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Der Israelit · 1884-09-18 · Heft 75-76 (18.9.1884) · page 34

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 75-76 (18.9.1884)
Date
1884-09-18
Page
– (sequence 34)
Language
German
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■HJH* itma-D^nm Zum herannahenden n 13D-Feste. ♦m&srtei pan ns /plS fOTölSfl Wie erfüllten unsere Voreltern dieses Gebot unserer heiligen Thora, wie konnten sie es erfüllen, in den glücklichen Tagen der Vorzeitl Und wie erfüllen wir es, wie müssen oder müssten wir es erfüllen! In die fYI32 und D'BTTS der gottgesegneten Heimath zogen sie hinaus vor dem Feste der Einsammlung. — Des Jordanthaies Tropenwelt, wo des jüdischen Gärtners fleissige Hand die weltberühmte Balsamstaude Gilead’s pflegte, die jetzt wild verkümmert, des Horfensees lachende Ufer, der Saronaebene farbenbespülte Fluren, wo noch heutzutage die schmackhaftesten Südfrüchte der Welt nur der Schnellfahrer harren, die sie einen Monat vor den Erzeugnissen anderer Tropenländer auf die Tische der Europäer legen würden. Alle diese lieferten unseren Voreltern in reichster Fülle Ethrog, wie Palmen- und Myrthenzweige, zur Paarung mit den Weidenzweigen von den Ufern der zahlreichen Bäche, die, von des Frühregens segenspendenden Finthen stets neu geschwellt, durch die wogenden Getreidefelder der Ebenen Galiläa’s, wie der noch immer fruchtbaren Ebene Jisreel, durch Gilead’s und Bosehon’s Triften ihre Wasser dem Westmeere und dem Jordan zutrugen. — Und heutzutage! Aus weiter Feme lassen wir ITPin^ und zur Erfüllung des Gebotes der Festesfreude kommen; auch in unserer Sukkoth-Freude müssen wir klagen: C20 nr‘'\“T, Den halbwilden Corsikanern, den uns stets unsympathischen Neapolitanern sind wir tributpflichtig geworden für unsere O'H'NNK,, vor Allen aber jenen listigen und zugleich judenfeindlichen Griechen auf dem jonischen Archipel (Corfu etc.) und in Triest. — Es ist bekannt, wie die Letzteren zu förmlichen Eingen sich vereinen, die Ethrogim-Emten zusammenkaufen, um dann durch das Monopol die Preise für die jüdischen Abnehmer ganz Europa’s nach Willkühr hinaufzuschrauben. — Und warum nehmen wir die Festpflanzen, vor Allem die Ethrogim nicht wenigstens aus dem Böden unserer alten Heimath, deren Auferstehung zur alten Glorie wir so sehnsüchtig erhoffen und erflehen? —Schmückten und schmücken doch seit Jahrhunderten unsere portugiesischen Brüder in Amsterdam zum alljährlichen Freudentage ihres Entrinnens aus der spanischen Inquisition in die Freiheit der neuen holländischen Heimath, ihre Bethäuser mit den Früchten und Pflanzen Andalusien’? und Granada’s, die sie mit grossen Kosten aus dem Lande ihrer früheren Peiniger beziehen . . . ., und wir sollten in unserem alle Sehnsucht verloren haben nach pSfc’pVttr keine Sehnsucht mehr empfinden, wie die Worte unseres Dichterfürsten es ausdrücken: "pT<3r"Q TiriSO Nein, die einzige Ursache, weswegen Ethrog und Lulab des heiligen Landes uns fast ganz fremd geworden, lag eben in der nahezuen Unmöglichkeit, sich dieselben zu verschaffen. — Die lange Dauer des Transports durch die Segelschiffe mit unsicherem Abgang und noch unsichererer Ankunft — bis vor I oder 2 Menschenaltem sogar unter Gefahr vor den afrikanischen Seeräubern —- schreckten vom Bezug aus ab, und als in den jüngsten Jahrzehnten dieser Bezug durch die verschiedenen Bampfeiiinien mehr und mehr erleichtert wurde, fehlte es drüben an unternehmungslustigen und geschäftstüchtigen Kaufleuten, wie an Initiative vom Westen aus, wo man sich aus Gewohnheit an die überkommenen Bezugsquellen aus Südeuropa hielt; nur nach den nächsten Nachbarländern des h. Landes entwickelte sich nach und nach ein kleiner Export. — Seit mehreren Jahren wurden wir nun von verschiedenen Seiten im h. Lande eingeladen, unsere Stimme für den Bezug von Ethrogim aus SsiUP jHK zu erheben, gleichwie es und andere Zeitschriften gefhan; wir wagten es aber nicht, nachdem schüchterne Versuche, die von unkundiger Hand unternommen, nicht gelungen waren. Die genaue Beobachtung des richtigen Moments zum Pflücken vor der Ueberreife, die sorgfältige Auswahl und Sorfcirang, die ebenso sorgfältige Verpackung für den Transport: all*' dies erfordert Sachkenntniss, die sich erst durch Erfahrung erwerben liess. — Glücklicherweise aber, was wir vor Jahren nicht konnten, können wir jetzt; auch hierin haben sich, dem Himmel sei Dank, die Verhältnisse zum Besseren gewendet. — Mehrere von einander unabhängige, ja miteinander rühmlich concurrirende jüdische, strengreligiöse TTaudlnngshäuser Jem—

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