Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 101-102 (23.12.1884)
- Date
- 1884-12-23
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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IWM MtthsdM -MuderrlhumÄ ,» BON>>P i WWW;s»-»L>.i-s>v Rabbi Abraham Sanmel Mnsnmin Safer Jeder unsrer geehrten Leser wird sofort erkennen, das; die Züge, die er hier erblickt, mit denen die größte Aehnlichkeit haben, die wir in -er vorigen belletristischen Beilage zur Anschauung brachten. Der in der Ueberschrift Genannte war der würdige Sohn und Nachfolger seines großen Vaters. Nabbi Mösch eh S o f e r war bereits Oberrabbiner von Preßbnrg, als ihm nach langer, kinderloser Ehe seine erste Gattin durch den Tod entrissen wurde. Wahrend dersteben Trauertage war einer seiner Freunde, ein Nabbinatsasseffor, beauftragt, die einlaufenden Briefe für ihn zu öffnen und zu lesen. Unter diesen befand sich einer von Nabbi Akiba Eger, dem weltberühmten Ober- Rabbiner von Posen. Derselbe berichtete dem befreundeten Preßburger Rabbiner, daß eine seiner Töchter in jungen Jahren Wittwe geworden und das; er den Wunsch habe, sie wieder zu verheirathen; er frage deßhalb an, ob sich vielleicht in der Preßburger Jeschibah ein Studirender vorfinde, der fich für seine Tochter zum Gatten und fiir ihn zum Schwiegersohn eigne. Sofort berichtete der Rabbinatsaffessor nach Posen, das; der hochverehrte Preßburger Rabbiner Wittwer geworden, sagte aber hiervon diesem kein Wort. Als Rabbi Akiba Eger den Brief ans Preßbnrg erhielt, reiste er sogleich mit seiner Tochter dorthin, zu jener Zeit eine beschwerliche und langdanernde Reise; aber der große Zweck war wohl des schweren Opfers werth. So wurden denn die zwei größten Männer ihrer Zeit durch nahe Verwandtschaft vereinigt. Aus dieser Ehe entsprossen Söhne und Töchter, die zu den Edelsten und Vesten gehörten und zum Theile noch gehören. Der älteste Sohn war Rabbi Sa m it e l Benjamin (der Name Abraham wurde ihm erst später bei Gelegenheit einer"Krankheit beigelegt). Er wurde im Jahre 1815 geboren, zählte also, als sein Vater starb, erst 25 Jahre. Preßbnrg war damals einer der bedeutendsten Rabbinatssitze der Welt, und es gab zn jener Zeit große, hervorragende Männer unter den Rabbinen Ungarns, die in den Augen der Welt geeigneter erschienen, den Sitz des Rabbi Mosch eh Sofer einzunehmen, als der junge Mann, der kaum dem Jünglingsalter entwachsen war. Trotzdem erwählte die israelitische Genieinde zn Preßbnrg den Sohn ihres geliebten und tiefbetranerten, langjährigen Führers und Leiters zn ihrem Oberhaupte. Und MM MM 1PM' : i «MsL ÄwfelK: