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Der Israelit · 1884-11-03 · Heft 87 (3.11.1884) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 87 (3.11.1884)
Date
1884-11-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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M. ein dönncrndcs Hoch ansgcbracht.'-'Mch^ beni Herrn V. Ncuschotz würde eine lebhafteOvatiöu bereitet, da er kürzlich seinen philantropischen Wirkungskreis beträchtlich erweiterte, indem er einen ansehnlichen Fond dotirte, dessen Zinsen den beiden jüdischen 5iuabcnschulen zu Gute kommen. En gl a 11 d, Liverpool, 28. Oct. Bei Gelegenheit der Jubelfeier des Sir Moses Montesiore verdient besonders das vor einigen Jahren compilirte und gesammelte hebräische Werk „rV?nn nu" von Rev. Joseph Kohn-Zedek in London die rühmlichste Erinnerung und Erwähnung. Das vom Genannten zu Ehren Sir Moses gesammelte „Albnm" erschien zur Zeit, als letzterer die Reise nach Marocco unternahm, und enthält klassisch-hebräische Lobgcdichte von hervorragenden Nabbincn und Gelehrten nebst einer vom Herrn Kohn-Zedek geschriebenen Einleitung und Biographie des Gefeierten, sowie auch dessen veröffentlichte Briefe und vieles andere Nützliche. Unter den Poesien ragt besonders eine von David Kohn-Zedek (Sohn des genannten Gelehrten) heror, die er im Alter von 17 Jahren schrieb. Das interessante Werk ist mit seinem Druck und Papier ansgestattet und ist nicht bloß eine Zierde jeder Bibliothek, sondern eignet sich vorzüglich zu Festgeschenken. Es ist zu beziehen von dem genannten Herausgeber, London 13. St. Mark Street, Poodliians’ Heids E. In jüngster Zeit veröffentlichte ein hiesiges, sehr achtbares und wohlhabendes Mitglied der israel. Gemeinde, Herr Kaufmann David Lewis, aus eigne Kosten die „Neginos" oder Accente, üblich beim Vorlesen den Thora, in Noten mit Begleitung des Pianoforte, zu dem Zwecke, daß jeder halbwegs musikalisch Gebildete, selbst Damen, die Kenntnis; derselben sich anciguen und Mütter oder Schwestern den zur Barmizwah heranreifenden Jüngling des; Hauses in dem Vorlesen seiner „Parascha" unter-! richten können. Der sonst mit vielen Geschäften m Anspruch! genommene Herr Verfassrr hat das Werk en srom- - mer. Absicht unternommen und verdient daher volle; Anerkennung. . . '' Er ist bereit, dasselbe Jedem gratis und portofrei znznsenden, der es zn haben wünscht-.- Seine! Adresse ift: David Lewis ESg-. Prmces Park.1 Liverpool.Dr. W. Stern.; n-r »LnN --- -- i(M;v . U-liJli Vs-! •!').'■’•>?;}* J’)ü -- Tanncrsors (Finnland), 1. Oetober. Im Anfang des nächsten Jahres wird in1 Helsingsort (Hauptstadt Finnlands) der Landtag eröffüct, in welchem auch über die Frage der Emancipation der Finnländer Juden verhandelt werden wird.. Die nationale Partei ist meistens dagegen;- die höheren Klaffen aber wollen den Juden, von denen in ganz Finnland bis 300 Familien wohnen,- Mitbürgerrecht bewilligen.; ‘;;; : ...... Alle in Finnland wohnende Juden (außer den im Lande geborenen), sind im Russischen Militärdienst in den verschiedenen Plätzen Finnlands gewesen, sie beschäftigen sich mit Handel, theilweise auch mit Handwerken. Inder Hauptstadt Helsingsort, wo die Gemeinde weit über 100 FamMen zählt, sind ein Rabbiner, ein Schochet Und einige Lehrer angcstellt; außerdem wohnen Juden in Abo , Wibörg, Tavastehus und in einigen anderen Plätzen edyelne Familien, hier in Tanuerfors sind blos 2 jüdische Familien ansässig, dieselben haben einen Schächter und Lehrer engagirt. Benjamin S. Michailoffski. Afrika. > „Dem Standard" wird aus Paris gemeldet: „Aus Marocco sind Nachrichten über weitere Attentate gegen fremde Staatsangehörige eingetroffen. Zwei Israeliten, französische Bürger, wurden mißhandelt, weil sie sich weigerten, dem Befehle der Lokalbehörden von Fez zufolge barfuß durch die Straßen zn gehen. Große Panik herrscht unter der algerischen Kolonie von Fez seit der Ankunft des Sultans. Zwei französische Unterthanen wurden in Ketten gelegt und an verschiedenen . Orten des Landes ausgestellt, um dem Volke die Macht des Sultans anschaulich zn machen."- Wegen dieser und anderer Gewaltthaten wird Frankreich das Panzerschiff „Suffren" ist bereits kn Tanger u angekommen — wohl ein ernstliches Wort mit dem Sultan reden.! < - L:Vi fii:.;-*.- Fez. (Marocco).- Nach eiiier Depesche aus Tanger vom ' 15. Oktober ist seit der Ankunft des Sultans' in Fez seitens der Localbehörden den Jildek aufs strengste' verboten worden, mit Fußbekleidung durch die Straßen der Städt M gehen. Diese Ma^ reget hat dahier große Bewegung hervvrgerusen.

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