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Der Israelit · 1884-07-31 · Heft 61 (31.7.1884) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 61 (31.7.1884)
Date
1884-07-31
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXV. Jahrgang. Kettage zu Nr 61 des Israelit Leitender Artikel. Literarischer Bericht. n», 6t a 1SD3BT roten te ]nnD bvw mmn\ tnpon ns»t *pi» -rriov Ji mn ntto iDn 'o: hwddi tnpon .p"sb i"om etanxii jnrnnnxMi wteo yPi r2 Das vorliegende erste Heft eines größeren und umfassenderen Wörterbuchs der hebräischen Sprache darf als ein bemerkswerther Fortschritt auf diesem Gebiete bettachtet werden. Seit Aenseew's ns* Dnenvn ist unseres Wissens kein umfassendes Wörterbuch in hebräischer Sprache erschienen und gegenüber diesem nimmt das vorliegende Werk einen weit höheren Standpunkt ein. Nicht nur, daß der Verfasser die Arbeiten anderer Gelehrten, die seitdem erschienen sind, benutzt hat; denn das versteht sich von sich selbst. Aber die Schwierigkeit liegt nicht für den, der an die Ausarbeitung eines solchen Wörterbuches geht, in dem Mangel an Vorarbeiten, sondern gerade in der Ueberfülle derselben. Hier muß sich der kritische Takt des Verfassers bewähren, indem er aus der Masse des vorhandenen Materials das für seinen Zweck Nothwendige herauszunehmen weiß. Daß der Vers, diese Auswahl versteht und mit feinem Sprachgefühl das ihm richtig scheinende hier und dort, ohne sich streng an irgend eine philologische Schule zu binden, hervorgeholt hat, davon kann sich der verständige Leser auf jeder Seite dieses Merkchens überzeugen. Der Vers, ist aber nicht nur Eompilator, sondern auch Sprachforscher und seine eigenen Bemerkungen, soweit solche in dem Heftchen vorliegen — dasselbe reicht bis 2* auf 80 Seiten Lexikonformat — zeigen, daß er sowohl Kenntnisse,-als auch das richtige Urtheil dazu besitzt. In einer Beziehung übertrifft das vorliegende Werk alle seine Vorgänger, sowohl die in hebräischer als auch die in anderer Sprache abgefaßt sind. Es bringt nämlich nicht nur den hebräischen Sprachschatz, soweit er in der Bibel erhalten ist, sondern auch das sogenannte Neuhebräisch in der Mischna und im Talmud und die davon gebildeten Worte in den Pijutim und in den Werken der nachtalmudischen Rabbinen und sonstiger Schriftsteller sind in dasselbe ausgenommen. Daß dies ein weseutticher Vorzug des Werkes ist, wird jedem Kenner einleuchten, schon deshalb, weil man auf diese Weise einen Ueberblick über den Entwicklungsgang der hebräischen Sprache von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, über einen Zeitraum von Jahrtausenden, gewinnt. Als ein Nebelstand in dem Werke muß es bezeichnet werden, daß die Derivate eines Stammes nicht wie üblich unter dem betreffenden Anfangsbuchstaben, sondern gleich beim Stammwort ausführlich behandelt werden. Für solche Leser, die den Stamm eines Wortes nicht gleich finden, ist das mit unnützem Suchen verbunden. Alle Derivate eines Stammes sollten beim Stammwort blos summarisch aufgezählt und unter den betreffenden Anfangsbuchstaben ausführlich erklärt werden. So sollten z. B. die Hauptwörter rrim rrout, unter dem Buchstaben Aleph aufgeführt und bei den betreffenden Stammwörtern darauf verwiesen werden, umsomehr, da es z. B. bei dem letzteren gar nicht einmal sicher ist, ob der Stamm bdx oder rroa ist; vgl. Gesenius s. v. Andererseits führt der Verfasser unter 1* auf, wo der bloße Hinweis ans das Wort genügt und die nähere Erläuterung unter dem Buchstaben 'o am Platze gewesen wäre. Es ist dies eine Erleichterung für den ungeübten Benützer eines Handbuches, die sich ohne die geringste Schwierigkeit bewerkstelligen läßt. Bemerken wollen wir noch, daß der Verfasser das obige Nomen zweimal als Stichwort mit Schema unter dem 'o aufährt, was unrichtig ist, da das Aleph seinen Consonatttenwerth verloren und bloßer Dehnungsbuchstabe ist. Es darf nicht meoznajim sondern muß muznajim gelesen werden. Abgesehen von diesen unwesentlichen Mängeln bat das Werk einen großen Vorzug vor anderen Wörterbüchern durch die vielen Textesstellen, die es anführt und erläutert und wird, wenn cs in diesem Sinne weitergeführt wird, ein recht brauchbares und empfchlenswerthes Wörterbuch der gesammten hebräischen Sprache werden. Di-. H. E—u. Zeitungsnachrichten und Gorrefpoudenzen. Deutschland. 8. Frankfurt a. M. Herr Nahmer ruft: «Triumph!" In der letzten Nummer seiner «Wochenschrift" überrascht ihn ein Freund mit der großen

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