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Der Israelit · 1884-09-18 · Heft 75-76 (18.9.1884) · page 35

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 75-76 (18.9.1884)
Date
1884-09-18
Page
– (sequence 35)
Language
German
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«alem’s betreiben jetzt den Export der Ethrogim des heiligen Landes nach dem Westen Europa’s; mit allen Erfordernissen des Pflüekens, Sortirens, der Verpackung etc. sind dieselben vollständig vertrant. Ein ebenso kaufmännisch gewissenhaftes Speditionshaus in Joppe, Ohajim Schmerling, dessen Beellität wir beim Weinbezug aus '"X persönlich kennen gelernt, besorgt die Spedition an die Lloydschiffe, und wie uns mit Sicherheit bekannt, werden dieses Jahr die sämmtlichen allbekannten Frankfurter Ethrogim - Engros - Geschäfte einen ansehnlichen Vorrath von schönen und preiswürdigen D'Jnnx des h. Landes in Vorrath haben, und ebenso dann natürlich — direct oder indirect — die übrigen D^ITTIX-Händler Deutschlands und der Nachbarländer. — Abgesehen von allem Anderen, verdienen die OMYTTIX ans V'X schon desshalb unseren Vorzug, weil im h. Lande nie Propfung mit anderen Fruchtgattungen stattfand, während bekanntlich die Corsikaner fast sicher gepropfte Zwitter (TVD3T1Ö), also nicht gesetzmässig sind, und die so beliebten Corfuer wenigstens gleichem Verdachte unterliegen. Uebrigens geschieht der Export, wie schon bemerkt, nur von strengreligiösen Häusern, die laut Zeugnissen des als gewissenhaftest berühmten Oberrabbiners in Jerusalem, vollständigste Sicherheit in jeder Beziehung bieten, nicht nur in Bezug auf rVQSTflÖ, sondern auch in Bezug auf Erfüllung aller in Betracht kommenden religionsgesetzlichen Vorschriften über JHXH 'lES: Wir zweifeln nicht, dass die diesjährigen DVinnX aus '"X an Schönheit denen aus den Südländern Europa’s kaum oder wenig nachstehen werden; wir sagen absichtlich kaum oder wenig, denn die etwaige, unbedeutend grössere äussere, in die Augen fallende Schönheit der letzteren (oben wie bei den Bosen, den gepropften Ananas-Erdbeeren und anderen Früchten durch die Zwitterherstellung erzeugt) wird, durch das unbedingte JTnUD der EVTHnx aus V‘X reichlichst aufgewogen, — An jedem Einzelnen von uns ist es aber, und jeder Einzelne ist vollkommen in der Lage, zum Besten von '"X und seiner jüdischen Bewohner das Seinige in dieser Angelegenheit zu thun. Ein Jeder müsste nur seinem gewohnten Ethrog-Lieferanten schon jetzt, vor m sagen: „Ich wünsche dieses Jahr wenn möglich ein schönes Ethrog' aus V'X. Nur dadurch würden die Händler ermuthigt, sich noch dieses Jahr eine grössere Anzahl und künftighin alljährlich immer mehr davon kommen zu lassem Der Erfolg einer derartigen stillen und geräuschlosen Agitation für die Früchte des heiligen Landes durch die (Konsumenten selbst wäre aber eine vierfache: 1. Würde jeder Besitzer eines UVinX aus '"X die Mizwah mit noch grösserer Innigkeit, der Weise unserer Voreltern in den. schönen Tagen der Vorzeit möglichst nahekommend, erfüllen -können, würde im Geiste sich in die alte Heimath, an die Ursprungsstätte der Festesfrucht in seiner Hand versetzt fohlen, und seine Liebe zu derselben, wie zu V'X, würde sich noch erhöhen, denn 2. Könnte jeder Besitzer eines solchen JVinx gleich Josua und Kaleb mit dem stolzen: ITHS ni („Lieh’ her, das hier ist seine Frucht, sein Erzeugniss 1“), dem jHXn r"QTd. h. den Phantasieen Derer entgegentreten, denen heutigen Tages noch das heilige Land als eine „anbauunfähige Steinwüste“ vorschwebt. — Der dieses Mal noch zurückgebliebene Nachbar würde nächstes Jahr dem guten Beispiele folgen, und der Bedarf und Bezug von Ethrogim dadurch von selbst stets grösser werden. 3. Dass die jüdischen Besitzer von Ethrogim-Pflanzungen, deren es schon welche in v giebt, durch die erhöhte Nachfrage ihr Eigenthum an Werth erhöht sehen würden, ist eine bekannte national-ökonomische Wahrheit, und ebenso gereicht der kaufmännische Nutzen, den die jüdischen Handlungshäuser Jerusalems von den Ethrogim-Häusern auch ihren Bediensteten und Arbeitern, und mittelbar durch den erhöhten Wohlstand auch der ganzen Landesbevölkerung zum Vortheil, und vermindert die Zahl der auf die Almosen der Ausländer Angewiesenen. 4. Endlich aber müsste ein solcher Bezug von ,"X-Ethrogim und die Aussicht auf eineu grösseren Bezug in jedem folgenden Jahre, die bestehenden Ackerbau-Ansiedelungen unserer Brüder (die Bussen in pVX*l» und p")p2,. die Bussen und Jerusalemiter in „mpH HDS«, die Bumänier in Samarin und 'T12S E7XT,) ermuthigen. Sie alle haben unseres Wissens neben Wein, Orangen und anderen Südfrüchten auch Ethrogim angepflanzt, und welche Ermuthigung zur gottvertrauenden Ausdauer in den gegenwärtigen prüfungsvollen Kindeijahren ihres Bestehens, wenn der fleissige Baumzüchter die Sicherheit vor sich sehen würde, nach den nb"};?-Jahren für die Früchte seines Schweisses stets sichere Abnehmer an seinen europäischen Brüdern zu haben; wie würden sie um so rastloser darnach streben, all’ die Vortheile der rationellen Bewässerung und Pflege, wie sie die Wissenschaft und Erfahrung an die Hand giebt, ihren jungen Baumschulen zu Gute kommen zu lassen, und so

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