Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 51 (26.6.1884)
- Date
- 1884-06-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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XXV. Jahrgang. Leilage ju Nr. 51 des Israelit Leitender Artikel. Literarischer Bericht. d"#,3 D’ic'nm o’-.eru 0’»m ‘PiOti^ pX n-D nra mcan pxan nxo v-pvisr «“«"3 Id51 urr'2» ’JCD jni3 pN *D ^nitay"J :]j;jjnt>Na p"i2x n,Jnbw D,*nat< V'mio Bevor ich in eine Besprechung dieser bereits im vorigen Jahre erschienenen posthumen Schrift N. Israel Salanter's b"st eintrete, dürste eine allgemeine, den jüdischen Buchhandel betreffende Bemerkung gerade bei dieser Gelegenheit am Platze sein. _ In meinem, dem berühmten Verfasser an dieser Stelle gewidmeten Aufrufe erlaubte ich mir den Hinweis, dem aus unserer Mitte Geschiedenen durch Sammlung und Veröffentlichung seiner zahlreichen min 'xn ein dauerndes Denkmal zu errichten. Ich unterlief; es seitdem nicht, wiederholt Erkundigungen einzuziehen, ob sich dieser Wunsch verwirklicht habe, konnte aber nichts darüber in Erfahrung bringen. Vor wenigen Tagen erhielt ich von einer nichtjüdischen Buchhandlung ein. Vücherverzeichniß der Buchhandlung von Paschel es in Prag zugestellt, welches auch den Titel obiger Schrift enthielt. Dieser Umstand bestätigt, von Neuem, die auf Grund verschiedener Wahrnehmungen schon oft gemachte Erfahrung, daß der Verkehr zwischen den jüdischen Buchhandlungen und dem Publikum sehr viel zu wünschen übrig lässt. Wenn Jemand, der, wie ick, in vorliegendem Falle mit Spannung dem Erscheinen eines Buches entgegensieht, trotz verschiedener Erkundignngen erst nach mehr als Jahresfrist ganz zufällig davon Kenntniß erhält, wie schwer mag dann die Kenntniß und Verbreitung literarischer DJoüitätcn erst in dem großen Lesepublicum sich vollziehen. Ob daran die Buchhandlungen oder die jüdischen Zeitungen oder welche Factorcn sonst schuld sind, bin ich nicht in der Lage zu entscheiden. — Es liege doch im Jntercffe der Buchhandlungen, die in ihrem Verlage erschienenen Neuheiten den Nedactionen verschiedener jüdischen Zeitungen zuzustellen. Wenn diese auch nicht sämmtliche neuen Bücher besprechen können, so wäre cs doch ihre Sache wenigstens die Titel der eingelaufenen Schriften zu veröffentlichen. Eine kurze Zeit lang ist dies auch in diesen Blättern geschehen, aber sie scheinen wieder davon abgekommen zu fein (Wird nächstens nachgeholt. Red.) Die Klagen über diesen Mißstand sind nicht neu; sie finden sich z. B in dem-Vorwort zu Li ppe's Bibliographischem Lcxicon mit vieler Fachkcnntniß zusammengestellt, worauf hiermit verwiesen sein möge, um nach diesem Excnrs auf den eigentlichen Gegenstand dieses Berichtes znrückznkommen. Der Herausgeber dieser Schrift Rabbiner Senior Salomon in Goldingen theilt in der Vorrede mit. daß er den Inhalt derselben vor ca. 40 Jahren nach den Vorträgen des großen Meisters niedergeschrichen habe, daß viele Capacitäten und auch R. Israel y"i selber, ihm ihre volle Anerkennung über die treue Wiedergabe, ausgesprochen habem Die Schrift sollte nämlich schon bei Lebzeiten R. Israels erscheinen, derselben ist ein Brief beigesügt, in dem der Autor sein Einverständnis; damit ausspricht, und nur die eine Bedingung daran knüpft, ihn bei der Gelegenheit nicht mit Titulaturen zu überhäufen. Wenige Tage aber vor der Drucklegung verschied der greise Autor, so daß die Arbeit erst kurz nach dessen Tod erschien. Dieselbe enthält 10 niasm agabifcf)cn und ver- '■! schiedcue kürzere Abhandlungen halachischen Inhalts, sowie einen ->D-.on m:a, der von einer erstaunlichen Tiefe des Geistes und einer noch ergreifenderen Tiefe des Gemüths zeugt. Auch die anderen Abhandlungen bekunden in jedem Zuge die geniale Meisterschaft des Heimgegangenen Meisters, wenn auch bei einer so knappen Auswahl ans dem reichen Wissensschatze noch Geeigneteres für diese erste Publikation sich vielleicht empfohlen hätte. . Der Herausgeber hat der Schrift noch einige sehr verdienstvolle Beigaben, Resultate eigener Forschung unter dem Titel in'a p» beigesügt. — Das Buch ist bei I. Gold manu in Warschau erschienen und durch jede jüdische Buchhandlung zu beziehen. — Der Absatz der Schrift wird die Verehrer R. Israel Salanters d"rri jedenfalls ermmhigeu, die Veröffentlichung ans seinem Nachlaß fortznsctzen. Zeitungsnachrichten und Correspottdenzen. Deutschland. Homburg a M Die hiesige iwa man noi lies; eine mm irv schreiben, die 's na» unter großen Festlichkeiten in die Synagoge über-