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Der Israelit · 1884-10-02 · Heft 79-80 (2.10.1884) · page 34

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 79-80 (2.10.1884)
Date
1884-10-02
Page
– (sequence 34)
Language
German
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Tm Folgenden geben wir eine Uebersicht der mittleren Temperatur jedes Monats in Jerusalem. (Die Grade sind nach Beaumur.) Die Temperatur Jerusalems ist ungefähr dieselbe wie diejenige im mittleren Theile Palästina’s, d. h. also den Küstenstrich und das Jordanland nicht inbegriffen. In 0219 (Sichern), das im Thale liegt und von Bergen umgeben ist, wird es im Winter nicht so kalt wie in Jerusalem, wo hingegen in Galiläa die Kälte einen höheren Grad erreicht. Dafür ist die Kälte auf den Bergen Judäas wieder grösser als in Galiläa. Im Küstenlande ist es wärmer als im Gebirge. In dem nördlich liegenden Beirut beträgt die mittlere Jahrestemperatur 69,3 Gr. Fahrenheit (ungefähr 16,5 Beaumur). In J aff a, das südlicher liegt, betrug die Temperatur im Jahre 5629 bei Tagesbeginn: Im Monate '-}19Tl'76, j119N 73,5. 12219 55,6, "HK 55,5, p'3 59,2, -1"K 61,5, fPD 66,9, Tlön 75, DK 77 und bl^K 79 Grad Fahrenheit, macht in mittlerer Jahrestemperatur am Morgen 68 Grad Fahrenheit. In den Monaten: Bei Sonnenaufgang 2 Uhr Nachmittags Mittlere Temperatur 5621. Vom 21. p'3 bis 21. -HK 11,8 16,2 14 21. "HK . 23. p'D 15,3 19,7 17,5 n 23. p'D „ 23. man 17 21 19 23. man „ 25. DK!8,9 22,5 20,7 » 25. DK n 26. bftK 19 24 21,0 5622. Vom 26. » 27. '-11971 18,6 22 20,3 27. '-11971 „ 28. }119mD 17,9 21,1 19,5 n 28. pttTHÖ „ 28. HDD 12 16,4 14,2 v 28. •HDD „ 29. TOD 8,5 12,9 10,7 12219 7,1 9,9 8,5 -m 1 7,2 10,8 9 -HK IL 9,8 13,6 11,7 Mittlere Jahrestemperatur 13,6 17,5 15,5 In der Jordanebene ist die Wärme grösser; beim TH3D 0' (See von Tiberias), und zwar 300 Ellen über dem Spiegel desselben, betrug die Temperatur vom 9. bis 28. Adar II. 5624 im Mittel 63 Grad Fahrenheit, vom 13. bis 25. Siwan an einem Punkte, 138 Ellen über dem See, mittlere Jahrestemperatur 77,8 Grad Fahrenheit. Je weiter man in dieser Ebene südwärts herabsteigt, desto mehr empfindet man, wie die Wärme zunimmt. Am To'dten Meere fällt das Quecksilber selbst im Winter nie unter 42 Grad Fahrenheit; im Nissan hat es im Schatten manchmal schon 105 Grad und im hohen Sommer natürlich noch mehr. Die Monate Ab und Elul sind die wärmsten des Jahres; es kommen natürlich auch in den Monaten Siwan und Tarnmus Tage vor, an denen die Hitze noch grösser ist als in den erstgenannten Monaten. Am 14. Tarn mus 5629 stieg die Quecksilbersäule bis 103 Grad Fahrenheit in Jerusalem, am 3. und 5. Ellul 5641 sogar bis 112 Grad. Eine solche Hitze trat jedoch in den letzten 22 Jahren in Jerusalem nur einmal wieder ein. Die kältesten Monate sind Tebeth und Sehe bat. In den letzten 22 Jahren fiel das Quecksilber einmal bis 25 Grad Fahrenheit (das sind 4 Grad unter Null nach Celsius), nämlich im Jahre 5624 am 14. Sc he bat. Durchschnittlich giebt es jährlich 5 Nächte, in denen es gefriert; das Eis schmilzt jedoch bei Sonnenaufgang und hält sich nur an Orten, die den Sonnenstrahlen unzugänglich sind, etwas, länger. IL Die Winde. Die Winde wehen in Palästina viel regelmässiger als in Europa, und ihr Einfluss auf Menschen und Pflanzen ist viel nachweisbarer als sonstwo. Darum hat man die Windgesetze schon in früheren Zeiten zu erforschen gesucht; auch galten die Winde stets als Bild, um den Begriff der Stärke und der Macht auszudrücken. So Arnos IV, 13: „Er bildet Berge und erschafft den Wind“. Je nach der Himmelsgegend, aus welcher der Wind kommt, tritt er verschiedenartig in seinen Eigenschaften auf. Der Ost wind, der von der syrischen Wüste kommt

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