Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1885)
- Date
- 1885-01-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449503-2449506--21451-2511027- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
21 (Schwerin),;>l r o n c r (Erfurt), P rage r (Hannover),. S a m u c I f o h u (Breslau), Werner (Tanziq), Zuck ermandl (Trier). . Damit ist der Antrag Werner (Danzig) gefallen nnd zugleich der Antrag, erst mit dem zweiten Schuljahre das Hebräische anzusetzen, angenommen. Fortsetzung der Berathung Nachmittags 4 Uhr. Im dritten Thcilc der Verhandlung (das Lehrziel und die Vertheilnng der Pensa) reserirt zunächst über „Biblische Geschichte" Seminardirector Dr. Stein (Cassel.) In den beiden ersten Schuljahren soll in zwei halben Stunden die biblische Geschichte bis Joseph, in dem dritten und vierten Schuljahre dasselbe wiederholt und in Verbindung mit bcn Schülern der beiden ersten Jahrgängen concentrisch bis zum Tode Mosis fortgesetzt werden. Das fünfte soll unter Berücksichtigung des progressiven Princips die Bücher Josua, Richter, Samuel, ebenfalls in 2 halben Stunden wöchentlich enthalten; das sechste die Bücher der Könige, Jona, Hiob, Daniel absolviren, das siebente eine Wiederholung des fünften Jahres, das achte eine Wiederholung des sechsten in je einer halben Stunde wöchentlich vornehmen. Zugleich wird den Schülern einen Uebcrblick über die nachbibl. Geschichte von der Zerstörung des zweiten Tempels bis auf die Gegenwart (Montcfiore) mit der Berücksichtigung der Weltgeschichte in biographischen Skizzen gegeben. In der sich hieran anschließenden Debatten beantragt Dr. K r o n e r den Lehrstoff concentrisch so zu behandeln, das; die 2 ersten und die vier letzten Jahrgänge zu vereinigen wären. Dr. Kirschstein befürwortet die Annahme des Berliner Normalplancs (bis Sauls Tod), sowie das; die 3 ersten Schuljahre rnsaininengenoinmcn werden sollten. Ter 2. Vorsitzende Dr. Bärwald bringt mehrere Anträge zur Abstimmung, ohne das Resultat derselben zu constatiren, so das; eine allgemeine Verwirrung entsteht, welche sich am nächsten Tage im Anschluß an die Verlesung des Protokolls sortsctzt. *) Schluß der Berathnngcu des ersten Tages um 7 Uhr. (Schluß folgt.) Zeituugsttachrichteu und Correfpottdenzen. Deutschland. Frankfurt a. M. In Nr. 103 Ihrer gesch. Zeitung wird in einer Eorrespondcnz ans Palästina berichtet, daß die Missionäre durch Errich¬ *) Aus unserem Stenogramm ist ersichtlich, dast der Anrrag zur Annahme gelangt, dast die 4 ersten Schuljahre mit der j>ihl, (Geschichte bis zum Tode SaulS ausgefüllt werden sollten.) tung von Fabriken zur Erzeugung von Sachen aus Olivenholz den jüdischen Olivenholzarbeitern Eoncurrenz machen nnd dieselben dadurch zwingen wollen, bei der Mission .Hilfe zu suchen. Es wird für die Leser des „Israelit" gewiß von Interesse sein, zu hören, das; in hiesiger Stadt sogar schon eine Niederlage von den in den Fabriken der Missionäre gefertigten Olivenholzwaaren errichtet worden ist. Die Herren von hier, die sich für die Unterstützung der jüdischen Olivcnholzarbeiter in der heiligen Stadt interessircn, haben in Folge dessen den Vorstand des „Vereins der Olivenholzarbeiter" veranlaßt, einen Preiscourant der durch den Verein zu beziehenden Artikel drucken zu lassen, der auch demnächst erscheinen wird. Indem ich mich heute nur ans diese Mitthcilung beschränke, behalte ich mir Weiteres über diese Angelegenheit vor. In derselben Nummer wird von bcnt den Delegieren des Eomitö's zur Gründung eines neuen israelitischen Krankenhauses zu „Eologne" gewordenen Empfang berichtet. Eolonia, wie der Name des Platzes richtig heißt, der Ort, wo sich die Kaffeehäuser im Thale vor Jerusalem befinden, ist dasselbe Eolonia, N'y?p, das in Traktat Suckah erwähnt wird, wo in alter Zeit die mmy geholt worden sind. :'ir nsto *np:i rrn Dipo Bernbnrg, 26. Dez. Gestern verschied im hohen Alter der pcnsionirtc Landcsrabbincr Dr. Salomon H e r x h e i m e r. Derselbe, durch mancherlei Schriften in weiteren Kreisen bekannt, gehörte seinen religiösen Anschauungen nach der sogenannten gemüßigten Reform an. O e st c r r. - U n g a r. M o n a r ch i e. Preßbnrg, 27. Dcccmbcr. Unstre Gemeinde hat einen großen Verlust zu beklagen. Frau Betty Bettel he im, geborene Pappenheim, verschied vorigen Montag im 70. Lebensjahre. Die Verewigte war eine Mutter der Armen, der Wittwcn und Waisen. Namentlich widmete sic den armen Talmndschülern der hiesigen Jcschibah eine mütterliche Sorgfalt. Die Bcthcilignng am Leichenbegängnisse war trotz des schlechten Wetters ctnc überaus große, nnd mehrere Redner, darunter der Sohn der Verblichenen, gaben der allgemeinen Trauer den geziemenden Ausdruck. Frankreich. Paris. Seit Kurzem besitzen wir einen isr. General in Frankreich mehr. Durch Teeret vom