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Der Israelit · 1884-11-10 · Heft 89 (10.11.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 89 (10.11.1884)
Date
1884-11-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV. Jahrgang. M 89. Der Israelit. Ein Gentrak - Grgan für das orthodoxe Zudenthum. Herausgegeöen von Di'. Lehma»« in Mainz. Montag, den 10. November 5645 (1884). SST“ Bezugsbedingungen und Inhaltsverzeichnis? befinden fich am Schlüsse deS HauptblatteS. "UL Leitende Artikel. Zur Waraschalö Kßaj« SaraK. . Mainz, 7. November. Abraham und Sarah hatten eine lange Reihe von Jahren gemeinsanl danach gestrebt, die Gotteserkenntniß ans Erden zn verbreiten, ndr "roü — pnn nrri . so'iwn n« nT\j£ men Nlln war Sarah gestorben, und Abrahms, eifrigste Sorge war cs jetzt,'M seinen Söhn'eine Gattin zu finden, welche demselben eine Gehilfin werde, wie Sarah ihm selbst gewesen, damit Jizchak in Verbindung mit einer gleichstrcbenden Genossin die hohe Aufgabe weiter führe, die Abraham znm Inhalte und zum Zwecke seines Lebens gemacht hatte. Und er läßt seinen treuen Hausverwalter Elieser konnnen und beschwört ihn beim Gotte des Himmels und der Erde, daß er dafür Sorge trage, für Jizchak eine ihm ebenbürtige Ge- - mahlin zu finden. Und der Knecht leistet den Schwur und nimmt zehn Kamecle von den Kameelcn seines Her;n und zieht nach Mesopotamien, dem Stammlande Abrahams. Und er gelangt bis vor die Stadt Nachor, wo die Familie Abrahams wohnt zur Abendzeit, da die Wasserschöpferinnen ausgehen, um Wasser zu schöpfen aus dem Brunnen außerhalb der Stadt. „Und er sprach : Ewiger, Gott meines Herrn Abraham, lasse es doch sich fügen vor mir heute, und erweise Gnade meinem Herrn Abraham. Siehe, ich stehe an der Wasserquelle, und die Töchter der Leute der Stadt gehen heraus, Wasser zu schöpfen, Und es wird sein, das Mädchen, zu dem ich sprechen werde: Neige doch deinen Krug, und ich will trinken — und es wird sprechen : Trinke, und auch Deine Kamele will ich tränken — dieses Mädchen hast Du bestimmt für Deinen Knecht, für Jizchak, und dadurch werde ich erkennen, daß Du Gnade übst mit meinem Herrn. Er hatte noch nicht ansgeredet, und siehe Riwkah kam daher, die da geboren worden dem Bethnel, dem Sohne Milkah's, der Frau Nachors, des Bruders Abrahams, und ihr Krug auf ihrer Schulter. Und daZ Mädchen war schön von Ansehen gar sehr, eine Jungfrau, und ein Mann hatte sie nicht' erkannt,' und sie ging hinab' an die Quelle und füllte ihren Krug und kam wieder herauf. Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: Laß mich doch schlürfen ein wenig Wasser aus Deinem Kruge. Und sie sprach: Trinke mein Herr. Ekligst ließ sie ihren Krug auf ihre Hand hinab und gab ihm zu trinken. Und als sie damit fertig war, sprach sie: Auch für Deine Kameele will ich schöpfen, bis sie vollendet haben zu trinken. Eilig leerte sie dann ihren Krug in die Tränke und lief abermals znm Brunnen um zu schöpfeil und schöpfte für alle seine Kameele. Staunend sah der Mann ihr zn, schweigend, um zu erkennen, ob Gott seinen Weg habe gelingen lassen oder nicht." Der zuletzt von uns angeführte Vers ist nicht ganz verständlich. Das Zeichen/ das sich Elieser erbeten hatte, war ja schon cingetroffen; (Mt hatte ja schon seinen Weg gelingen lassen. Was erwartet Elieser noch, um zu erkennen, ob Gott seinen Weg habe gelingen lassen oder nicht? Und wenn wir sagen wollten, daß ja Elieser noch liicht wußte, ob das Mädchen, das er angesprochen, der Familie Abrahams entstammte und daß er deßhalb sein Mission noch nicht fürgelungen er achtete, so widerspräche das seinen cißcnen Worten nrfi»

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