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Der Israelit · 1884-09-08 · Heft 72 (8.9.1884) · page 23

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 72 (8.9.1884)
Date
1884-09-08
Page
– (sequence 23)
Language
German
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— 179 — nung erwies sich als schwach. Die Redaction des „Raswet“ (eine russische Zeitschrift) verschaffte ihnen 381 Rubel. In den übrigen europäischen Ländern sammelte man 1500 Francs für sie, ausserdem übersandte Herr Dr. Lehmann 600 Mark. Die Notli wuchs, man sah dem Hunger und dem Mangel entgegen; auf Hilfe seitens der russischen Juden war nicht zu rechnen, und so entschlossen sie sich, Herrn F i n b e rg nach Europa zu schicken, um das Herz edler Glaubensgenossen für die Colonie zu erwärmen. Für die Reisekosten dieses Boten mussten sie den Rest ihres Geldes opfern. Herr Finberg wandte sich zuerst nach Deutschland, hatte dort aber keinen Erfolg und ging deshalb nach Frankreich. In Paris fand er einen edlen Glaubensgenossen, der sich bereit erklärte, den nothleidenden Kolonisten zu Hilfe zu kommen und sie so lange zu unterstützen, bis sie sich von ihrer eigenen llände Arbeit erhalten könnten. Der hocherfreute Sendbote theilte seinen Mitbrüdein auf der Colonie diese Freudenbotschaft telegraphisch mit, und nach vierzehn Tagen reiste er nebst einem französischen Gärtner zu ihnen. Dieser sollte die Colonisten in der Arbeit unterweisen. Herr Director Hirsch auf ,,l?K*lttP mpÖ» wurde zum Aufseher über die Colonie bestimmt. Neues Leben kehrte nun bei den Colonisten ein. Die anfänglichen Statuten wurden beibehalten. Dies der Anfang der Colonie "fPä4? MX*!.,, die sich nun in den Händen des Herrn Baron Edmond von Rothschild befindet. .'28 fl NV22 /'' « ---—- Die "min niobn rran,, und^das „D^in -np^n-Hospital" in Jerusalem. Vor einiger Zeit erging sich Herr Cantor Aron Jizchak Hakohen in Leeds (England) in allerlei Anklagen über die oben genannten Anstalten, allein er gab gar nicht an, ob seine Anklagen auf eigenen Anschauungen, oder auf den Berichten Anderer beruhten. Es liegt uns fern, den Character des genannten Herrn oder seine Liebe zur 'Wahrheit und zum Lande unserer Väter anzugreifen, allein wir müssen annehmen, dass er sich durch Verleumder hatte irre führen lassen und so einen falschen Bericht in einem weitverbreiteten Blatte in die Welt geschickt hat. Zur Steuer der Wahrheit geben wir in Folgendem einen auf eigener Anschauung und Kenntnissnahme beruhenden Bericht über die beiden Anstalten. l. Die «min N12^N„. In der ■nm nö'pfi werden jetzt 275 Knaben vom fünften bis zum siebzehnten Lebensjahre unterrichtet. Das Schulhaus wurde durch das Geld, das von den Gemeinden der „Peruschim“ gesammelt worden war, errichtet; es werden jedoch jetzt auch. Kinder aus chassidischen Gemeinden angenommen. Die Zahl der Lehrer beträgt zwanzig. Die Schüler vertheilen sich in folgende Lehr- und Altersklassen: > 75 Knaben vom fünften bis achten Lebensjahre lernen Hebräisch lesen, 75 Knaben vom achten bis elften Jahre lernen Pentateuch und beginnen mit 8*123, 50 vom zehnten bis dreizehnten Lebensjahre haben Unterricht in *i"3N und etwas 8*122, 45 Knaben vom zwölften bis fünfzehnten Jahre werden in 8*122 mit Dvs2H22 unterrichtet, andere 30, die nicht so gute Anlp^en hchen. erlernen T2P21 1"2N. Verschiedene Rncbon sind Handwerkern als Lehrlinge

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