Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 93 (24.11.1884)
- Date
- 1884-11-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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28 . hätten, wird von einem andern Korrespondenten als nicht der Wahrheit entsprechen dargesteüt. Kingston zählten ich t eine, sondern drei vollständig von einander getrennte Gemeinden. Die portngiesifche Gemeinde hatte bei den - jüngstverflossenen Feiertagen 96, die aschkenasische 66 Mitglieder. den Stadtmauer», als er vom Vizir überrascht wurde; derselbe versetzte ihm eigenhändig einige Peitschenhiebe mtb überließ ihn daun seinen Dienern, die ihm die grausamsten Martern auferlegien. Die franz. Zeitungen vom 29. October melden, daß die marokkanische Negierung 13 fremde Schützlinge, worunter 4 Franzosen, sestnehmcn und sie in Ketten nach den Gefängnissen zu Fez schleppen ließ, indem sie vorerst alle bedeutenden Städte pasfiren mußten. Es existirt augenscheinlich in Marokko gegen gewisse Europäer eine Agitation, deren erste Opfer die Israeliten geworden, der aber die Protcstativncn der europäischen Staten bald Einhalt thuu werden. (Schluß folgt.) England. London. Gegenwärtig weilt der Direktor der Alliance - Schule in Jerusalem. Herr Nlssim Behar dahier hat eine ziemlich große Anzahl von Schnitzarbeiten ans Olivenholz mitgebracht, welche die Händwerklehrlinge der Rothschild-Schule verfertigt haben. Dieselben sind in den jüdischen Schn len Bayswaters ausgestellt und erregen die allgemeine Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher dieser improvisirten Ausstellung. R n ß l a u d. Odessa, Am 16. Marcheschwan starb im 68. Lebensjahre der weit über die Grenzen Rußlands bekannte Abraham Brodsky. Biele Jahre hindurch war er im Stadtrath, wo seine Stimme fast immer maßgebend war. Seine Wohlthätigkeit, die sich auf die Bekenner aller Eonfessionen erstreckte, erwarb ihm die allgemeine Hochachtung, die ihm von allen Schichten der Bevölkerung zu Thcil wurde. In seiner Vaterstadt Slatopoli hat er ein Hospital errichtet, dessen jährliche Ausgaben er mit seinen Mitteln bestritt. In unserer Stadt gründete er mit einer Summe von l.'JOOOO Rubel ein Waisenhaus und ein Asyl für Altersschwache. Alle hiesige Blätter drücken ihr tiefstes Mitleid über den Verlust des braven Mannes aus und brachten ausführliche Schilderungen über das überaus große Leichenbegängnis;, an dem'sich die Notablen der Stadt bethciligt hatten. ‘.i'; I a m a i c a. Kingston, im Nov. Die Nachricht, das; sich die dahier bestehenden isr. Gemeinden vereinigt Der tzourier. Historische Erzählung von I. Kohn. (Verfasser von .Gabriel.") (Fortsetzung.) „Ihre Hartnäckigkeit, meinen vernünftige» Bor- ' schlag anzunehmen, ist nur geeignet, meinen Verdacht zu bestärken. . Was können Sie gegen meine Proposition, die Depesche unter meiner Verantwortung an den Prinzen abznsendeu, einwenden?" „Ihre Verantwortung!" stieß der Russe noch immer lächelnd, verächtlich hervor .... „Gegen Ihren unsinnigen Vorschlag habe ich sehr viel einznwendcn. Vor Allem beabsichtige ich nicht, die m i r überantwortete Depesche einem Andern anznvertrauen, sondern will sie in die Hand des bestimmten Empfängers legen. Ueberdies hat mein Auftraggeber mir auch mündlich für Me Fälle Verhaltungsmaßregeln gegeben." Die Züge des Russen waren wieder sehr ernst geworden. „Der Krieg ist ein unberechenbares Ding, von dem Sie, meine Herren, offenbar nicht das Allergeringste verstehen. Es ist ja möglich, daß ich dem Korps des PriuzcnHveun auch nicht ihm selbst begegne« Ich kann Ihnen sagen, daß plangemäß die Hostilitäten schon begonnen haben sollten, und daß es. daher, möglich ist, daß mein Freund, der Prinz, von Württemberg, in dem Monlente ein todter, kalter Mann ist — wem würde dann der Banerntölpek, denSie etwa mit diesem wichtigen Aufträge zu betrauendie Güte hätten, die Depesche übergeben? Latin kann es ja auch geschehen, daß ich nicht dem Prinzen, wohl aber einem andern der ruMchen Heerführer, , sagen wir, Barclai de Tolly, Ostermmm, Lewafchow begegne; — endlich, daß ich auch anf gar keinen