Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 75-76 (18.9.1884)
- Date
- 1884-09-18
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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nach (und nach die Gartencultur des Landes wieder auf die alte, selbst von Rom’s Legionen und ihren Geschichtsschreibern, Tacitus und den Anderen, staunend bewunderte Höhe bringen. — Möge also Jeder in seinem kleinsten oder grössten Kreise das Seine für jH&T '“IS thont Frankfurt a. Main. Leopold Hamburger. --—---- Hie Auswanderung jüdischer (Kolonisten aus Cypern.*) Den Lesern jüdischer Zeitschriften ist es unstreitig bekannt, dass die hervorragendsten Glaubensgenossen Londons am 15. Mai eine Zusammenkunft hatten, um über Mittel und Wega zu berathen, wie uns (Kolonisten auf der Insel Cypern geholfen werden könne. Wie der Land« irnnnn den Hegen erwartet, so sehnsüchtig sahen wir den von dieser Versammlung zu fassenden Beschlüssen entgegen, denn die englischen Juden wissen am besten, unsere Lage zu beurtheilen und wo es uns fehlt. Leider sind unsere schönsten Hoffnungen fehlgeschlagen. Unsere Genossen Josef Massel und Goldstein theilten uns telegraphisch den Beschluss der Versammlung in folgenden Worten mit: „Das Comite wird an General Budolf schreiben.“ (Derselbe ist (Kommandant in Nikosin, der Hauptstadt von Cypern). Es lässt sich denken, wie entmuthigt wir durch die Nachricht wurden, dass jetzt erst wieder frisch hin- und hergeschrieben werden solle, und dass wir, die schon so lange der Armuth und dem Mangel Ausgesetzten, in weiterem Erwarten der Dinge den Rest unserer Kräfte verzehren sollten. Selbst das Brod, das uns der Agent eine Zeit lang verabreichen liess, indem wir ihn auf den 15. Mai vertrösteten, wurde uns von diesem Tage an entzogen. Statt Hoffnung und Freuds war Kummer und Klage bei uns eingekehrt. Die Einwohner erbarmten sich unser und baten den Stadtobersten, uns aus der Stadtkasse zu unterstützen. Dieser Herr ist aber mit Herrn Michel Friedland befreundet» der schon vorher dem Comite gerathen hatte, uns jede Unterstützung zu entziehen, damit wir durch Hunger genöthigt würden, uns in den ungesunden Gebirgsgegenden anzusiedeln. Der Stadtoberste verweigerte demnach jede Unterstützung, und hierauf beschlossen wir auszuwandern. Wir verkauften den Rest unserer Habseligkeiten, um unsere Frauen und Kinder zu Schiffe bis in die Hafenstadt Limassai zu befördern, wir Männer machten den fünfzehn Stunden langen Weg über Steine und Felsen zu Fuss. Der Agent der österreichischen Dampfschifffahrtsgesellschaft, dem wir hierdurch unseren Dank ausdrücken, ermässigte den Fahrpreis nach Jaffa um die Hälfte und so wanderten wir» dreizehn Personen, allerdings mit Nichts als dem was wir auf dem Leibe trugen, nach Palästina. — —.— . Salomon Josef Guttwoch, einer dev Colonisten. *) Aus der "nSsttn,,» —-——i2G—--- •vwT AvSl r ßL'Ctefv t'fi&Mze'to Sfze'wnde'n, a&t&w cBkannten vn de/t, und 'uni'WOC'&t emo ei'n 'tedxX o/CiidU/idieo -newed &§a/tve/ndi 9«« 25. &ttnt 5644. Druck von David Louir Wslff ln Maadrbur».