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Der Israelit · 1884-12-01 · Heft 95 (1.12.1884) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 95 (1.12.1884)
Date
1884-12-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1503 Turnafsky — der auch im vorigen Jahre, der Gründer: des Vereines war — in einer begeisterten Ansprache - die Leistungen des Vereines im verflossenen Jahre? auseinander gesetzt, und den Mitgliedern rm Namen - der Unterstützten seinen? Dank ausgesprochen hatte,. wurde von Herrn Oberlehrer Markus Breuer, Kassirer des Vereins, der Nechmmgsausweis für dieses Jal-r verlesen. Ans diesem ergab sich daß beinahe fl. '400 ö. W. für warme Winterkleidung und Veschnhnng an arme Schulkinder verausgabt waren. — Dieser Verein wird hoffentlich als Vorbild anderen Siebenbürger Gemeinden dienen.. — Die Siebenbürger Juden haben einen unersätzlichen Verlust erlitten rrnn ct”*n mcy n^oi jn tyi ptcn 7uy£ dh:d mo P'iyn. Der Verblichene war der Sohn des 2. Siebenbürger Landrabbiners Rabbi Jechcskel und war ein TD?n des Rabbi Moses Sofers ^"t. Schon in seiner Jugend bekleidete er die Rabbinerstelle in' der kleinen Gemeinde Oroso und wurde nach dem Jahre 1848 von der aus seinen Gemeindemitgliedern gebildeten neuen Gemeinde, Dees, acceptirt. Seit dieser Zeit ist dieselbe unter seiner Leitung zu einer ansehnlichen intelligenten Gemeinde herangewachsen. — Er war nyv' LDin, und hat im. wahren Sinne des Wortes riN-n min in Siebenbürgen verbreitet. Besonders lobenswcrth war, das; er im Interesse unserer armen Glaubcnsbrüdcr in Jerusalem vieles wirkte, und jährlichst. 1000.—1500 fl. ö. W. an Kolel Polen nach nvL sendete. Er erlebte noch eine große Freude. Sein würdiger Schwiegersohn ordnete seine ni2itiT> und nun und ließ dieselbe unter dem Titel sNL'iM' nnnbm nftKcr u. Piü'UyD im Druck erscheinen; sie haben bei den Talmud-Gelehrtenden gebührenden Beifall gefunden. — Am mriD my hauchte er seine reine Seele aus, und wurde unter großer Theilnahme 11122'? 'i*n zu Grabe getragen. — Wegen die Feiertage waren wenige Rabbiner aus der Ferne zum ivvn erschienen. Die nahegelegenen Ortschaften und Rabbiner Löb ans Unterbrin betheiligten sich an der rrb und sein einziger Sohn Rabb Moscheh, der vormals in Nemitze Rabbiner war, und leider wegen eines Brustleideus sich vom Nabbinate zurückzog, hielt mit tiefbctrübtem Herzen die Trauerrede. Die Gemeinde, die bis jetzt ihn unterstützte, verpflichtete sich ihm ferner, - für seinen Unterhaft zu sorgen. L. Lg. ' Rußland. - Im Gouvernement Podolien - wurden nach den letzten Feiertagen alle Synagogen und Klausen behördlich geschlossen, weil ein Theil derselben baufällig, andere zu-nahe bei den christlichen Kirchen stchemm-Ks-- yiu hmm. Philadelphia, 1 i. Noveniber^ Die „Jewish Aid Society", welche hier vor circa 3 Wochen etablirt wurde zu dem Zwecke, Arbeit für solche Jehudim zu verschaffen, die hier -einwandern und außer Stande sind, Stellen zu erhalten, als auch für solche, die plötzlich außer Stellung gcrathen, hat schonsehr vieles Gute gestiftet. Eine große Anzahl Jehudim, die den Sommer durch an Bauernhöfen in Binnland, N.J., Beschäftigung hatten, kamen außer Arbeit und für Alle wurde Unterkunft verschafft, bis bessere Verfügungen getroffen werden können. Palästina. .ii- Jernsalem. Wie „Habazeleth" berichtet, hatte man vor einigen Wochen wegen des Mangels an Regen einen allgemeinen Fasttag veranstaltet. Es habe zwar drei Tage darauf etwas geregnet, aber lange nicht genügend. Die Ackerbauer sind in ihrer Arbeit gehindert, das Pflügen und Säen ist erschwert, auch das Triukwasser ist thenrer geworden. . - Ein junger Schreibkünstler von hier hat an Sir Moses Montefiorc anläßlich dessen. jüngsten Geburtstages einen Glückwunsch gerichtet, welcher 386 hebräische Buchstaben enthaltend, trotzdem auf ein einziges Weizcnkorn geschrieben ist. (Verfasser von „Gabriel.-) (Fortsetzung.) ' '' ' - Erst nach einer kurzen Zeit sprach Veit Blochner mit zornbebender Stimme: „Herr Oberamtmaun, ich lasse mich nicht wie einen räudigen Hund aus Ihrem Ziuuner jagen, bevor Sie mich angchört, und bis zu dem letzten Worte angehört, das ich sprechen will, angehört haben!" Blochner athmete tief auf, um sich zu sammeln; aber er hatte doch so viel erreicht, daß ihn der Amtmann anhörte und er. fuhr nach kurzer Pause fort. „Herr Oberamtmann, ich hätte mein Lebtag nicht geglaubt; daß mir, der ich nie Grund

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