, vorgetragen, sinden Anklang in Aller Herzen. Wie verlautet, soll derselbe auch beabsichtigen, einen Verein zu gründen, der den Zweck hat, jüdisches Wissen unter den Gemeindemitgliedern zu verbreiten. Betrachtet man dagegen die Lehrer aus dem Seminar zu Münster!! Sollte man da nicht zu Gott flehen, daß Er dem Seminar zu Eöln auch ferner eine gedeihliche Entwickelung nnd einen gesegneten Wirkungskreis verleihen möge? Hamburg. (Eine Wandermtg dttrch Palästina.) lieber dieses Thema hielt am Sonnabend- Abend der Docent am Rabbinerseminar zu Berlin, Dr. Hirsch Hildesheimer, iii dein jüdisch-wissenschast-' y

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