Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 90 (13.11.1884)
- Date
- 1884-11-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2449406-2449490--21141-2510713- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1481! - : Am er i f a. . r New-Aork. Ztm'' 23.''/Oktober wurde das ueue isr. Waiscnasyl^ dessen Grundstein im Mai v. I. gelegt worden, unter großen Festlichkeiten und bei großer Betheiligung seitens des Publikums cingeweiht. Durch die Errichtung dieses Gebäudes, welches, nebenbei bemerkt, ein Prachtbau ist, ist einem bisher fühlbaren Mangel abgeholsen worden, liub die guten Folgen, welche die Wirksamkeit dieses Instituts sicherlich haben wird, werden bald ersichtlich sein. i Baltimore. Aus Amerika kommen uns verschiedene. Berichte über die Montcfiore-Feier zu. Es würde die Geduld unserer Leser zn sehr in Anspruch nehmen, wenn wir. sie alle abdrucken wollten. In allen Synagogen der größeren Gerneinden wurde ein besonderer Gottesdienst abgehalten. In Baltimore haben sich vier orthodore Gemeinden zu einer gemeinsamen Feier vereinigt, bei welcher der unfern Lesern wohlbekannte Rabbiner Dr. H. W. Schneebcrgcr die Festrede hielt, die durch eine getreue Schilderung von der großen Wirksamkeit des berühmten Philantropcn einen sichtlich überwältigenden Einuruck auf die zahlreichen Zrchörer ausübte. Aus dem Leven eines ortl)oi»oren ~~~ Davöiners. Skizze von Dr. Sta . . . ' . (Schluß.); „Aber ich bin sehr häßlich, sehr häßlich!" — sagte Martha,. während. ein . intensives Noch ihr Gesicht überfluthete — „Martha's Schönheit von damals ist geschwunden und häßliche Narben bedecken ihr Gesicht!" . - . „Aber auch ihre Thorheiten 'lind ihr Uebermuth von damals sind geschwunden!"entgcgnete Eervus und drückte warm ihre Händ' — „Deine Schönheit "wurde' Mich setzt' wenig erfreut chabem da ich doch schmerzlich empfinden inüßte, daß ich selbst diese nicht mehr schauen könne. Aber'was ich höre, genügt, meinen Antrag zu wiederholen. Und! höre ich nicht Deine süße Stimme , die in mir tausend angenehme Jugenderinnerungen wachruft und mir herrlicher als die schönste Musik klingt?? „Laß'! das, lieber Rudolph!" — erwicderte Martha traurig — „Es . darf nicht sein! Müßtest Du nicht bei jedem K lang dieser Stimme denken,, wie wehe diese Dir einst gethan habe und wie eben diese Stimme Dir das Licht Deiner Augen genommen? Laß' uns also als Freunde scheiden! Mir genügt es schon, daß Du, guter Rudolph, mir verziehen hast!" „Aber mir genügt das nicht, liebe Marthas" — sagte Dr. Eervus leidenschaftlich — „Du klagtest Dich an, mir das Augenlicht genommen zu haben; ist es nicht Deine Pflicht, Deine Schuld zu sühnen, liebe Martha! So sei Du das Licht meiner Augen. Pflege den blinden, armen Rudolph und werde sein Weib!" -;*:• V.I ■: : - >. v,:-;-:. Er breitete seine Arme aus und sie lehnte ihren Kopf an seine Brust. -y,rr v- So saßen sie noch lange Hand in Hand bei einander, die der Jrrthum getrennt und die nun die wohlthätige Wirksamkeit eines orthodoxen Rabbines vereint hatte. - / - ' iV :! .;'! . :] •. ‘ " •**; * ’' •' '! * ' Am 33. Tag im Anmer war die Stadt M.... außer sich vor Frende. Alle Häuser waren mit Blumen und Gnirlanden bekränzt. Lustig flatterten die Flaggen durch die Luft und überall begegnete man vor Frende strahlenden Gesichter». Es ist der Hochzeitstag des geliebten Rabbiners mit seiner erwählten Fanny Priester. Am Neumondsfest hatte er die Trauung seines Bruders, des Amtsrichters Stein, mit Nahe! Nathansohn, vollzogen und die des Dr. Priesters mit seiner Schwester Hulda. Heute ist Dr. H. ans B. eingetroffen, um bei ihm und bei Dr. Eervus und Martha mesader Kiduschin zu sein. Es war ein rührender Anblick, diese Trauung. Kein Auge blieb thräncnlcer, als der große Rabbi aus B. Martha mit Null) verglich und Dr. Eervus mit Nochum isch gamsn. ' . " Bei dem Gastmahle der.beiden Hochzeiten ~ denn sie faubeti in einem Saale statt — würzte Rebb Ianno die Mahlzeit durch seine Possen! -. i ' „Kalleleben!" — sagte Nebb Ianno. zwFanny — Wein', wein', der Ehosen schickt Dir ein Töpfel Ehrön o, wie bist Du so schön, schön! Al köl korboncho takriw melachl) ist sich gleich dem Ehosen, -ZL'J.Lw :! 1) Bei all Dein Opfern bringe anch Sal; dar.