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Der Israelit · 1884-11-10 · Heft 89 (10.11.1884) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 89 (10.11.1884)
Date
1884-11-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1460 pna'7 71:2p nnm diese (bei der das Zeichen zutreffen wird) Haft Du bestimmt für Deinen Knecht für Jizchak: Auch Nasch! tritt der Meinung entgegen, die etwa sa erklären wollte. Raschi wirft nämlich die Frage auf, warum der Knecht dem ihm unbekannten Mädchen kostbare Geschenke gegeben, obgleich er noch nicht wußte, daß die Jungfrau der Familie Abrahams entstammte. Diese Frage beantwotet Naschi dahin, daß Weser die Ueberzeugung hatte, daß Gott um Abrahams willen auch in dieser Beziehung seinen Weg habe gelingen lassen. irret:: M22 'O? rO&v n7 jniir inrO :im n"2,;pn n'7irn^ Wir sehen also, daß nicht darin sein Zweifel bestand. ... Wenn wir die oben angeführten Verse genau betrachten, so werden wir finden, daß das Zeichen, welches der Knecht von Gott verlangt hatte, nicht ganz dem Wortlaute nach eingetroffen war. Elieser hatte gesprochen: Und es wird sein die Jungfrau, zu der ich sagen werde: Neige doch Deinen Krug, und ich will trinken — und sie wird sprechen: Trinke, und auch Deine Kameele will ich tränken — sie hast Du bestimmt für Deinen Knecht Jizchak! Das Zeichen traf aber nicht so zu, wie der Knecht es verlangt hatte. Er lief ihr entgegen und verlangte zu trinken. Und sie sprach: Trinke mein Herr; und sie gab ihm. zu ' trinken und erwähnte nicht ein Wort von den Kameelen, wie es doch der Knecht in seinem Gebete zu Gott verlangt hatte. Erst, nachdem er getrunken, sprach sie: Auch für Deine Kameele will ich schöpfen, bis sie vollendet haben zu trinken. Und sie that so. Und der Mann sah ihr staunend zu. Der Sache nach war allerdings, das Zeichen eingetroffen; aber nicht dem Wortlaute nach. Riwkah hatte noch Besseres gethau, als der Knecht in seinem Gebete verlangt hätte. Die Frommen, lehren unsere Weisen, versprechen-wenig und halten viel. Als Abraham die fremden Wanderer einlud, da bat er ihnen ein Stückchen Brod an; als sie aber die Einladung angenommen hatten, lies; er Kuchen backen, Rinder schlachten re., um seine Gäste zu bewirthcn. — Die Bösen verheißen viel und halten wenig. Als Abraham die Höhle Machapelah als Erbbegräbnis; erwerben wollte, da bot sie ihm der Besitzer Ephron zum Geschenk an: als Abrahanl dam; darauf bestand, sie käuflich zu erwerben, da verlangte Ephron nicht nur einen ungewöhnlich hohen Preis, sondern das Kaufgeld mußte auch in den besten, gangbarsten und vollwichtigsten Münzen bezahlt werden : nzy EpoVrou: mir: ick Zu seinem Erstaunen bemerkte Elieser, daß Riwkah nicht so große Versprechungen leistete wie er es in seinen: Gebete , verlangt hatte; sie entsprach viemehr sofort seinem Wunsche, und erst dmm versprach sie, auch für die Thiere zu sorgen. Geschah das in Folge von guter Erziehung? War Riwkah im Elternhause daran gewöhnt worden, nach Art und Weise edler Menschen wenig zu versprechen und viel zu thun, war also sein Gebet in reichlicheren: Maaße erhört worden, als er es zu Hüffen gewagt hatte? Oder war sein Gebet nicht ganz erhört worden? Es gab noch eine andere Erwägung, die ihn mit Zweifel erfüllen konnte und diese wollen wir in einem Schlußartikel erörtern. ~ - (Schluß folgt^ Auszüge aus Rabbi Sadja Hagoons arabischer Version der heiligen Lchrist iit’ä Deutsche übersetzt und kritisch beleuchtet von I. Schwarz stein, Karlsruhe. . I. . _ ‘ , ' - Obgleich die alten Interpreten Jonathan ben Usiel Onkelos Septuaginta bis Rabbi Sadja Hagoon in ihren Erklärungen der hl. Schrift nicht in allem nbereinstimmen, sind diese nicht destoweniger alle authentische für uns als Tradition von Moses wie er die Thora mit allen ihr zulässigen Erkkärlmge» und Erläuterungen von Gott empfing, und die sich ungetrübt bis auf die Zeit erhalten habe», in welcher die Interpreten den Unterricht in der Thora erhielten. Es hat also jedes Werk für sich und im Zusammenhang mit den andern Auslegern der Thora, selbst in ihrer Verschiedenheit und ungeachtet ihrer scheinbaren Widersprüche den Stempel göttlicher Wahrheit an sich. D'jne: nncirtcp rmz-nr q'eqh rat :t>r ,2' n7np) .iriu njrra i:r*:n;0DU Daß jedoch Rabbi Sadjas arabische Interpretation nicht die gleiche Verbreitung wie Targum Jonathan und Onkelos gefunden hat, kommt daher wahrscheinlich, daß die arabische Sprache wegen ihrer besonderen Schriftzeichen und ihrer großen Abweichung von der hebräischen Sprache,, nicht so verständlich und volksthümlich wie die aramäische Sprache, in welcher die Targnmim geschrieben sind, für-die Israeliten in den Abeudländeri: war. . Die Hanptnrsache indeß, welche die-Verbreitung der Interpretation von R. S. erschwert hat, ist dessen Tendenz, durch einzelne Worte oder Buch-

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